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Samstag, 17. Juni 2017

Letzte Blogartikel, Foren- und Social-Media-Beiträge als Linklisten in eine Website einbinden

Damit die Einstiegseite einer Website nicht immer gleich aussieht und gleiche Inhalte zeigt, lassen sich die neuesten Beiträge aus Blogs, Foren und/oder Social-Media-Seiten als automatisch aktuelle Linklisten einbinden. Man kann auf die Art auch eine Nachrichtenseite ((Social) Media Newsroom) basteln, auf der man alle neuen Veröffentlichungen der verschiedenen Kommunikationskanäle wie Blogs, Foren, Twitter-Accounts sowie von Social-Media-Seiten aufführt. Von diesem Nachrichtenüberblick oder einer speziellen Nachrichtenseite profitieren nicht nur Kunden, Geschäftspartner oder andere Seitenbesucher, sondern auch man selbst beziehungsweise die Mitarbeiter sehen auf einen Blick, was alles in letzter Zeit online publiziert wurde. In diesem Blogbeitrag wird beschrieben, wie man mithilfe von FeedBurner automatisch eine Liste der letzten Blogbeiträge erstellen und einbinden kann.

Wie man die letzten Tweets mithilfe eines Twitter-Widgets als Twitterbox auf einer Webseite einbindet, wird bei Twitter auf Website einbinden erläutert. Für Foren von Forum-Romanum sowie für Facebook-Seiten gibt es ebenfalls einfache Lösungen. Mit Hilfe eines Werkzeuges kann man auch den eigenen Unternehmensblog oder Themenblog auslesen und eine Liste aus verlinkten Überschriften mit dem jeweiligen Textanfang automatisch generieren und auf einer beliebigen Website einbauen, ohne dass man selbst anspruchsvoll programmieren können muss. Wie beim Twitter-Widget muss man nur ein bisschen Code in den Quelltext der Webseite, auf der die Liste eingespielt werden soll, einfügen.

Ein Schnipsel Code bewirkt, dass immer die letzten Beiträge meines Blogs im gelb markierten Bereich auf der Portalseite von tinto.de aufgeführt werden.
Das Werkzeug meiner Wahl, mit dessen Hilfe ein Feed "gebrannt" und auch der Code zum Publizieren – in diesem Fall ist es JavaScript - generiert wird, ist der FeedBurner von Google, der einen Dienst namens BuzzBoost enthält. Der Haken: Offiziell hat Google die Programmierschnittstelle (Application Access Interface, API) seines kostenlosen FeedBurners schon 2012 eingestellt, bietet keinen Support mehr und unterstützt auch nicht mehr Adsense for Feeds, aber in der Praxis funktioniert der FeedBurner bei mir für die unten beschriebene Einbindungsfunktion bis heute einwandfrei. Ich habe ihn für Wordpress-, Blogger-, Tumblr-Blogs sowie für Googleplus-Seiten im Einsatz. Die Anwendung ist einfach und ein Social Media Newsroom ist damit schnell erstellt (Beispiel Social Media Newsroom von evaschumann.biz). Es gibt zwar keinerlei Angaben, wie lange Google den Service noch laufen lässt, aber das Problem, dass ein Dienst aus dem Internet verschwinden kann, hat man immer. Notfalls muss man auf Alternativen zum FeedBurner ausweichen – die sind teilweise kostenpflichtig, oft aber auch mit neuen Funktionen ausgestattet, – oder selbst programmieren.

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Alternativen zum Google FeedBurner 

Was ist ein Widget?
Ein Widget ist ein Dienst, der auf einem Bildschirm, also einer grafischen Oberfläche, angezeigt wird. Ein Widget ist im Gegensatz zur App kein selbstständiges Programm, sondern ist in eine Umgebung eingebunden. Web-Widgets, wie das Twitter-Widget, kann man in den Quellcode einer Webseite einfügen – an der Stelle wird dann der Dienst, in dem Fall die Twitterbox mit den letzten Tweets, angezeigt.

