Freitag, 24. April 2020

Mittagessen im Homeoffice: Schnellgerichte und andere Tricks

Im Homeoffice eines Freiberuflers, Selbstständigen oder Angestellten ist die Zeit genauso knapp wie im Büro eines größeren Unternehmens. Doch in Unternehmen gibt es oft Kantinen oder andere Lösungen für das Mittagessen. Wie stellt man es als Homeoffice-ArbeiterIn an, auch bei Zeitdruck ein gutes Essen für sich (und möglicherweise für eine ganze Familie) auf den Tisch zu bringen?(aktualisiert 2020 angesichts der Corona-Pandemie, während der viele isoliert in Quarantäne sind und/oder im Homeoffice arbeiten).

Thymian-Käsesoße mit Pellkartoffeln
Löwenzahn-Bratkartoffeln mit Speck
Teriyaki-Chinakohl mit Pilzen, Paprika, Chili und Reis

Hier Kunden- und Lieferantenanfragen beantworten, da Aufträge erfüllen, neue Projekte entwickeln und sich außerdem nebenbei fachlich auf dem Laufenden halten, die Buchführungspflichten und die Finanzamtswünsche erfüllen - der Arbeitsdruck ist oft groß. Als Homeoffice-Arbeiter - sei es freiberuflich, selbstständig oder angestellt – hat man genauso wenig oder weniger Zeit für die Mittagspause wie Kollegen in der Firma, die oft den Vorteil einer Kantine in der Nähe genießen. Wie stellt man es also an, ein gutes, gesundes und sättigendes Essen auf den Tisch zu bekommen, ohne zu viel Zeit für die Zubereitung zu investieren?

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Immer nur einen Bringdienst zu nutzen, ist auf Dauer zu einseitig und außerdem schlecht für Gesundheit und Geldbeutel. Und Miracoli-Nudel- und andere Fertig- und Halbfertig-Gerichte hängen einem nach einer Weile auch zum Halse heraus. Wer selbst einkauft oder (während Korona-Quarantäne) vom Lebensmittelhändler liefern lässt und zubereitet, weiß außerdem, was genau er da auf den Tisch bringt, und hat die Kontrolle über die Zutatenqualität.

Mein Trick für die schnelle gute Küche im Homeoffice: Ich habe mir eine Liste mit Lieblingsgerichten gemacht und achte darauf, dass ich die Zutaten für mehrere der Gerichte zu Hause habe. Um die Zeit für das Einkaufen zu sparen, lasse ich mir die meisten Lebensmittel und Getränke übrigens liefern.

In Fertigteig (Strudelteig, Blätterteig, Pizza-/Hefeteig) lässt sich Leckeres unterbringen: (vorgebratene) Gemüse wie beispielsweise Spinat oder Chicoree, wahlweise pur oder mit Eirahmmasse, Schinken und/oder Käse, aber auch (vorgedünstetes) Obst wie Äpfel, Rosinen und vieles andere. Im Bild: Blätterteig nur mit Schafskäse gefüllt, im Kleinbackofen gebacken - Arbeitsaufwand wenige Minuten. Dazu passt Salat.
Endiviensalat mit Speck

