Sonntag, 6. Dezember 2015

Facebook - Vorschau der geteilten Links aktualisieren (Anleitung)

Wer hat sich noch nicht geärgert, wenn Facebook eine veraltete Vorschau für einen Link, den man in eine Statusmeldung gesetzt hat, anzeigt? Oder was tut man, wenn man vor einiger Zeit eine eigene Webseite oder einen Blogbeitrag per Link vorgestellt hat, dieser Beitrag sich inzwischen jedoch geändert hat und nun auch die Vorschau nachträglich aktualisiert werden sollte? Kein Problem!

Die Vorschau von geteilten Links lässt sich bei Facebook auch nachträglich aktualisieren! Und so geht es:
  1. In der Facebook-Chronik den Beitrag suchen und dort auf den Datumsstempel oder - wenn das Posting noch nicht so alt ist - auf die Zeitangabe klicken.



    Resultat: Der Beitrag wird alleine für sich auf einer Seite angezeigt. (Die URL, die nun oben im URL-Eingabefeld angezeigt wird, ist übrigens der Direktlink zu dem Beitrag.)

  2. Ganz oben rechts im Beitragsfeld auf den kleinen blassen Pfeil nach unten klicken.

    Resultat: Es öffnet sich ein Menü mit diesen Menüpunkten:
    - Löschen (löscht den kompletten Beitrag)
    - Beitrag bearbeiten (dort kann man die selbst geschriebenen Informationen verändern)
    - Beitrag einbetten (generiert den Code, den man in den Quellcode einfügt)
    - Geteilten Anhang aktualisieren (liest den Link neu aus und passt die Vorschau entsprechend an, wenn sich inzwischen auf der Webseite oder im Blogbeitrag etwas verändert hat.
  3. In diesem Menü auf Geteilten Anhang aktualisieren klicken.

    Resultat: Der Link wird neu ausgelesen und in einem Vorschaufenster wird die aktualisierte Vorschau angezeigt.



    Was tun, wenn sich die Vorschau bei Facebook nicht geändert hat?
    Wenn sich die Vorschau nicht geändert hat, sollte man sich den Quelltext der verlinkten Webseite anschauen und prüfen, woher die Informationen in der Vorschau stammen. Manchmal müssen nämlich vom Webdesigner die Meta-Tags im Head-Code der Seite (genauer gesagt: der description-Tag) geändert werden oder - wenn der Link auf eine Frame-Weiterleitung zeigt - müssen vom Webadministrator der Webseite oder des Blogs die Tags bei dem Hoster geändert werden, bei dem die Weiterleitung eingerichtet und konfiguriert wurde.
    Nach Änderungen an der Webseite solange wieder bei 2. anfangen, bis die gewünschten Änderungen auch in der Vorschau der Facebook-Vorschau für den Link (URL) angezeigt wird.
  4. Wenn die Facebook-Vorschau schließlich passt, dann auf Speichern klicken.

    Resultat: Nun wird der Beitrag mit der neuen Vorschau angezeigt.



Anzeige

Mittwoch, 26. August 2015

Weniger Werbeeinnahmen bei mobilen Besuchern?

Seit einiger Zeit beobachte ich, dass meine Werbeeinnahmen bei tinto und tinto-Projekten trotz erfreulicher Zunahme der Seitenbesucher sinken. Nicht unwichtig, wenn das Bloggen zum Lebensunterhalt beitragen soll. Als eine mögliche Ursache habe ich die zunehmende Nutzung von Ad-Blocker-Software ausgemacht, siehe Ad Blocking stark zunehmend. Eine andere Ursache könnte der zunehmende Anteil von mobilen Besuchern sein: Nutzer, die mit dem Smartphone oder einem Tablet im Web unterwegs sind, bringen zwar Traffic, aber möglicherweise weniger Werbeeinnahmen als Desktop-Nutzer.

Eine Veröffentlichung bei Statista deutet auf Erschreckendes hin - nämlich, dass der Traffic bereits zu einem Großteil auf mobile Visits zurückzuführen ist, jedoch nur ein wesentlich kleinerer Teil der Werbeeinnahmen. Gleichzeitig verbreitet der Online-Werbemarkt aber, dass die mobile Werbung auf der Überholspur sei. Kann man sich das als Publisher dann überhaupt wünschen?

Doch zu den Zahlen: Bei Bild.de sind 41 Prozent der Seitenbesucher mobile Nutzer (Smartphones + Tablets), aber sie generieren nur 20 Prozent der Brutto-Werbeerlöse. Noch schlechter sieht es bei Focus.de, Spiegel.de und T-Online.de aus.
Infografik: Mobile Shift „schmerzt“ unterschiedlich stark | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Könnte das auch bei mir eine der Ursachen sein, warum die Werbeeinnahmen trotz vieler Anstrengungen und zunehmender Besucherzahlen eher sinken? Ich grub in meinen eigenen Statistik-Daten - Google Analytics gekoppelt mit Adsense machen es einfach -, um sie mit den Ergebnissen obiger Online-Medien zu vergleichen.

Mein Resultat für den vergangenen Monat (nur auf Adsense-Einnahmen bezogen): Der Anteil der mobilen Nutzer (Smartphone- und Tablet-Nutzer) am Traffic beträgt bei mir inzwischen 45,01 Prozent bei einem Anteil am Werbeumsatz von 38,14 Prozent.

Anteil Seitenbesuche (Visits) und Anteil Werbeeinnahmen an gesamten Visits/Werbeeinnahmen
für Desktop- und Mobile-Nutzer (Smartphone + Tablet) bei tinto und tinto-Projekten
Das Ergebnis ist im Vergleich also gar nicht so unerfreulich: Auch wenn die 55 Prozent Desktop-Besucher für 61,86 Prozent der Werbeeinnahmen sorgen, sind die 45,01 Prozent mobilen Nutzer (Smartphone und Tablet) immerhin für 38,14 Prozent der Werbeeinnahmen verantwortlich.

Ich wollte es dann noch etwas genauer wissen und habe Desktop-, Smartphone (mobile) und Tablet-Nutzer und ihren jeweiligen Anteil am Werbeumsatz miteinander verglichen.

Anteil Seitenbesuche (Visits) und Anteil Werbeeinnahmen an gesamten Visits/Werbeeinnahmen
für Desktop-, Smarthphone- und Tablet-Nutzer bei tinto und tinto-Projekten
Tatsächlich ist der Anteil am Werbeumsatz bei den Tablet-Nutzern größer als ihr Anteil am Traffic.

Ich führe das vergleichsweise gute Ergebnis meiner Webseiten bezüglich der mobilen Nutzer, besonders der Tablet-Nutzer, darauf zurück, dass ich meine beliebtesten Seiten bereits auf responsive Webdesign umgestellt habe - und zwar so, dass bei kleineren Fenstern/Bildschirmen nicht nur die Inhalte automatisch anders angeordnet und Bilder verkleinert werden, sondern automatisch auch andere (kleinere) Werbebanner-Formate verwendet werden, die sich zwischen die Inhalte schieben. Man kann das hier auf der Seite Hochbeet bauen - so geht das! anschauen (einfach das Fenster zusammen-/auseinanderschieben).

Anzeige


Das ist natürlich nicht mehr als eine Momentaufnahme von Durchschnittswerten vieler Webseiten. Wie gut die Monetarisierung einer Seite oder eines Blogartikels funktioniert, hängt neben der Position in den Suchmaschinen-Suchergebnissen bzw. anderen gut gepflegten Wegen, wie die Besucher kommen, immer auch vom Thema sowie dem Werberpool (für das Thema bzw. bei personalisierter Werbung für das Nutzerprofil) und deren Adwords-(Preis-)Konfigurationen für die jeweiligen Bannerformate ab.

Mich würde interessieren, wie es anderen kleinen Publishern wie mir diesbezüglich geht - vielleicht mag der ein oder andere aus dem Nähkästchen plaudern.

Das könnte Sie auch interessieren: 

Freitag, 14. August 2015

Ad Blocking stark zunehmend - Zeit zum Umdenken

2015 wird Ad Blocking (das Verhindern von Werbeanzeigen durch eine Werbeblocker-Software) die Publisher 22 Milliarden US-Dollar an Einnahmen kosten, so schreibt das Pagefair Team in seinem Blog. Das ist viel Geld, das Bloggern, Journalisten und Unternehmen, die Informationen, Unterhaltung und andere Inhalte veröffentlichen und dies mit Werbung finanzieren, fehlt. 

In den letzten 12 Monaten sei das Ad Blocking weltweit um 41 Prozent gestiegen. In Deutschland liege die Ad-Blocking-Verbreitung bei 25 Prozent. (Kein Wunder also, dass meine Werbeeinnahmen sinken, obwohl sich meine Besucherzahlen positiv entwickeln.) Vor allem unter den Nutzern des Google-Chrome-Browsers nahmen die Ad-Blocker-Verwender zu, weil sich die entsprechenden Erweiterungen besonders leicht installieren lassen.

 


Warum nutzen Menschen Ad-Blocker-Software?