So sieht beispielsweise der Twitterbox-Widget-Code für meinen Account eva4tinto aus:
<a class="twitter-timeline" href="https://twitter.com/eva4tinto" data-widget-id="344824960914690048">Tweets von @eva4tinto</a> <script>!function(d,s,id){var js,fjs=d.getElementsByTagName(s)[0],p=/^http:/.test(d.location)?'http':'https';if(!d.getElementById(id)){js=d.createElement(s);js.id=id;js.src=p+"://platform.twitter.com/widgets.js";fjs.parentNode.insertBefore(js,fjs);}}(document,"script","twitter-wjs");</script>

Den musste ich aber nicht selbst programmieren, sondern konnte ihn mit Twitter in wenigen Minuten generieren und konfigurieren. -> Zur Anleitung Twitter auf Website einbinden


Was ist FeedBurner?
Ein Feed ist ein Nachrichtenstrom in einem Format, das mit dem passenden Feedreader dargestellt und gelesen werden kann. Manche Feedreader sind im Browser integriert, andere wie Feedly sind eigenständige Programme oder Apps.

Ein Feedburner ist ein Dienst, mit dem ein optimierter Feed erstellt wird. Außerdem lassen sich mit ihm Statistiken abrufen und analysieren, die Feed-Abonnenten verwalten, Feeds per E-Mail verschicken und vieles mehr.

FeedBurner ist ein Google Dienst, mit dem man einen Web-Feed optimieren („brennen“) und unter anderem über das Einbinden woanders bekannt machen kann. Im Grunde wird der Feed in eine Webseite eingebaut. Wie oben erwähnt hat Google allerdings die API, den Support und Adsense for Feed 2012 offiziell eingestellt, doch der FeedBurner und die alten Hilfen sind alle noch online.

Hinweis:
Manche Blogs werden öfter über einen Feedreader gelesen als direkt im Blog. Wer von Werbeeinnahmen seiner Anzeigen im Blog abhängig ist, sollte sich überlegen, ob er/sie den ganzen Feed für Feedreader freigibt oder nur Überschrift und erste Sätze mit Link zum vollständigen Originalartikel.

Anleitung, wie man Blogartikel-, Foren- und Social-Media-Beiträge als Linklisten in eine Website einbindet

Die Vorgehensweise hat mehrere Etappen, die wiederum jeweils aus mehreren Schritten bestehen. Dies sind die Etappen:
  • Zuerst wird der Feed mit FeedBurner „gebrannt“ und die Veröffentlichung vorbereitet. 
  • Dann wird optional „gebrandet“ (der öffentliche Link zum Feed gehört dann zur eigenen Domain und nicht zum FeedBurner). 
  • Schließlich wird der Code eingebaut.  

Etappe 1: Den Feed mit FeedBurner brennen

Voraussetzung für die Nutzung des FeedBurners ist ein Google-Konto.
  1. Gehen Sie zu http://feedburner.google.com und melden Sie sich mit Ihren Google-Daten an. Wer noch kein Google-Konto hat, klickt auf Weitere Optionen -> Konto erstellen und erstellt ein Konto.
  2. Nach dem Einloggen landet man auf der Seite My Feeds. Um einen Feed zu brennen, gibt man die URL des Feeds in das Feld unter Burn a feed right this instant. ein und klickt auf Next.

    Bei Tumblr lautet die Feed-URL beispielsweise http://evaschumann.tumblr.com/rss,
    bei Blogger-Blogs beispielsweise: http://beste-geldanlage.blogspot.com/feeds/posts/default oder http://text-und-kommunikation.blogspot.com/feeds/posts/default,
    bei meinem Wordpress-Blog (tinto bloggt) beispielweise http://www.tinto.de/tipps/feed/
    bei meiner Googleplus-Seite tinto – Tipps und Themen ist die URL http://gplus-to-rss.appspot.com/rss/116952844595275855722 (Ersetzen Sie einfach meine ID durch Ihre eigene.)

    Das Fenster Welcome! Let us burn a feed for you. wird geöffnet. 
  3. Übernehmen Sie die Vorschläge für den Feed Title und die Feed Address oder ändern Sie sie. Klicken Sie Next.
    Das Fenster Congrats! Your … wird geöffnet.
    Klicken Sie Skip directly to feed management.
    Das Feed-Fenster öffnet sich. 
  4. Klicken Sie auf den Reiter Optimize, dann links in der Navigation auf BrowserFriendly (Funktion sollte standardmäßig bereits aktiviert sein).
    Optimize Your Feed wird geöffnet.