Die Lieblinge aus meiner Schnellgerichte-Liste:
  • Tex-Mex-Spiegeleier mit Baguette-Brot
  • Löwenzahn-Bratkartoffeln mit Speck
  • Thymian-Käsesoße mit Pellkartoffeln oder Nudeln
  • Bohnen-Champignons-Gemüse mit Fettucine
  • Schnelle Spaghetti mit Gemüse-Tomatensoße
  • Spargel mit Thymian-Käsesoße und Pellkartoffeln
  • Grünen Spargel (oder Zucchinischeiben) in Olivenöl braten, blättrig geschnittenen Knoblauch dazu geben und etwas anschwitzen lassen, gekochte Pasta/Spaghetti/Tagliatelle (vom Vortag) dazu und mit Parmesan bestreuen.
  • Bohnen-Tomatengemüse mit Dill und Schafskäse auf Brotstücken
  • Chili sin Carne soll zwar lange kochen, aber macht wenig Arbeit und kann am Vortag vorgekocht werden.
  • Weißkraut-Eintopf mit Möhren und Wurst kocht zwar lange, aber macht wenig Arbeit und kann auch am Vortag vorgekocht werden.
  • Feldsalat mit gebratenen Pilzen
  • Endiviensalat mit Speck
  • Tagliatelle mit Paprika, Chili, Schafskäse (und optional mit weiteren Gemüsen oder Lachs)
  • Teriyaki-Chinakohl mit Pilzen, Paprika, Chili und Reis
  • Weizentortillas wie Pizza belegen und wrappen
  • Weizentortillas wie Elsässer Flammkuchen belegen und wrappen
  • Weizentortillas in der Pfanne anwärmen und mit gemischtem Salat (inkl. Avocado-Stücke) füllen, Zitrone-Olivenöl-Vinaigrette drüber träufeln und wrappen
  • Gnocchi mit gebratenem Gemüse (Zwiebeln plus Zucchinischeiben oder Chinakohl in Streifen) und Gorgonzola-Soße. Während die Gnocchi kochen, Zwiebeln und Gemüse anbraten, Gorgonzola darüber scmelzen lassen, mit Magermilch ablöschen, umrühren, Gnocchi dazu.
  • Tex-Mex-Bratkartoffeln aus Pellkartoffeln (eventuell vom Vortag) mit Zwiebeln, Tomaten, Tabasco und Spiegelei
  • Omelett mit Schafskäse, dazu Reis oder Weißbrot und gebratene Zucchinischeiben
  • Rahmspinat (aus dem Eisfach oder dem Gefrierschrank) mit Pellkartoffeln und Spiegelei
  • Gebratener oder Gebackener Fisch (-Stäbchen) mit Kartoffelsalat aus vom Vortag übrigen Kartoffeln (oder mit Steakhouse-Fritten aus dem Tiefkühlfach, im Backofen gebacken) und dazu Kräuterquark/Kräuter-Sour-Cream oder Remouladensoße
  • Wok-Gemüse-(Hackfleisch-)Pilzmischung mit Sojasoße abgelöscht, Mungbohnenkeimlinge einmischen, dazu Reis
  • Gekochte Spaghetti mit Kirschtomaten, Knoblauch, Krabben, Petersilie kurz in der Pfanne anbraten, Streukäse drüberstreuen und einschmelzen lassen
  • Pfannkuchen süß (mit Zucker oder Marmelade)
  • Pfannkuchen süß amerikanisch (für die Zubereitung nehme ich statt Milch Magerjoghurt und etwas Backpulver, servieren und genießen mit Ahornsirup)
  • Blätterteig (fertig aus der Frischetheke) mit Schafskäse und/oder kurz mit Zwiebeln angeschwitztem Spinat oder anderem füllen und im Backofen backen. Dazu Salat.
  • Pfannkuchen pikant (mit gebratenen Zwiebeln und Pilzen oder mit Rahmspinat)
  • Geröstetes oder getoastetes Graubrot mit Tomatenmark bestreichen und mit Käse überbacken (im Kleinbackofen überbacken oder in der Mikrowelle kurz erhitzen, bis der Käse schmilzt). Etwas Oregano drüber streuen.
  • Überbackener Toast (Toast, (Schinken), Tomaten oder Ananas, Käse)
  • Thai-Curry z. B. mit Porree, Paprika, Zucchini und/oder Aubergine, Bambussprossen-Scheiben, Chili, Krabben, Currypaste und Kokosmilch, dazu Duftreis – das Gemüse kann man morgens schon schnippeln, zubereitet ist es in wenigen Minuten.
  • Tomaten mit Mozzarella, Basilikum, Olivenöl - dazu Baguette(-Brötchen)
  • Little-Lunch-Suppe (Biosuppe aus dem Glas) - eventuell mit angebratenem Gemüse pimpen, dazu Reis, Nudeln oder angebratene Weißbrotwürfel; italienische Variationen mit Nudeln zusätzlich mit Käse überbacken
Für die Zwischenmahlzeiten versuche ich genügend Gesundes wie Obst, Buttermilch, Smoothies, alkoholfreie Cocktails, Milk-Shakes, Radieschen, aber auch ein paar Sünden wie Erdnusslocken, Nüsse, (Bio-)Pudding, getrocknete Mangos, Datteln und Süßigkeiten vorrätig zu haben.

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Welche Vorschläge Lösungen, schnellen Rezepte und sonstigen Tipps habt ihr/haben Sie?
Einladung zur Blogparade - teilnehmen kann man mit einem ernsthaften oder witzigen Text-, Bild-, Cartoon-, Podcast- oder Video-Beitrag.