Da gibt es einerseits die, die von Werbung grundsätzlich genervt sind und sich das Recht nehmen, die aufgerufene Webseite mittels ihrer Browser-Erweiterung zu verändern und die Inhalte von der Werbung "zu befreien". Einige machen sich nicht weiter einen Kopf darum, wovon die Publisher der ansonsten kostenlosen Angebote dann leben sollen, andere entwickeln Philosophien, warum für sie im Internet sowieso alles kostenlos sein sollte. Auf ihre Gründe angesprochen, gibt es bei einigen wenigen Nutzern durchaus nachvollziehbare Argumente gegen Werbung, wie sie aktuell modern ist:
  • Werbung sei oft zu penetrant
    Anzeigen schieben sich über die Inhalte oder es öffnen sich ungefragt zusätzliche Fenster
  • man wolle das Tracking und Datensammeln der Advertiser verhindern 
  • Malvertising
    Schadsoftware im Advertising Code nicht ausgeschlossen
  • schnellerer Seitenaufbau ohne Werbung

Warum die Ad-Blocker-Argumente bei mir nicht zünden

Zugegeben: Es gibt nervige Webseiten mit Pop-up-, Pop-under- und was weiß ich für Anzeigen -, aber niemand muss sie besuchen! Man kann nach einem anderen nutzerfreundlicheren Informationsanbieter suchen.

Ich persönlich sehe eine öffentlich zugängliche Webseite, so wie sie ist, als ein Angebot an mögliche Besucher, das sie annehmen (nutzen) können oder eben nicht. Zum "Vertrag" gehört: Inhalt gegen das Werbung-aushalten (alternativ gibt es Webseiten mit Bezahlschranke und solche, die komplett kostenlos und ohne Werbung sind). Wenn eine Seite nach meinem Geschmack zu viel nervige Werbung enthält oder mir das Verhältnis von Werbung zu Inhalt/dessen Qualität nicht passt, dann habe ich die Freiheit, diese Seite nicht mehr zu besuchen beziehungsweise sie zu verlassen.

Warum ich meinen Pop-up-Blocker deaktiviert habe

Ich muss zugeben: Bis vor kurzem hatte ich auch in einem meiner Browser den integrierten Pop-up-Blocker aktiviert, denn ich war bei Recherchen mehrere Male auf Webseiten gelandet, die mit jedem Fenster, das ich schloss, einfach ein neues öffneten - es war wie eine Entmündigung. Tatsächlich habe ich in solchen Situationen aus Panik, ich könnte mir Malware eingefangen haben, den Rechner ausgeschaltet. Doch waren solche Erlebnisse sehr seltene Ausnahmen - Webpublisher, die so etwas programmieren (lassen), sind nicht seriös. Ich weiß auch nicht, ob Ad-Blocker- oder Pop-up-Blocker-Software tatsächlich vor Malvertising schützen, denn solche Software enthält meist eine Whitelist mit Firmen, die dafür bezahlen, darin gelistet und nicht ausgeblendet zu werden - so viel auch zur Fairness und "Sauberkeit".

Nach reichlichem Überlegen über die Ad-Blocking-Situation und die Nachteile für die Inhalteproduzenten und Publisher habe ich auch die Pop-up-Blocker wieder deaktiviert. Ich habe mich dafür entschieden, für Inhalte zu bezahlen - wenn sich eine Webseite über Werbung finanziert, indem ich mich von deren Werbung bespaßen lasse. Oder eben nicht: Seiten, die mir durch nervige Features wie übertriebene Werbung oder inhalteüberdeckende Aufforderungen, sie zu liken, den Newsletter zu abonnieren und anderes mehr, unangenehm auffallen, nicht mehr zu besuchen. Ich verfahre so, weil ich nur das fair finde.

Besucher, die Ad Blocker nutzen, verbannen?

Ad-Blocker-Nutzer kann man zwar mit etwas Code von seinen Webseiten verbannen - entsprechende Anleitungen findet man im Internet - , aber dadurch schadet man auch sich selbst, denn man reduziert seine Reichweite mit weiteren negativen Konsequenzen für die eigene Website. Und nicht jeder Nutzer von Ad-Blockern ist sich der Folgen seines Tuns bewusst und sollte vor den Kopf gestoßen werden beziehungsweise hat er/sie möglicherweise eine nachvollziehbare Abneigung gegen das Tracken und all die tollen Features der schönen neuen Online-Werbewelt. Als Webseitenbetreiber oder Blogger kann man ansonsten nur höflich auf alternative Möglichkeiten der Unterstützung des Autors/Publishers hinweisen - wobei es leider immer noch problematisch ist, Kleinstbeträge für einzelne Blogbeiträge bezahlen/spenden zu lassen (Micropayment/Mikrobezahlung) - nicht jeder hat Flattr.

Treibt die Werbeindustrie unsere Besucher mit personalisierter (Retargeting-)Werbung zum Ad Blocking?

Angesichts der zunehmenden Ad-Blocker-Verwender sollten sich Advertiser und Online-Werbeindustrie im Interesse aller fragen, ob man nicht einen Gang zurückschalten sollte und Publishern auch wieder herkömmliche statische Werbung (simple Grafik-Banner mit einfachem Link) zur Verfügung stellt. Besonders die personalisierte/Retargeting-Werbung empfinden viele als nervig - Publisher, weil sie keine Kontrolle haben, was auf ihrer Webseite eingeblendet wird (ich bevorzuge beispielsweise hochwertige, zu meinem jeweiligen Thema passende Werbung) und wie lang die Ladezeit ist, und Online-Nutzer, weil sie genervt sind, wochenlang auf allen Webseiten die Unterwäsche gezeigt zu bekommen, die sie längst gekauft haben - daran hapert die Retargeting-Werbung nämlich: Sie bekommt nicht mit, wenn der Einkauf bereits erledigt ist und zeigt die Produkte wochenlang immer wieder, die man sich einmal - vielleicht nur aus Recherchegründen - angeguckt hat. Ganz abgesehen davon, dass man sich und sein Privatleben permanent verfolgt und ausspioniert fühlt.

Ich denke schon, dass sich die Werbeindustrie fragen sollte, ob sie nicht zu einseitig denkt, wenn sie Tracking und Personalisierung der Werbeeinblendungen immer stärker vorantreibt und die werbetreibenden Unternehmen mit Versprechen der Zielgruppengenauigkeit lockt. Was nutzt es, wenn die Werbung zielgenau ist, aber sie von allen weggeblockt wird - gerade auf mobilen Geräten auch, weil der Datentransfer kostet? Es kann nicht in ihrem Interesse sein, wenn wir Publisher unsere Blogs und Webseiten aufgeben oder anders monetarisieren - beispielsweise über Content Marketing, also Sponsored Posts/bezahlte Blogartikel, über Micropayment oder anderes, um uns unsere Arbeit leisten zu können. Aber welche Alternativen haben wir sonst?

Quelle (Zahlen und Grafik) 

Das könnte Sie auch interessieren:


Mittwoch, 3. Juni 2015

Wie man aus Einzelbildern ein Video anfertigt

Wer YouTube als Sendemedium nutzen möchte, aber keinen Film drehen kann oder will, kann Videos aus Bildern erstellen. Das macht beispielsweise Sinn bei Schritt-für-Schritt-Anleitungen oder zur Dokumentation von Entwicklungen. Voraussetzung ist, dass man die Schritte im Bild festgehalten hatte. 

Eine einfache Möglichkeit, wie man aus einzelnen Bildern ein Video erstellen kann, habe ich bei Windows Movie Maker: Videos aus Bildern anfertigen - z. B. für YouTube gezeigt. Dort habe ich als einziges Werkzeug den Windows Live Movie Maker verwendet. Dieses Mal bin ich einen anderen Weg gegangen, der zwar einen zusätzlichen Schritt beinhaltet, aber genauso einfach und schnell ist - vor allem, wenn man eine Vorlage erstellt hat, die man auch für weitere Videos nutzen kann.

So sieht das Endergebnis aus:

Dies sind die Arbeitsschritte:
  1. Animations-Erstellung mit Scratch (scratch.mit.edu
  2. Aufzeichnung der Scratch-Animation mit dem Camtasia Rekorder und Produzieren als MP4 mit Camtasia Studio (Download bei TechSmith, auch als kostenlose Testversion) 
  3. Hochladen von YouTube aus 
Zwei Beispiele:
Zu I.
Animations-Erstellung mit Scratch
Scratch ist ein Online-Werkzeug, mit dem man Spiele und Animationen erstellen kann. Schon Kinder können mit Scratch das Prinzip des Programmierens lernen. Um mit Scratch zu arbeiten, muss man sich nur bei scratch.mit.edu ein Konto einrichten. Danach geht man folgendermaßen vor:
  1. Klicken Sie auf Meine Sachen im Menü unter Ihrem Kontonamen (rechts oben, Menü öffnet sich bei Klick auf den kleinen Pfeil nach unten).
  1. Klicken Sie auf +Neues Projekt anlegen. 
  2. Klicken Sie auf Schau hinein
  3. Nun können Sie Ihr erstes Projekt erstellen. Mit den Hilfen und Beispielen (man kann in jedes öffentliche Projekt hineinschauen) kann man sich in Scratch einarbeiten. 
Ich habe mehrere Bühnenbilder, je eines für jeden Schritt, angelegt.

Die Bühnenbilder können in den Vektormodus gesetzt und positioniert werden.
Die Bühnenbilder werden jeweils von einer Message aktiviert.

Klickt man den Reiter Skripte, kann man rechts den Code eingeben/lesen - in diesem Fall den Bühnenbilder-Code. Ein Bühnenbild wird während der Animation angezeigt, wenn es eine bestimmte Message "hört".
Die Messages werden von einer Figur (hier: der Kopf der erzählenden Frau), an die ich das Haupt-Skript gebunden habe, jeweils an alle versendet, aber nur ein Bühnenbild fühlt sich angesprochen (siehe oben).

Im Hauptskript ist der größte Teil des Ablaufs der Animation festgelegt.
Der Schmetterling hat zwei eigene Skripte - eines, das seine normale Position zu Anfang festlegt, und am Ende eines für das Herabsinken und die URL-Anzeige in der Sprechblase.

Zum Schluss übernimmt die Figur Schmetterling das Geschehen.
Zu II.
Aufzeichnen und Produzieren
Man kann sein Spiel oder die Animation bei Scratch veröffentlichen (auf Veröffentlichen rechts oben klicken) und auch auf seinem Rechner (als Datei mit der Extension .sb2) speichern, aber wenn man eine normale Video-Datei, beispielsweise für YouTube, benötigt, muss man sein Scratch-Projekt während des Ablaufs aufzeichnen.

Man braucht also eine Software, die die Scratch-Animation im Bildschirmfenster beim Abspielen „abfilmt“ und mit der man das Video in einem brauchbaren Format produzieren (erzeugen und abspeichern) kann. Geeignet ist beispielsweise Camtasia Studio (inklusive Camtasia Rekorder) von TechSmith.
  1. Camtasia Studio installieren. 
  2. Um die Scratch-Animation aufzuzeichnen, klickt man bei Scratch von seiner Projektbearbeitungsoberfläche aus auf Zeige Projektseite. Die Projektseite wird geöffnet. Links sieht man das Start-Standbild, rechts sind Felder zum Ausfüllen (optional). 
  3. Alle anderen Fenster auf dem Rechner schließen. 
  4. Zum Öffnen des Camtasia Rekorders auf einem Windows Rechner Start > Camtasia Studio > Record the Screen klicken. Der Rekorder öffnet sich und legt einen Selektionsrahmen auf das geöffnete Scratch-Fenster.
  5. Im Feld Recorded inputs sowohl Audio off als auch Webcam off einstellen (wenn man weder Webcam-Bild noch Ton aufzeichnen möchte). 
  6. Den Selektionsrahmen des Rekorders durch Ziehen und Schieben anpassen, so dass nur die Animation selektiert ist. 
  7. Im Scratch-Projektfenster auf den roten Punkt (rechts oberhalb des Standbildes) klicken, damit das Startbild gezeigt wird. 
  8. Auf der Rekorderoberfläche rec anklicken und im Scratch-Projektfenster die Animation mit einem Klick auf die grüne Fahne (rechts oberhalb des Standbildes) starten.
    Erläuterung: Da mein Hauptskript mit dem Baustein Wenn grüne Fahne angeklickt beginnt, wird meine Animation durch den Klick auf die grüne Fahne gestartet. 
  9. Ist das Ende der Animation erreicht, wartet man eventuell noch einige Sekunden und beendet dann mit F10 der Computer-Tastatur die Rekorder-Aufzeichnung. Der Rekorder zeigt dann automatisch eine Vorschau der Aufzeichnung.
  10. Im Rekorder Save and Edit klicken und einen Dateinamen eingeben (.trec). Den Rekorder kann man nun schließen. Es öffnet sich ein Camtasia Evaluation Fenster, in dem man noch einmal angibt/bestätigt, ob man Camtasia nur evaluieren (kostenlos testen) will oder gekauft hat. Dann öffnet sich Camtasia Studio und links in der Clip Bin ist das Symbol für die eben getätigte Aufzeichnung zu sehen.
  11. Auf das Symbol für die Aufzeichnung klicken, danach File > Save Project
  12. Noch einmal auf das Symbol für die eben getätigte Aufzeichnung klicken, die Maus gedrückt halten und das Symbol nach unten in die Timeline (rechts neben Track 1) ziehen.
Das Video kann erst bearbeitet oder produziert werden, wenn man es von der Clip Bin (oben links) in die Timeline (rechts neben Track 1) gezogen und dadurch zur Bearbeitung aktiviert hat. (Das Symbol bleibt in der Clip Bin erhalten).
  1. Wer will, kann das Video bearbeiten, beispielsweise Ton aufzeichnen. 
  2. Auf Produce and share klicken.
    Es öffnet sich ein Fenster Production Wizard, in welchem man das Format wählen kann. Anschließend Weiter und danach zweimal Fertig stellen klicken. 
Zu III.
Hochladen zu YouTube
Dazu muss man sich als erstes ein Konto bei YouTube einrichten und sich einloggen. Das Hochladen ist ganz einfach.
  1. Bei YouTube auf Hochladen (rechts oben) klicken. 
  2. Im nächsten Fenster auf Dateien für Upload auswählen klicken und die entsprechende Datei (z. B. dateiname.mp4) im Camtasia Ordner (bei mir beispielsweise unter C:\Users\meinusername\Documents\Camtasia Studio\) wählen, dann auf Öffnen klicken.
    YouTube lädt nun die Datei hoch. Nun braucht man bei YouTube nur die zur Datei gehörenden Felder unterhalb der verschiedenen Register/Reiter ausfüllen und dann auf Veröffentlichen klicken. 
YouTube bietet außerdem die Möglichkeit, das Video zu optimieren, mit Musik zu untermalen und/oder über Werbung mit dem Video Geld zu verdienen (Achtung: Wer monetarisieren wählt, muss seinen Google-Adsense-Acount noch mit YouTube verknüpfen, sonst bekommt man nichts. Anleitung bei YouTube).

Fazit: Die Tool-Kombination Scratch + Camtasia Studio eignet sich sehr gut für die Erstellung von Videos aus Einzelbildern - beispielsweise für die Veröffentlichung bei YouTube. Sind die Videos einmal bei YouTube hochgeladen, kann man sie dort nicht nur verlinken, sondern über das so genannte Embedding auch auf Webseiten einbinden (wenn man das nicht deaktiviert hat).

Bei YouTube gibt es eine Schnellanleitung für das Anfertigen eines Videos mit Scratch und Camtasia Studio/Making-of "Erbsen-Grünkraut anbauen" als Video.

Montag, 18. Mai 2015

Rebranding am Beispiel der Marihuana-Industrie

Rebranding am Beispiel der Marihuana-Industrie, Klatschmohn-Bild

Die Zeit der Marihuana-Prohibition scheint zu Ende zu gehen. In einigen Ländern und US-Bundesstaaten ist man zu der Auffassung gelangt, dass die pauschale Kriminalisierung der Nutzer nichts gebracht hat außer viel Geld für die Drogenmafia, hohe Kosten für das Rechtssystem, soziale Ungerechtigkeit und Einschränkungen bei medizinischer Behandlung, für die Inhaltsstoffe von Medizinalhanf prädestiniert sein könnten.

Mit der Entkriminalisierung beziehungsweise Legalisierung – zumindest für den medizinischen Gebrauch - soll das Geld in Zukunft in die Haushalte der Länder oder Bundesstaaten und nicht in die Hände krimineller Organisationen gespült werden. Außerdem will man Produkte und Markt so besser kontrollieren und regulieren können. Auch in Deutschland sprechen sich immer mehr Politiker und Organisationen für eine Legalisierung unter bestimmten Regeln aus.

Die neue und weltweit stark wachsende legale Cannabis-Industrie besteht aus Produzenten, Ausstattern für Produktionsanlagen, Vermarktern, Verarbeitern, Anbietern von Hilfsmitteln für Konsumenten und verschiedene Arten von Dienstleistern – teilweise für medizinisches Marihuana, teilweise für „Freizeit-Marihuana“. Diese -> Cannabis-Unternehmen brauchen Geld für Investitionen - wie jedes junge expandierende Unternehmen.

Da es mit den Banken in den USA noch Schwierigkeiten gibt – die haben Angst, weil die Legalisierung in einzelnen US-Bundesstaaten zwar durch, aber durch den Bund nicht ebenfalls abgesegnet ist-, wollen die Cannabis-Unternehmen Private-Equity-Firmen, Fonds und Aktionäre als Investoren gewinnen. Also müssen sie dringend weg vom schmuddeligen bis kriminellen Image, das lange mit Marihuana einherging: Drogenrausch, Lethargie, Illegalität, Kriminalität, Drogenmafia.

Eine (neue) Unternehmenskommunikation muss her

 New York City Get Ready (International Cannabis Association, YouTube)


Die Selbstdarstellung der Cannabis-Industrie im Web und im richtigen Leben signalisiert daher jetzt das Gegenteil vom alten Image, nämlich Seriosität und Professionalität. Die Webseiten der Unternehmen sind modern und übersichtlich gestaltet – irgendwo zwischen Apotheken-, Best-Ager-, Biotechnologie- und landwirtschaftlicher Werbung.

Die Mitarbeiter der Unternehmen tragen Business-Outfits und nicht etwa Kapuzenpullover oder Gesundheitslatschen. Die auf das Cannabis-Geschäft spezialisierte Private-Equity-Firma Privateer Holdings, in die auch der Founders Fund des berühmten Investor Peter Thiel investiert hat, hat 200 Mitarbeiter so genannter Blue-Chip-Unternehmen wie Microsoft, T-Mobile, Starbucks und Amazon gewinnen können. Auch dies ein Zeichen dafür, wie ernst man das Geschäft mit dem Cannabis nimmt und dass man dafür seriös und professionell wahrgenommen werden will. Worte wie Gras, Ganja, Dope würden diese Leute nicht benutzen – zu sehr sind sie mit dem alten Image verwoben. Cannabis – der botanische Name –, sachlich und neutral, ist der einzige Begriff, der ihnen über die Lippen kommt.