Blogparade – Bedingungen Die Blogparade lief ursprünglich bis zum 1.7.2015, ich nehme aber gerne Nachzügler. Alle sind herzlich eingeladen, sich an der Blogparade zu beteiligen – mitzubloggen und/oder unten zu kommentieren: Welche schnellen Rezepte und Tricks habt ihr/haben Sie?

Wer sich dem Thema "Mittagessen im Homeoffice" anders als mit einem "normalen" Blogartikel in Ratgeber-Art nähern möchte, beispielsweise mit einem witzigen Artikel, einem Cartoon, Bild, Podcast, Videocast oder auf andere Weise, ist genauso willkommen!
Wer mit einem Blogartikel, Video oder anderen Veröffentlichung mit einer URL an dieser Blogparade teilnehmen möchte, muss in seinem Blogpost/Beschreibungstext auf diesen Blog Bezug nehmen und einen Link auf diesen Blog setzen. Sobald dies geschehen ist, bitte einen Kommentar unter diesen Blogartikel setzen mit Titel und Link zum Blogartikel/Veröffentlichung, damit ich Bescheid weiß.

Jeden teilnehmenden Blogartikel/Veröffentlichung werde ich dann hier im Blogartikel zeitnah mit Titel und Dofollow-Link aufführen. Ich bin sehr gespannt auf eure/Ihre Meinungen und Erfahrungen.

Gemeldete Blogbeiträge:
Ich freue mich auf eure/Ihre Tricks und Ideen!


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Montag, 23. März 2020

Journalismus für Dummies (Buchvorstellung)

journalismus-dummies-vgwortBuchvorstellung und Meinung zu "Journalismus für Dummies" von Henriette Löwisch, erschienen im Wiley Verlag. (aktualisiert)

Fachbücher behandle ich normalerweise wie Magazine: Ich blättere sie durch auf der Suche nach für mich neuen Informationen und Aspekten, die ich mir dann abschnitts- oder kapitelweise einverleibe. "Journalismus für Dummies"* von Henriette Löwisch (Wiley Verlag) war anders: Ich fing vorne bei der "Schummelseite" (noch vor der Einführung) an und konnte nicht mehr aufhören zu lesen, bis ich alle Kapitel durch hatte - und zwar Wort für Wort.

Das lag nicht nur an meinem besonderen Interesse am Thema Journalismus, sondern daran, dass das Buch "Journalismus für Dummies" voll ist mit spannenden Geschichten aus dem journalistischen Alltag und dass es den Leser die Abläufe in einer Redaktion miterleben lässt. Immer wieder werden einschneidende Ereignisse der jüngeren Geschichte aus dem Blickwinkel des Journalisten gezeigt und es wird deutlich, wie wichtig guter Journalismus für die Gesellschaft ist und welche Verantwortung ein Journalist ihr gegenüber hat.

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Doch natürlich geht es bei "Journalismus für Dummies" auch um das Handwerkszeug - um das Schreiben, genauer: um Ideen, Recherche, Nachrichten und Geschichten sowie um die Darstellungsformen - und um Macht, Ohnmacht und Versagen der Presse (übrigens sehr interessant die Analyse, wie es trotz/wegen der vierten Gewalt im Staat - dem Journalismus - zum Irakkrieg kommen konnte, im hinteren Teil), und auch um die Licht- und Schattenseiten dieses Berufes und der Wege, die dort hinführen.

Journalismus für Dummies:
Die wichtigsten Themen im Überblick

  • Wozu Journalismus gut ist 
  • Das ist guter Journalismus 
  • Das ist schlechter Journalismus 
  • Was Journalisten nicht dürfen 
  • Wo die Nachricht herkommt 
  • Was die Nachricht wert ist 
  • Recherche 
  • Nachrichten schreiben 
  • Wie die besten Storys entstehen 
  • Geschichten und ihre Genres 
  • Wie wird eine Geschichte erzählt 
  • Geschäfte mit Geschichten 
  • Kommentare und Kampagnen 
  • Druck und Gegendruck 
  • Gefragte Eigenschaften des Journalisten 
  • Journalist werden 
  • Als Journalist arbeiten 

Journalismus für Dummies:
Die Autorin

Henriette Löwisch ist eine Journalistin mit klassischer Laufbahn: Von der Badischen Zeitung über die Journalistenschule in München und einem Journalistik-Studium in Deutschland und den USA führte ihr Weg sie zu einer Nachrichtenagentur, bei der sie zunächst als Auslandskorrespondentin die (Nachrichten-) Welt kennenlernte und später als Chefredakteurin die Berichterstattung der Agentur verantwortete - bis sie zurück an die Uni/Schule ging: als Gastprofessorin und Seminardozentin. Mitgewirkt an dem umfassenden Ratgeber hat auch ihr Bruder Georg Löwisch, der selbst Reporter und Dozent ist und von dem sie sagt, er hätte es ebenso gut selbst schreiben können.