Die Marihuana-Business-Konferenzen und –Ausstellungen beispielsweise in Chicago oder New York unterscheiden sich denn auch nicht von anderen Business-Messen und -Konferenzen: Geschäftsmäßig gekleidete Menschen besuchen Vorträge, begutachten die Ausstellungen, diskutieren und tauschen ihre Visitenkarten aus. Lediglich die Austauschbereitwilligkeit mit der Konkurrenz scheint größer – was man aber in neuen Industrien oft beobachten kann.
Anzeige

Die Cannabis-Industrie ist zwar nicht neu, aber wird nun ans Licht geholt – was bessere Forschungs- und Züchtungsarbeit ermöglichen wird. Außerdem versprechen sich viele der amerikanischen Unternehmer vom Ende der Cannabis-Prohibition einen positiven Einfluss auf die soziale Gerechtigkeit in ihrem Land, was ihre Arbeit und die Arbeit miteinander beflügelt: Seit 1965 wurden 20 Millionen Amerikaner wegen Marihuana-Besitzes festgenommen, die Wahrscheinlichkeit für eine Anklage war aber bei Afroamerikanern vier Mal so hoch wie bei Weißen.

Weitere Informationen

Samstag, 11. April 2015

Mittagessen im Homeoffice: Schnellgerichte und andere Tricks

Im Homeoffice eines Freiberuflers, Selbstständigen oder Angestellten ist die Zeit genauso knapp wie im Büro eines größeren Unternehmens. Doch in Unternehmen gibt es oft Kantinen oder andere Lösungen für das Mittagessen. Wie stellt man es als Homeoffice-ArbeiterIn an, auch bei Zeitdruck ein gutes Essen für sich (und möglicherweise für die ganze Familie) auf den Tisch zu bringen? Welche Lösungen, schnellen Rezepte und sonstigen Tipps habt Ihr? Einladung zur Blogparade - teilnehmen kann man mit einem ernsthaften oder witzigen Text-, Bild-, Cartoon-, Podcast- oder Video-Beitrag.

Hier Kunden- und Lieferantenanfragen beantworten, da Aufträge erfüllen, neue Projekte entwickeln und sich außerdem nebenbei fachlich auf dem Laufenden halten, die Buchführungspflichten und die Finanzamtswünsche erfüllen - der Arbeitsdruck ist oft groß. Als Homeoffice-Arbeiter - sei es freiberuflich, selbstständig oder angestellt – hat man genauso wenig oder weniger Zeit für die Mittagspause wie Kollegen in der Firma, die oft den Vorteil einer Kantine in der Nähe genießen. Wie stellt man es also an, ein gutes, gesundes und sättigendes Essen auf den Tisch zu bekommen, ohne zu viel Zeit für die Zubereitung zu investieren?
Anzeige

Immer nur einen Bringdienst zu nutzen, ist auf Dauer zu einseitig und außerdem schlecht für Gesundheit und Geldbeutel. Und Miracoli-Nudel- und andere Fertig- und Halbfertig-Gerichte hängen einem auch nach einer Weile zum Halse heraus. Wer selbst einkauft und zubereitet, weiß außerdem, was genau er da auf den Tisch bringt, und hat die Kontrolle über die Zutatenqualität.

Mein Trick für die schnelle gute Küche im Homeoffice: Ich habe mir eine Liste mit Lieblingsgerichten gemacht und achte darauf, dass ich die Zutaten für mehrere der Gerichte zu Hause habe. Um die Zeit für das Einkaufen zu sparen, lasse ich mir die meisten Lebensmittel und Getränke übrigens liefern.
Beispiel für ein Schnellgericht: Thymian-Käsesoße mit Pellkartoffeln
Die Lieblinge aus meiner Schnellgerichte-Liste:
  • Rahmspinat (aus dem Eisfach oder dem Gefrierschrank) mit Pellkartoffeln und Spiegelei
  • Fisch (-Stäbchen) mit Kartoffelsalat aus vom Vortag übrigen Kartoffeln und dazu Kräuterquark/Kräuter-Sour-Cream
  • Tex-Mex-Bratkartoffeln aus vom Vortag übrigen Kartoffeln mit Zwiebeln, Tomaten, Tabasco und Spiegelei
  • Gekochte Spaghetti mit Kirschtomaten, Knoblauch, Krabben, Petersilie und Käse kurz in der Pfanne anbraten
  • Terriyaki Chicken mit Salat und Duftreis
  • Omelett mit Schafskäse, dazu Reis und gebratene Zucchinischeiben
  • Wok-Gemüse-(Hackfleisch-)Pilzmischung mit Sojasoße abgelöscht, Mungbohnenkeimlinge einmischen, dazu Reis
  • Weizentortillas in der Pfanne anwärmen und mit gemischtem Salat (inkl. Avocado-Stücke) füllen, Zitrone-Olivenöl-Vinaigrette drüber träufeln und wrappen
  • Pfannkuchen süß (mit Zucker oder Marmelade)
  • Pfannkuchen süß amerikanisch (für die Zubereitung nehme ich statt Milch Magerjoghurt und etwas Backpulver, servieren und genießen mit Ahornsirup)
  • Pfannkuchen pikant (mit gebratenen Zwiebeln und Pilzen oder mit Rahmspinat)
  • Überbackener Toast (Toast, (Schinken), Tomaten oder Ananas, Käse)
  • Thai-Curry z. B. mit Porree, Paprika, Zucchini und/oder Aubergine, Bambussprossen-Scheiben, Chili, Krabben, Currypaste und Kokosmilch, dazu Duftreis – das Gemüse kann man morgens schon schnippeln, zubereitet ist es in wenigen Minuten.
  • Thymian-Käsesoße mit Pellkartoffeln oder Nudeln
  • Tomaten mit Mozarella, Basilikum, Olivenöl - dazu Baguette-Brötchen
  • Little-Lunch-Suppe (Biosuppe aus dem Glas) - eventuell mit angebratenem Gemüse - erhitzen, dazu Reis, Nudeln oder angebratene Weißbrotwürfel; italienische Variationen mit Nudeln zusätzlich mit Käse überbacken
Für die Zwischenmahlzeiten versuche ich genügend Gesundes wie Obst,
Buttermilch, Smoothies, alkoholfreie Cocktails, Milk-Shakes, Radieschen, aber auch ein paar Sünden wie Erdnusslocken, Nüsse, (Bio-)Pudding, getrocknete Mangos, Datteln und Süßigkeiten vorrätig zu haben.


Blogparade – Bedingungen
Die Blogparade lief bis zum 1.7.2015, ich nehme aber auch noch Nachzügler. Alle sind herzlich eingeladen, sich an der Blogparade zu beteiligen – mitzubloggen und/oder unten zu kommentieren: Welche schnellen Rezepte und Tricks habt ihr/haben Sie?

Wer sich dem Thema "Mittagessen im Homeoffice" anders als mit einem "normalen" Blogartikel in Ratgeber-Art nähern möchte, beispielsweise mit einem witzigen Artikel, einem Cartoon, Bild, Podcast, Videocast oder auf andere Weise, ist genauso herzlich willkommen!

Wer mit einem Blogartikel, Video oder anderen Veröffentlichung mit einer URL an dieser Blogparade teilnehmen möchte, muss in seinem Blogpost/Beschreibungstext auf diesen Blog Bezug nehmen und einen Link auf diesen Blog setzen. Sobald dies geschehen ist, bitte einen Kommentar unter diesen Blogartikel setzen mit Titel und Link zum Blogartikel/Veröffentlichung, damit ich Bescheid weiß.

Jeden teilnehmenden Blogartikel/Veröffentlichung werde ich dann hier im Blogartikel zeitnah mit Titel und Dofollow-Link aufführen. Ich bin sehr gespannt auf eure/Ihre Meinungen und Erfahrungen.

Gemeldete Blogbeiträge:
Ich freue mich auf eure/Ihre Tricks und Ideen!

Anzeige



Dienstag, 31. März 2015

Hilfe bei (Wettbewerbs-) Abmahnung

Wer schon einmal eine Abmahnung erhalten hat, weiß, wie einem plötzlich die Hände zittern und wie aufgeregt man wird, wenn man seinen eigenen Namen auf einer Abmahnung liest - auch wenn man sicher ist, nichts falsch gemacht zu haben.

Wer aufgeregt ist, macht Fehler, nämlich wird sofort aktiv, ruft beim Abmahner oder dessen Anwalt an oder schimpft per E-Mail - und gibt dabei unter Umständen Dinge preis, die dann ein Jurist später nicht mehr zurückholen kann.

Besser ist es, sofort juristischen Beistand bei jemandem zu suchen, der sich mit Abmahnungen auskennt. Als Mitglied des Bayerischen Journalistenverbandes (BJV) habe ich das Glück, mich an die Justiziare des BJV wenden zu können, wenn eine Abmahnung etwas mit meiner journalistischen Tätigkeit zu tun hat. Den entsprechenden Rechtsberatungsservice für Mitglieder gibt es auch beim Deutschen Journalisten-Verband (DJV), Deutschen Medienverband (DMV), Deutscher Presse Verband (DPV) und anderen Verbänden.

Wer von einem Wettbewerber wegen eines (angeblichen) Verstoßes gegen das Wettbewerbsrecht abgemahnt wird, kann in Bayern auch die Einigungsstelle der Industrie und Handelskammer (IHK, www.einigungsstelle.org) in Anspruch nehmen. Seit 1909 gibt es diese unabhängige und gebührenfreie Gütestelle für Streitigkeiten aus dem Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG). Die Einigung wird oft nach nur einem außergerichtlichen, nicht-öffentlichen Verhandlungstermin erzielt. Die Verhandlung wird von einem Vorsitzenden, der die Befähigung zum Richteramt hat, sowie zwei Beisitzern aus der Wirtschaft durchgeführt. Nicht jede Abmahnung kann abgewehrt werden: Wurde der Verstoß tatsächlich begangen, muss der Abgemahnte die Kosten des Antragstellers tragen. Und Vorsicht: Wird man zu einem Einigungstermin geladen, darf man nicht einfach unentschuldigt fernbleiben - dafür kann ein Ordnungsgeld bis zu 1.000 Euro verhängt werden.