Journalismus für Dummies:
Ein Ratgeber, der mein Herz klopfen machte

Die Autorin versteht es, das Besondere dieses Berufes bewusst zu machen: die ethischen Fragen, denen sich ein Journalist stellen muss; die Verantwortung des Journalisten, Dinge beim Namen zu nennen; der Mut zum Standpunkt, der nötig ist, um die Verpflichtung dem Leser und der Gesellschaft gegenüber wahrzunehmen - unter anderem, um "die Mächtigen" in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu kontrollieren. Beim Lesen war ich hin- und hergerissen zwischen Begeisterung und Ehrfurcht.

Auch wenn es ungerecht ist: Ein Buch wird vom Leser unter anderem an dem gemessen, was er erwartet hat. Wenn der Titel falsche Erwartungen weckt, ist die Gefahr groß, dass der Leser enttäuscht wird und das Buch schlecht bewertet. "Journalismus für Dummies" hat meine persönlichen Erwartungen übertroffen: Es bietet Praktisches zum journalistischen Schreiben, Einblicke in den Beruf, Amüsantes und viele Denkanregungen. Aber vor allem entfacht es das Feuer für einen guten Journalismus.

Ob ein Buch vom Leser geschätzt wird, hängt sicherlich auch davon ab, wie empfänglich der Leser oder die Leserin für die Botschaft ist. Bei mir ist die Botschaft angekommen. Das Buch erhält auf jeden Fall einen dauerhaften Platz bei mir im Regal und wird mich bei meiner weiteren Arbeit sicherlich unterstützen. Mein einziger Verbesserungsvorschlag: Jeweils eine Übersicht zur Geschichte des Journalismus, der Reichweite der Verlage und der Bedeutung der Medien zu haben, wäre schön - diese Informationen sind zwar alle im Text enthalten, aber mit einer Tabelle oder Grafik wären sie leichter erfassbar.

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Journalismus für Dummies:
Mein Fazit: 5 Sterne ***** (5 von 5)

"Journalismus für Dummies" von Henriette Löwisch (und Bruder) ist ein tolles Buch für Journalismus-Interessierte, Journalismus-Einsteiger und Blogger.

Hinweis:
Die Rezension bezieht sich auf die 1. Auflage von 2009, doch 2011 ist "Journalismus für Dummies" in der 2. Auflage erschienen, die meiner Meinung nach auch heute noch "relevant" ist.

Journalismus für Dummies*
Henriette Löwisch
Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA
352 Seiten
2. Auflage
ISBN 978-3527707461
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Montag, 17. Februar 2020

Englischkenntnisse öffnen Türen

Wenn ich überlege, was auf mein Leben seit Jahrzehnten einen gravierenden positiven Einfluss hat, dann fallen mir sofort meine Englischkenntnisse ein. Dank meiner Englischkenntnisse konnte ich die Welt bereisen, dabei Kontakte mit Menschen von überall her knüpfen, einen Job als technische Redakteurin im englischsprachigen IT-Umfeld finden, an Online-Vorlesungen und -Kursen amerikanischer Eliteuniversitäten teilnehmen, mich bei YouTube, Twitter und in sonstigen sozialen Netzen informieren und mit anderen aus aller Welt diskutieren. 


Englischkenntnisse öffnen Türen

Mein Schulenglisch war nicht besonders, und wenn ich als Zehn- oder Elfjährige im Urlaub mit meinen Eltern mal Englisch sprechen sollte, dann war mir mein unbeholfenes Gestottere peinlich. Andererseits hatte ich durch die Ferien im Ausland mitbekommen, wie sehr es die Einheimischen freut, wenn man als Fremder wenigstens die normalen Höflichkeiten in ihrer Sprache austauschen kann.

Ich hatte das Glück, dass mich meine Eltern mit 12 Jahren in einen Sprachurlaub in eine Familie nach Großbritannien schickten, damit ich meine Englischkenntnisse verbessern konnte. Dort gewöhnte ich mich ein wenig daran, mich im Alltag in einer Sprache auszudrücken, die ich noch nicht sehr gut beherrschte. Doch es dauerte noch ein paar Jahre, bis ich aus mir heraus unbedingt besser Englisch können wollte: als etwas ältere Teenagerin, die unbedingt die Welt bereisen und sich dabei "total cool" mit anderen in einer Fremdsprache, in dem Fall in Englisch, austauschen können wollte.

Um meine Englischkenntnisse zu erweitern, begann ich Bücher in Englisch zu lesen - und zwar alles, was ich in die Finger bekam, von "Ivanhoe" (viel zu schwer), über "Cannery Row" bis "Catcher in the Rye". Und tatsächlich wurde meine Vision bald wahr: Als Studentin reiste ich in den Semesterferien quer durch Europa und lernte Menschen aus aller Welt kennen. Ich konnte mich mit den meisten von ihnen inzwischen recht flüssig in Englisch verständigen, und das fühlte sich einfach toll an.

Auch nach meinem Studium arbeitete ich weiter an meinen Englischkenntnissen. Ich paukte auf dem Weg zur Arbeit englische Vokabeln und Grammatik, ich bereiste in Urlauben und während eines Sabbaticals die USA – und lernte das Land, wo Flipper, Lassie, King Kong und die Western meiner Kindheit gedreht worden waren, kennen. Und dank meiner Englischkenntnisse konnte ich mich mit Reisenden aus Großbritannien, Neuseeland und Australien zusammentun und mich natürlich überall mit den Amerikanern sehr gut verständigen.

Ist ja schön für sie, werden Sie sich vielleicht denken, dass sich die Englischkenntnisse so positiv auf das Reisen ausgewirkt haben, aber hat das Englischlernen auch beruflich etwas gebracht?

Ja, hat es.

Denn als ich aus Begeisterung für Computer und Internet mehr von dieser digitalen Welt mit den neuen Kommunikationsmöglichkeiten wissen wollte, halfen mir meine Englischkenntnisse dabei, mich in Computer- und Internetthemen einzuarbeiten, das amerikanische Internet, das schon wesentlich mehr Inhalte bot, zu erforschen, und einen tollen Job als Technische Fachredakteurin in der IT- bzw. TK-Welt zu finden (IT steht für Informationstechnologie, TK für Telekommunikation). Englisch ist dort die Sprache der internationalen Meetings, Englisch sind die Dokumente der Entwickler und des Produkt-Managements, auf deren Basis man die Manuale und Online-Hilfen inhaltlich entwickelt, und auch die Nutzeroberflächen der in einer Technischen Redaktion genutzten Software sowie auch die Nutzeroberflächen der Software, die man beschreibt, sind in Englisch bzw. in technischem Englisch. Und natürlich werden die Handbücher und Online-Hilfen für internationale Kunden auch in Englisch geschrieben. Es ist ein tolles Zusammenarbeiten mit Menschen aus aller Welt.

Meine Englischkenntnisse helfen mir auch nach wie vor bei meiner beruflichen Weiterbildung: Nur dank meiner Englischkenntnisse war ich in der Lage nebenberuflich an ausländischen Universitäten zu studieren: Ich belegte in den letzten Jahren einen Informatik-Semesterkurs an der Harvard University Extension School als Online-Teilnehmerin, ich besuchte zahlreiche kostenlose Massive Open Online Courses (MOOCs) zu IT- und Bildungsthemen, die in Englisch unterrichtet werden, und zwar von der Stanford-Universität, Udacity.com, Duke University (bei Coursera.org) und anderen. In Kürze beginnt mein nächster nebenberuflicher Informatikkurs, angeboten vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) im Rahmen des EdX-Programmes.

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Vielleicht hört sich das für manch einen nach Mühe und Schweiß an, aber für mich ist das ungeheuer aufregend und ich empfinde diese Möglichkeiten als unendlich große Bereicherung meines Lebens. Tatsächlich überlege ich, noch einen Schritt weiterzugehen und das Tor zu einer weiteren Welt aufzustoßen: Indem ich als nächstes Chinesisch lerne!