Einigungsstellen gibt es auch bei anderen Industrie- und Handelskammern, beispielsweise in Köln, Frankfurt am Main, Erfurt, Reutlingen, Hochrhein-Bodensee,  Mittleres Ruhrgebiet etc. - einfach eine Suchmaschine benutzen und nach "IHK Einigungsstelle <Ortsname>" suchen.

PS: Weitere Erfahrungen und Tipps von/für Existenzgründer, kleine Unternehmen, Freiberufler/Selbstständige sind herzlich willkommen.

Sonntag, 29. März 2015

Lexoffice im Praxistest

Meine Erfahrungen mit Lexoffice, einem Online-Rechnungs- und Buchhaltungsprogramm von Lexware für Existenzgründer, Kleinunternehmer und Selbstständige. (Sponsored Post) 

Getestet habe ich die Vollversion (Lexoffice Buchhaltung & EÜR) mit einem Notebook, aber es gibt die Lexoffice iPad-App und Scan Apps kostenlos/inklusive.

Büroarbeit webbasiert und ohne Vorkenntnisse

Bei Lexoffice muss man keine Software zeitaufwendig herunterladen und installieren, denn diese Büromanagement- und Buchhaltungssoftware ist webbasiert und man kann von überall, wo man Internetzugang hat, auf sie zugreifen. Man benötigt auch so gut wie keine Buchhaltungskenntnisse - nur die eigene Steuernummer sollte man kennen und wissen, ob man Netto- oder Bruttopreise auf den Belegen haben will oder ob man umsatzsteuerbefreit ist. Als Kontenrahmen kann man bei den Einstellungen SKR03 (Prozessgliederungsprinzip) oder SKR04 (Abschlussgliederungsprinzip) wählen und jederzeit mit einem Klick hin und her wechseln.

Jeder kann die Software testen

Ich habe mich bei Lexoffice.de online zum Testen angemeldet, dazu E-Mail, Passwort, PW-Wiederholung, Name, Vorname, Firmenname angegeben und den Datenschutzbestimmungen sowie den Allgemeinen Geschäftsbedingungen zugestimmt. Ich erhielt eine Mail, bestätigte den Testzugang mit einem Klick und schon stand mir der volle Funktionsumfang zum Testen zu Verfügung. Ich brauchte mich nur noch einloggen und konnte sofort loslegen. Nutzen kann ich Lexoffice von zuhause aus oder von unterwegs.

Besonders positiv aufgefallen ist mir, dass das Abo nach den 30 Tagen Testzeit endet, ohne dass man kündigen muss. Hier gibt es keine Abofalle! Am Ende der Testphase wird man gefragt, ob man die Software kostenpflichtig weiternutzen möchte oder nicht.

Die ersten Schritte

Startbildschirm zum sofortigen Loslegen
Lexoffice ist sehr intuitiv. Wer auf langatmige Einführungen verzichten kann, ist bei Lexoffice richtig. Entweder folgt man den Anweisungen, die im Feld Übersicht, rechts im Dashboard, stehen, nämlich die Firmendaten vervollständigen, den Account mit einem Bankkonto verbinden und das Druck-Layout festlegen, oder man guckt einfach mal, was sich hinter jedem Punkt und Symbol in der Menüleiste des Start-Bildschirms verbirgt und legt dann los.

Wer es ganz eilig hat, spart sich die Einarbeitung ganz - jedenfalls, nachdem er/sie die Firmendaten und die Allgemeinen Einstellungen ausgefüllt hat: Ein Kunde benötigt dringend ein Angebot? Einfach in der Menüleiste auf Belege klicken. Mit Klick auf die grüne Schaltfläche +Neuer Beleg ein Menü öffnen, dort Angebot wählen. Es folgt die Aufforderung, einen Kunden auszuwählen. Bei Klick auf den Pfeil nach unten öffnet sich eine Auswahlliste und auch die Option Neuer Kunde. Mit ein paar Angaben ist der Kunde angelegt (wichtig: Nummernkreise für die Kundennummern, siehe weiter unten). Und während Sie die Positionen im Angebot ausfüllen, legen Sie die Produkte beziehungsweise Services an.

Entsprechend geht das auch, wenn man gleich einen Lieferschein oder eine Rechnung ausstellen möchte, ohne dass bereits der Ablaufschritt davor vorhanden ist. Wenn es nämlich bereits einen Auftrag gibt, kann man daraus ganz einfach die Folge-Belege wie Lieferschein, Rechnung etc. generieren.

Eine weitere Möglichkeit, sofort einen Beleg anzufertigen, ist das grüne Feld Neue Rechnung rechts im Startfenster. Bei Klick auf den kleinen Pfeil nach unten, werden Neues Angebot, Neue Auftragsbestätigung, Neuer Lieferschein etc. angezeigt (siehe Bild oben).

Wichtige Zugangspunkte
Ich habe erst einmal geguckt, was sich hinter jedem Menüpunkt in der Menüleiste oben im Fenster verbirgt. Sehr wichtig ist das Zahnräder/Einstellungssymbol auf der rechten Seite: Dort kann man die Firmendaten bearbeiten, allgemeine Einstellungen vornehmen und Formulare gestalten.

Hilfe findet man in der Wissensdatenbank. Dort hin kommt man durch Klick auf die orangefarbene Hilfe-Schaltfläche in der Menüleiste. Im Hilfefenster kann man auch Fragen stellen und Feedback geben. Gibt man beispielsweise rechts im Kontaktformular bei Betreff ein Thema ein, dann werden links die dazugehörigen Themen aus der Wissensdatenbank und dem Feedback aufgelistet. Ist nichts dabei, was die Frage beantwortet, füllt man rechts im Kontaktformular auch das Feld Wie können wir Ihnen helfen aus, hängt eventuell eine Datei an, ändert eventuell die E-Mail-Adresse und verschickt die Nachricht mit Nachricht senden.

Lexoffice Hilfe: Wissensdatenbank, Feedback und Kontakt

Wichtig, bevor man erste Belege erstellt:

Nummernkreise
Man sollte sicher sein, dass sich die Nummern für Kunden, Lieferanten etc. in den geforderten Nummernkreisen befinden und dass die Nummern korrekt sind, denn sobald beispielsweise ein Beleg für einen Kunden (Angebot, Lieferschein, Rechnung o. ä.) erstellt und gedruckt wurde, kann man die Kundennummer nicht mehr ändern.

Die Nummernkreise geben an, in welchem Nummernbereich Kundennummern, Lieferantennummern etc. liegen sollen.
Vorlagen-Layouts anpassen
Die Vorlagen-Layouts kann man bei den Einstellungen unter dem Reiter Drucken anpassen. Man hat die Wahl unter vier verschiedenen Designs, kann sein eigenes Firmenlogo hochladen (maximal 2 MB und 800 x 230 Pixel), und man kann ein eigenes Briefpapier gestalten. Für Letzteres lädt man die Lexoffice-Vorlage herunter, bearbeitet sie, speichert sie als PDF ab und lädt sie dann wieder hoch. Man muss am Ende nur kontrollieren, ob alles, was man braucht, enthalten ist (Bankverbindung, Zahlungskonditionen, Steuernummer, etc.) - entweder seitens der eigenen Vorlage oder durch das Drucken des Beleges!

Belegvorlagen gestalten
Daten importieren
Wer schon mit einem anderen System gearbeitet hat, der hat bereits Kunden- und Produktdaten angelegt, vielleicht sogar schon Buchungen vorgenommen. Da möchte man nicht wieder von vorne anfangen, sondern Vorhandenes möglichst schnell und einfach in Lexoffice importieren. Das Prinzip ist in der Regel folgendermaßen: Die Daten müssen vom alten System exportiert und dann in das neue System importiert werden. Da ich vor Kurzem Lexware büro easy getestet habe, versuchte ich, die dort angelegten Daten in Lexoffice zu importieren. Lexware büro easy lässt zu, Listen zu exportieren - im Format IIF. Die IIF-Dateien kann man dann mit Excel o. ä. öffnen, den Erfordernissen für den Import in Lexoffice anpassen, als CSV-Datei abspeichern und dann importieren.

Beim Import in Lexoffice ist auf die Reihenfolge der Spalten, die fünfstelligen Kundennummern zwischen 10000 und 69999, die Landangaben nach ISO-Norm 3166-1 und einiges mehr zu achten. Zwar sind die Vorgaben in der Lexoffice-Hilfe schnell zu finden und eine Anleitungs-PDF wird auch beim Aufruf der Funktion Kontakte > Kontakte importieren angeboten, dennoch fand ich das Verfahren aufwendiger als erwartet. Aber es funktioniert: Auf diese Weise lassen sich Kunden, Services und Produkte importieren, Buchungen jedoch nicht.

EÜR mit einem Klick

EÜR steht für Einnahmen-Überschussrechnung. Mit einem Klick auf Buchhaltung in der Menüleiste, dann auf Einnahmen-Überschussrechnung, erstellt Lexoffice die Einnahmen-Überschussrechnung. Die ist natürlich nur dann aussagekräftig und verwertbar, wenn man lückenlos alles über Lexoffice verbucht. Man kann nur eine EÜR pro Account erstellen. Da ich neben freiberuflicher Tätigkeit auch ein Gewerbe für meine werbefinanzierten Einnahmen führen und dafür eine extra EÜR erstellen muss, müsste ich wohl zwei Abos buchen, eines für die freiberuflichen Einnahmen und Ausgaben und ein weiteres für gewerbliche Aktivitäten.

Die verschiedenen Lexoffice-Varianten

Wen die Funktionen überzeugen, der kann sein Testabo auch schon vor Ablauf der Testphase in ein kostenpflichtiges Abo umwandeln (Einstellungen-Symbol > Account: Zum Kauf). Je nachdem, welche der möglichen Features der Software man nutzen möchte, kostet ein Abo zwischen 4,90 und 12,90 Euro/Monat zuzüglich Mehrwertsteuer. Es gibt keine Mindestlaufzeit und man kann flexibel zwischen den Versionen wechseln und auch jederzeit kündigen (Kündigungsfrist 30 Tage). Eine detaillierte Übersicht über die Funktionen bei jedem Abomodell findet man beim Produktvergleich der Lexoffice Varianten.

Fazit: Praxistest sehr gut bestanden

Ich finde die Benutzung von Lexoffice sehr einfach und intuitiv. Mir gefällt die einfache und schnörkellose Oberfläche und Abwicklung. Ich kann mit diesem Online-Rechnungs- und Buchhaltungsprogramm alles machen, was mir als freie Texterin/Autorin/Bloggerin wichtig ist - jederzeit, auch von unterwegs und mobil. Wunderbar, wie einfach man eine EÜR erstellen kann, wenn man alle Geschäftsvorgänge über die Lexoffice-Oberfläche verbucht. Für meine zusätzlichen gewerblichen Umsätze müsste ich mir allerdings ein zweites Abo zulegen, das wird dann natürlich auch doppelt so teurer - das muss ich mir noch überlegen.

Sehr erfreulich finde ich die Exportfunktion für Listen von Eingangs- und Ausgangsbelegen (zu finden hinter dem Einstellungen-Symbol in der Menüleiste) - ich würde mir allerdings wünschen, man könnte Kundenlisten, Lieferantenlisten und anderes einfacher importieren und diese dann auch für weitere Berechnungen wieder exportieren.

Sehr schön auch, dass man über die Hilfe jederzeit auch Feedback und Funktionswünsche absetzen kann, die meinem Eindruck nach wirklich ernst genommen und umgesetzt werden.

Meinen Praxistest hat Lexoffice sehr gut bestanden. Ich finde die Büro-/Buchführungsanwendung für Gründer, Freiberufler und Kleinunternehmen empfehlenswert. Und da ein Test nichts kostet, kann man eigentlich nichts falsch machen, wenn man sie einfach mal ausprobiert.


Donnerstag, 19. März 2015

Die Mobilen verändern die Browser-Top-Ten

Im Internet reicht es nicht, Informationen spannend zu formulieren, die Rechtschreibung zu beherrschen und Bilder oder Filme zur Veranschaulichung in den Text zu hängen. Man muss von seinen Lesern auch gefunden werden (Stichwort SEO) und die Darstellung muss den Leser ansprechen bzw. die Nutzeroberfläche nutzerfreundlich gestaltet sein, die Ladezeiten stimmen und vieles mehr. Seit die Nutzer zunehmend mit mobilen Endgeräten wie Smartphones im Netz surfen, werden nicht nur neue Display-/Fenstergrößen für das Webdesign wichtig, sondern auch Browser, die vor wenigen Jahren noch unter dem Label "Newcomer" liefen.

Webseiten, genauer deren Quell-Code, werden von verschiedenen Browsern unterschiedlich dargestellt. Insofern ist es wichtig zu wissen, mit welchen Browsern die Nutzer auf die Homepage, den Blog, die Webanwendung oder anderes kommen. Ich habe mir die Statistik der letzten 30 Tage für tinto.de und dazugehörende Projekte angeschaut und die Browser-Top-Ten mit den häufigsten Browsern vor einem Jahr verglichen.


Browser im Februar/März 2015 (prozentual an der Gesamtzahl der Sitzungen)
Browser im Februar/März 2014 (prozentual an der Gesamtzahl der Sitzungen)
Wie man sieht, hat sich die Bedeutung der Browser verändert. Während 2014 Google's Chrome noch auf dem 4. Platz lag, 6 Prozent hinter dem Internet Explorer (IE), hat Chrome 2015 Platz 2 erobert und liegt nur wenig hinter dem Firefox auf Platz 1.

Browser-Top-Ten 2015 (2014)            
1. Firefox  27,64 %  (30,76 %)
2. Chrome 24,04 %  (14,07 %)
3. Safari    22,73 %  (21,06 %)
4. IE          15,90 %  (14,7 %)
5. Android  7,80 %  (30,76 %)
8. Opera      1,03 %  (30,76 %)
9. Safari (in-app) 0,25 %  (30,76 %)
10. Amazon Silk 0,24 %  (Vorjahr 30,76 %)

Noch mehr Einblick erhält man, wenn man Browser und Gerätekategorien (desktop für Desktop, tablet für Tablet, mobile für Mobilfunkgerät/Smartphone) kombiniert: Auf dem Desktop liegt Chrome immer noch auf Platz 3 hinter Firefox und IE), aber während sich Chrome Desktop von 10 auf 12 Prozent Anteil verbessert hat, mussten Firefox und IE deutlich abgeben. Chrome mobile ist sogar von nur 4 auf 9 Prozent gestiegen, Safari mobile während der gleichen Zeit nur von 6 auf 8 Prozent. Es sind also die mobilen Nutzer und allgemein Google Chrome, die die Browser-Top-Ten aufmischen.

Browser Gerätekategorie im Februar/März 2015 (prozentual an der Gesamtzahl der Sitzungen)
Browser Gerätekategorie im Februar/März 2014 (prozentual an der Gesamtzahl der Sitzungen)
Laut Cisco wuchs die Zahl der mobilen Geräte 2014  weltweit um knapp 500 Millionen Geräte. Der Trend wird sich wohl kaum umkehren. Bei der Ausrichtung der Webseiten und Blogs auf die Nutzerbedürfnisse muss man nicht nur die verschiedenen Fenster-/Darstellungsgrößen, die mit den Mobilen kommen, sondern auch die Bedeutung der verschiedenen Browser der Nutzer im Auge haben.

Siehe auch
Achtung, die Mobilen kommen!


Donnerstag, 19. Februar 2015

Bits und Bytes verstehen dank CS50-MOOC

Harvard’s am besten besuchter Kurs war 2014 ein Informatikkurs: Computer Science 50 (CS50). 825 regulär eingeschriebene Studierende belegten den Kurs, der auch über edX – eine von der Harvard-Universität und dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) gegründete Lernplattform – als Massive Open Online Course (MOOC) CS50x angeboten wurde. Für den MOOC hatten sich 366.231 TeilnehmerInnen aus aller Welt eingeschrieben* – ich war eine von ihnen. 

Wir leben inmitten der digitalen Revolution. Der Computer ermöglichte die Raumfahrt und verändert seit dem beständig unsere Arbeitswelt, unser Leben zuhause, wie wir miteinander kommunizieren und unsere Gesellschaft. Und die digitale Revolution ist noch längst nicht abgeschlossen: Viel wird sich noch durch die Realisierung vom „Internet der Dinge“ sowie durch die (Weiter-) Entwicklung von Robotern und so genannter künstlicher Intelligenz verändern. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter dem Gehäuse von Computern, PCs, Notebooks, Smartphones oder Robotern? Wieso können sie, was sie tun?
Mein edX/HarvardX Honor Code Certificate
Seit Jahren befasse ich mich teils neben- und teils hauptberuflich mit Rechnern, Rechnernetzen, ihrer Administration und ihren Kommunikationsprotokollen. Trotzdem blieb da immer eine Ebene, nämlich die der Programmierung, die für mich noch zu viele Geheimnisse enthielt. Zwar hatte ich schon Webseiten programmiert, aber doch mehr über Learning by Doing und ohne die Grundlagen dahinter zu kennen. Nach und nach erschloss ich mir zwar über einen Semesterkurs und mehrere MOOCs Teilbereiche der Informatik: dynamische Webseiten, Datenbanken, Suchmaschinen, Blogs. Trotzdem blieb immer ein Gefühl des Schwimmens im Abstrakten – die Aufgaben waren für mich wie das Lösen von Kreuzworträtseln, danach ging es irgendwie nicht weiter, mir fehlte immer noch der Sinn dafür, wie man Ideen oder Probleme in Software umsetzen beziehungsweise sie damit lösen kann. Diesen Sinn für digitale Lösungen bekam ich erst durch die Teilnahme am CS50-MOOC 2014.

Durch CS50 lernte ich, Aufgabenstellungen in die "Denkweise" eines Computers zu übersetzen und darauf basierend Programme zu schreiben. Zu den im Kurs gestellten Aufgaben gehörten Programmierarbeiten im Bereich Spieleentwicklung und Computerforensik, interaktive Webseiten zu erstellen und vieles mehr. Das Abschlussprojekt bestand in der Aufgabe, selbst ein „Problem“ zu identifizieren und eine Lösung dafür zu programmieren – sei es für ein Smartphone oder einen Rechner, sei es für die Administration, für Vorgänge in den Programmtiefen oder an der (Endnutzer-) Benutzeroberfläche. Ich programmierte eine kleine Webanwendung für Hobbygärtner "Mein Pflanzenarchiv", die Hobbygärtnern das Erinnern an ihre Sorten, Pflanzungen und Erfahrungen erleichtern soll.

Es hatte geheißen, der Kurs sei für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet, wobei empfohlen wurde, sich nicht an anderen Teilnehmern zu messen, sondern nur die eigene Entwicklung zu bewerten. Die gestellten Aufgaben zu lösen, war ab der dritten Lerneinheit nicht gerade einfach und teilweise ziemlich zeitaufwendig - auch für mich, obwohl ich einige Kenntnisse mitbrachte. Aber andererseits waren wir alle erstaunt, wie viel wir schon nach kurzer Zeit selbstständig fertigbrachten. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass dieser CS50-Kurs/CS50x-MOOC die Themen spielerisch und anschaulich aufrollt und jedes Thema auf mehrere Arten erklärt wird. Nicht umsonst gehört David J. Malan, der Dozent, inzwischen zu den Rockstars unter den Informatik-Dozenten.

825 reguläre Studierende plus 366.231 MOOC-TeilnehmerInnen* zu betreuen, erfordert einiges an Organisation und Infrastruktur (und den Einsatz von neuen digitalen Medien), wenn man möglichst vielen Menschen Spaß an der Sache und außerordentliche Lernerfolge vermitteln will. Deshalb besteht das CS50/CS50x-Team inzwischen aus 100 Personen*. Die bekanntesten sind neben David Malan die Teaching Fellows (TF, mitwirkende Studierende älterer Semester) Rob Bowdon, Zamyla Chan, Jason Hirschhorn und andere, die viele der Erklärvideos erstellt haben, und auch sonst den Studierenden Hilfestellung leisten.

 CS50 bzw. CS50x wird auch 2015 wieder angeboten. Man kann:
  • völlig losgelöst die Online-Inhalte nutzen (OpenCourseWare) - kostenlos, 
  • mit formloser Bescheinigung bei erfolgreicher Bewältigung von Aufgaben und Abschlussprojekt (edX Honor Code Certificate) abschließen – kostenlos (mein Zertifikat siehe Abbildung oben), 
  • mit offizieller Bescheinigung bei erfolgreicher Bewältigung von Aufgaben und Abschlussprojekt (edX Verified Certificate) abschließen – 90 US$ Gebühr, 
  • mit offizieller Bescheinigung bei erfolgreicher Bewältigung von Aufgaben und Abschlussprojekt (Harvard University CS50 Certificate) beenden – 1000 US$ Gebühr, 
  • mit akademischen Leistungspunkten (Course Credits) bei erfolgreicher Bewältigung von Aufgaben, Prüfungen und Abschlussprojekt (Harvard University Course Credits) abschließen – 2.200 US$ Gebühr. 
Die teuerste Variante ist der offizielle Semesterkurs (Registrierung war bis 2. Februar 2015 möglich), an dem man „on campus“ oder online teilnehmen kann. Der hohe Preis erklärt sich durch die intensive Betreuung, Zusatzleistungen und sonstigen Mehraufwand. Alle Einzelheiten zu den verschiedenen CS50-Teilnahmemöglichkeiten hier.

Ich kann CS50 jedem, der sich mehr als nur theoretisches Wissen über Informatik aneignen möchte, empfehlen. Der Kurs ist alles andere als trocken, beinahe sogar süchtig machend. Man entwickelt ein besseres Verständnis für die digitale Welt, in der wir leben. Das ist nicht nur für die, die in die Softwareentwicklung gehen wollen, hilfreich, sondern auch für Journalisten, Wissenschaftler, eigentlich für alle neugierigen Menschen. Viele - so auch ich – hoffen sogar auf eine Fortsetzung von CS50. Wir wollen noch mehr wissen und in einem Rahmen, wie CS50 ihn bietet, macht das Lernen viel mehr Spaß und die Erfolge sind viel schneller da, als wenn man sich alleine durch Informationsangebote im Internet oder anderswo kämpfen muss.

* Die Zahlen stammen von David J. Malan im CS50 Reddit AMA (AMA steht für Ask Me Anything)

Das könnte Sie auch interessieren

Mittwoch, 4. Februar 2015

Achtung, die Mobilen kommen

Der Anteil an Nutzern, die mit Smartphone und Tablets auf Webseiten zugreifen, ist inzwischen so groß, dass es höchste Zeit ist, sich als Webseitenbetreiber mit dem Thema gerätegerechte Webseitendarstellung zu befassen. Andernfalls verprellt man wegen der nicht optimalen Nutzererfahrung beim Seitenbesuch seine Besucher und Kunden, rutscht in den Suchmaschinenergebnissen nach hinten und verschlechtert mit der Zeit seine Reichweite und alles, was daran hängt. Eine Lösung für das Problem heißt Responsive Webdesign. Aber wie geht man bei der Umstellung eines Konglomerats aus über Jahrzehnte entstandenen Webseiten und Blogs vor?

Nachtrag zum "Mobilegeddon": Google hat inzwischen in seinem Entwicklerblog veröffentlicht, dass die Mobile Friendliness (Nutzerfreundlichkeit für Mobilgeräte) ab dem 21. April 2015 als Ranking-Signal für die Suchergebnisse für Smartphones berücksichtigt wird.

Lange schien mir der Aufwand, mein Webangebot so umzustellen, dass die Webseiten sowohl mit einem Desktop-Computer als auch mit mobilen Endgeräten optimal dargestellt werden angesichts der sehr niedrigen Besucherzahlen mit mobilen Geräten wie Smartphone und Tablet zu hoch. Als mir vor ein paar Tagen das Google-Webmaster-Team schrieb: Beheben Sie Probleme der mobilen Nutzerfreundlichkeit auf www.tinto.de/, war das für mich Anlass, mich mal wieder genauer mit meinem Webseiten- und Blog-Traffic zu befassen.

In den letzten 12 Monaten (Kreisdiagramm oben) nutzten etwa 35 Prozent der tinto-Besucher ein Smartphone (rot) oder ein Tablet (blau). 65 Prozent nutzten einen Desktop-Computer. Im Jahr davor waren es noch wesentlich weniger Mobile (Kreisdiagramm unten).
Seit 1998 erstelle ich für tinto Webseiten und Blogs zu allem, wozu ich glaube, Wissen oder Erfahrungen beitragen zu können. Ich realisierte meine Vorstellungen mit Tools und Programmierkenntnissen, die ich zur jeweiligen Zeit hatte. Die Zahl meiner Seiten und der Besucher wuchs über die Jahre zu einem kleinen Imperium. Aber waren es bis vor wenigen Jahren fast ausschließlich Desktop-Nutzer, die meine Angebote nutzten, zeigt der jüngste Blick in mein Trafficanalyse-Tool Google Analytics, dass in den letzten 12 Monaten 35 Prozent der Besucher mit mobilen Endgeräten wie Smartphone und Tablet kamen. Im Jahr davor waren es noch knapp 23 %. Laut Statista surfen sogar 54 Prozent der Deutschen mobil.

Dabei sind meine Besucher keine "Digital Hipsters", sondern ganz normale Verbraucher aller Altersklassen, die sich für Garten-, Gesundheits- und andere Verbraucherthemen interessieren. Je nach Zielgruppe, wird bei anderen der Anteil der mobilen Nutzer auf ihren Webseiten noch wesentlich höher sein.

Infografik: 54% der Deutschen surfen mobil | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Trafficanalyse, responsive Webdesign und Prioritätensetzung stehen jetzt auf meinem Stundenplan

Bei einem Responsive Webdesign passt sich die Darstellung der aufgerufenen Webseite oder des Blogartikels automatisch an den Nutzer, beziehungsweise an sein Gerät oder seine Bildschirm-/Fenstergröße, an. So werden beispielsweise Elemente auf einem Desktop mit seinem großen Bildschirm und entsprechend großen Fenstern nebeneinander gezeigt, auf einem Smartphone dagegen untereinander. Auch Schriftgrößen und Menüs können für verschiedene Besuchergeräte, deren Auflösung oder Fenstergröße unterschiedlich konfiguriert werden. Technisch wird das durch die Programmierung nach den neuen Möglicheiten und Standards von Hyper Text Markup Language (HTML5), Cascading Style Sheets (CSS3, Media Queries) und JavaScript umgesetzt.

Zwar habe ich meine neuesten "von Hand" programmierten, kleinen Projekte wie tinto-Horoskop gleich responsive umgesetzt oder sie nachträglich auf responsive umgestellt (beispielsweise Gartenblogs, Mein Pflanzenarchiv und Mein Outfitarchiv), sodass die Seiten bei Aufruf durch ein Smartphone anders angezeigt werden als bei Aufruf per Desktop. Dabei passt sich die Darstellung an die Fenstergröße an - man kann das ausprobieren, indem man die Seite aufruft und das Browserfenster verkleinert.

Auch meine Blogs ließen sich recht einfach so konfigurieren, dass Besucher mit einem mobilen Gerät eine andere Version der Seite gezeigt bekommen - sowohl mein tinto bloggt-Blog, den ich mit Wordpress (php und MySQL) erstellt habe, als auch die verschiedenen Blogger-Blogs wie dieser. Dank passender Vorlage (Theme) waren nur ein paar Klicks nötig, um das Feature zu aktivieren. Allerdings steckt hier der Teufel im Detail: Bei der Überprüfung mit einem Mobile-Phone-Emulator stellt man fest, dass das Ergebnis nicht auf jedem Endgerät optimal ist.

In welcher Reihenfolge auf Responsive Webdesign umstellen

Im Gegensatz zu Blogs oder anderen Content-Management-Systemen (CMS) lassen sich alte statische Webseiten, die oft mit proprietären Webdesign-Programmen erstellt wurden, nur aufwendig umstellen. Doch die Zeit drängt - so scheint mir -, wenn man nicht ausschließlich Desktop-Nutzer als Zielgruppe hat und seine mobilen Besucher nicht verlieren möchte.

Hilfreich: Der Emulator und der Punkt Nutzerfreundlichkeit
unter dem Reiter Mobile von Google PageSpeed Insights
Gerade wegen meiner über Jahre gewachsenen, nicht homogenen Projekte und wegen des hohen Aufwands muss ich eine sinnvolle Reihenfolge finden, wie ich bei der Umstellung vorgehe. Im Grunde geht es darum, Webprojekte/-seiten mit dem größten potenziellen Effekt zu identifizieren. Doch welcher Effekt ist mir überhaupt der wichtigste: Reichweitenverbesserung für bestimmte Botschaften, Erhöhung meines Bekanntheitsgrades, Erreichen potenzieller Auftragskunden (Werbekunden, Textaufträge-Kunden), sonstige Selbstvermarktungseffekte und/oder Affiliate-Werbeeinnahmen? Am liebsten natürlich alles.

Es gibt viele Möglichkeiten, eine Reihenfolge zu finden, beispielsweise:
  • entlang der hierarchischen Struktur
  • Webprojekte/-seiten nach Traffic-Kennzahlen sortieren und bei denen mit den höchsten Werten für alle Geräte beginnen. (Das kann allerdings davon beeinflusst sein, wie gut die Seiten bereits für die Ansprüche mobiler Geräte "versehentlich" optimiert sind). 
  • Webprojekte/-seiten nach Werbeeinnahmen-Kennzahlen sortieren und bei denen mit den höchsten Werten für alle Geräte beginnen. (Das kann auch davon beeinflusst sein wie gut die Seiten oder zumindest die Werbung darauf bereits für die Ansprüche mobiler Geräte optimiert sind). 
  • Webprojekte/-seiten danach sortieren, wie oft auf sie mit mobilen Geräten zugegriffen wird. (Es ist allerdings möglich, dass Suchmaschinen wie Google mobilen Geräten bevorzugt bereits "versehentlich" optimierte Seiten in den Suchergebnissen zeigt) 
  • Webprojekte/-seiten danach sortieren, wie oft sie von mobilen Geräten ohne Verweildauer verlassen werden 
  • Planen, welche Themen und Webseiten als nächstes gefeatured werden sollen und diese umstellen und updaten 
Während eine Vorgehensweise anhand der Struktur nur bei einem geschlossenen Projekt, das als Ganzes neu veröffentlicht wird, Sinn macht, muss man meiner Meinung nach zum Priorisieren von Projekten oder Einzelseiten, die alleine geupdated werden sollen, letztendlich (fast) all die anderen Möglichkeiten berücksichtigen - gewichtet entsprechend den persönlichen Prioritäten, um den größtmöglichen Effekt zu erzielen.

Da wartet ein riesiger Berg Arbeit. Packen wir es an.

Hilfsmittel 

Während der Umprogrammierung hilfreich:

Weitere Informationen
Anzeige


Montag, 5. Januar 2015

Business-Outfits versus Kleidung im Job - ein paar Gedanken

Jeder Modekatalog und jeder Online-Shop für Bekleidung enthält eine Abteilung "Business-Outfits". Dabei entspricht der strenge Businessstil nur bei wenigen dem, was sie üblicherweise im Job anziehen.

Als ich meine Web-App www.mein-outfitarchiv.de mit Outfits aus meinem Kleiderschrank bestückte, kam ich bei der Kategorie "Business" für Businessmode/Businesskleidung ins Grübeln.

Hat ein Business-Outfit tatsächlich etwas mit der üblichen Kleidung am Arbeitsplatz zu tun? Wohl eher nicht, denn dann stände Businessstil für alles vom Blaumann über den Arztkittel bis zum Astronautenanzug.

Formelles Business-Outfit ist nur
bei wenigen die Alltagskleidung
im Beruf
Stattdessen steht strenger Businessstil für einen formellen Chic - klassischer Hosenanzug oder Kostüm - , dunkel im Winter, helle gedeckte Farben im Sommer. Für Kleidung, die durch ihre strengere Form Format verleihen soll.

Sicher, manch einer will sich mit Businesskleidung mehr Wichtigkeit verleihen, als ihm/ihr zusteht, andererseits kann Businesskleidung auch ein Zeichen von Respekt sein. Sie sagt, dass man die persönliche Bequemlichkeit oder Selbstdarstellung hinter einer gewählten oder zugewiesenen Aufgabe (seines Arbeitgebers) mehr oder weniger zurückstellt.

Strenge Business-Outfits passen nicht zu jedem Beruf

Strenge Businesskleidung hatte in meinem Berufsleben bisher wenig Bedeutung, obwohl ich meinen Beruf immer sehr wichtig genommen habe und auch nicht die schlechtesten Berufe hatte.

Aber wäre ich als Gartenbau-Ingenieurin oder später als technische Redakteurin in der Informationstechnologie/Telekommunikation in formeller Business-Kleidung zur Arbeit gekommen, hätten mich wohl alle schief angeschaut, obwohl ich in beiden Fällen fast überwiegend im Büro am Computer gearbeitet habe.

Im Gartenbau hätte der Business-Anzug Nichtzupacken signalisiert - den KollegInnen, dem/der Vorgesetzten und den KundInnen bzw. der Klientel (Gärtner, andere Praktiker, Wissenschaftler, Hobbygärtner, Presse).

In der technischen Redaktion hätten RedakteurskollegInnen mir vermutlich übermäßigen Ehrgeiz unterstellt; Entwickler und Tester, mit denen ich besonders gerne zusammengearbeitet habe, hätten mich, die Businessanzug tragende Person, vermutlich automatisch in die Marketing-Schiene einsortiert - eine Spezies, die bei Spezialisten aus der IT nicht allzu beliebt ist, weil man ihr unterstellt, grundsätzlich mehr sein zu wollen, als sie ist.

Formelle Business-Outfits durfte/musste ich bisher nur zu Vorstellungsgesprächen oder auf Messen anziehen.

Das Outfit in der Kunden-Kommunikation

Ein Outfit ist auch "Kommunikation", denn es bestimmt den ersten Eindruck.

Wie formell das Business-Outfit sein darf oder muss, hängt davon ab, in welcher Branche man arbeitet und was dort üblich ist, welche Position man innehat, wie sehr man das Unternehmen repräsentieren muss, ob man Kundenkontakt hat, welcher Art die Kunden sind, welche Wirkung man beim Kunden mit der Kleidung erzielen will/soll/muss.

Anzeige


Bankangestellte genauso wie Standesbeamte und Marketingberater tragen beispielsweise Businesskleidung auch aus Respekt vor dem Kunden (und dem Wert seines Geldes bzw. der Bedeutsamkeit seines Handelns) - sie müssen Sorgfalt und Zuverlässigkeit ausstrahlen und die Kleidung muss in perfektem Zustand sein. Sie tragen daher tatsächlich oft sehr formelle Businesss-Kleidung.

Es gibt allerdings auch Gelegenheiten, bei denen Gummistiefel und hochgekrempelte Ärmel selbst bei denen, die normalerweise im strengen Business-Outfit zur Arbeit müssen, das wirkungsvollere Signal senden - was inzwischen besonders PolitikerInnen bei ihren Medienterminen gut einzusetzen wissen.

Legere Business-Outfits ("Business Casual")

Wer nicht am Schreibtisch arbeitet, hat meistens eine Berufskleidung (Uniform, Overall, Kittel o. ä.), die seine persönliche Kleidung schützt oder verbirgt. Die, die strenge Business-Outfits - also Anzug oder Kostüm - tragen müssen, ziehen im Prinzip auch eine Uniform an, bei der es nur wenig Variationsmöglichkeiten gibt. Alle anderen müssen sich Tag für Tag überlegen, wie sie sich für die Arbeit passend anziehen und sich gleichzeitig wohlfühlen.

Manchen reicht es, wenn ihre Kleidung sauber, nicht allzu zerknittert und ohne Löcher ist. Für die, die mehr wollen, ist "Business Casual" die Lösung. Dabei werden Kleidungsstücke (in einwandfreiem Zustand) so zu einem Outfit zusammengestellt, dass sie ein stimmiges Bild der Person bieten - stimmig bezieht sich auf die Optik (Farbkombination, Form etc.), die Persönlichkeit des Trägers und die Aufgabe im Job/Team.

Outfits für das Home-Office

Alleine im Home-Office als Bloggerin, Journalistin, Autorin, Texterin und technische Redakteurin kann ich natürlich anziehen, was ich will. Ich würde mich "overdressed" fühlen, wenn ich im Hosenanzug oder Kostümchen am Schreibtisch säße, andererseits geht zu viel Schlampigkeit aufs Gemüt. Ich persönlich fühle mich beim Arbeiten am wohlsten mit bequemen, modischen Outfits im "Business-Casual"-Stil nach meinem Geschmack. Damit signalisiere ich mir selbst: Ich bin "wertvoll" genug, mich für mich selbst ein bisschen schön zu machen. Und ich gerate auch nicht in Panik, wenn es unerwartet an der Tür klingelt.

Ich gebe zu, dass ich es manchmal im Laufe meines Berufslebens bedauert habe, mich für die Arbeit nicht schick aufbrezeln zu können - aber nur an 2 von 300 Tagen, an den anderen genoß und genieße ich es, frei zu sein - auch wenn das beim Arbeiten außer Haus manchmal schwierige Entscheidungen am Morgen erfordert. Aber jetzt mit den in meiner Outfit-Web-App gespeicherten Kombinationsideen finde ich die Kombinationsmöglichkeiten schneller als früher - auch das kleine Problem ist also weg.

Anzeige