    Die voreingestellten Appearance Options und die Content Options werden angezeigt. Hier muss normalerweise nichts verstellt werden.  
  5. Klicken Sie auf den Reiter Publicize, dann links in der Navigation auf BuzzBoost (standardmäßig noch nicht aktiviert).
    BuzzBoost wird geöffnet. 
  6. Die Feed Settings in BuzzBoost konfigurieren



    und dann auf Activate klicken.
    Die Einstellungen lassen sich danach jederzeit verändern und speichern.
    Im oberen Bereich wird nach der Aktivierung Your BuzzBoost Is Ready angezeigt. Dort können Sie (später, siehe Etappe 3) den Code entnehmen, mit dem Sie den Feed auf einer Webseite einbauen. 
So sehen die Code-Schnipsel aus, die man von FeedBurner erhält:
Skript-Beispiel für Wordpress-Blog:
<script src="http://feeds.feedburner.com/TintoBloggt?format=sigpro" type="text/javascript" ></script><noscript><p>Subscribe to RSS headline updates from: <a href="http://feeds.feedburner.com/TintoBloggt"></a><br/>Powered by FeedBurner</p> </noscript>

Skript-Beispiel für einen Blogger-Blog:
<script src="http://feeds.feedburner.com/BesteGeldanlage?format=sigpro" type="text/javascript" ></script><noscript><p>Subscribe to RSS headline updates from: <a href="http://feeds.feedburner.com/BesteGeldanlage"></a><br/>Powered by FeedBurner</p> </noscript>

Skript-Beispiel für eine Googleplus-Seite:
<script src="http://feeds.feedburner.com/appspot/pJND?format=sigpro" type="text/javascript" ></script><noscript><p>Subscribe to RSS headline updates from: <a href="http://feeds.feedburner.com/appspot/pJND"></a><br/>Powered by FeedBurner</p> </noscript>


Nur zur Information für besonders Interessierte

Zum Vergleich: So sah der Code zur Einbindung der Facebook Like Box aus:
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/likebox.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fpages%2FEva-Schumann-Text-Kommunikation%2F156644737729445&amp;width=330&amp;colorscheme=light&amp;show_faces=false&amp;border_color&amp;stream=true&amp;header=true&amp;height=427" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:330px; height:427px;" allowTransparency="true"></iframe>

Inzwischen ist die Like Box zwar offiziell aus dem Programmangebot genommen worden, funktioniert aber noch, da sie hinter den Kulissen in das neue Seiten-Plugin umgewandelt wird. Das neue Seiten-Plugin von Facebook for Developers generiert einen zweigeteilten Code:
Der erste Code-Teil ist das JavaScript Software Development KIT (SDK) und muss im Quelltext gleich nach <body> eingefügt werden. Er sieht so aus:
<div id="fb-root"></div> <script>(function(d, s, id) { var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0]; if (d.getElementById(id)) return; js = d.createElement(s); js.id = id; js.src = "//connect.facebook.net/de_DE/sdk.js#xfbml=1&version=v2.9"; fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs); }(document, 'script', 'facebook-jssdk'));</script>

Der zweite Code-Teil kommt im Quelltext dorthin, wo die Facebook-Box mit den letzten Posts ausgespielt werden soll. Er setzt sich folgendermaßen zusammen:
<div class="fb-page" data-href="https://www.facebook.com/Gartensaison/" data-tabs="timeline" data-small-header="true" data-adapt-container-width="true" data-hide-cover="false" data-show-facepile="false"><blockquote cite="https://www.facebook.com/Gartensaison/" class="fb-xfbml-parse-ignore"><a href="https://www.facebook.com/Gartensaison/">Gartensaison-Hobbygärtner</a></blockquote></div>

Und dies ist der Code zur Einbindung von Forenbeiträgen aus meinem Geld-Forum bei Forumromanum:
<script src="http://349849.forumromanum.com/member/forum/last_entry.php?action=ext_index&amp;USER=user_349849&amp;threadid=4&amp;page=10&amp;font=Arial&amp;font_size=2&amp;cell_width=120&amp;table_width=380"></script>
Für ein anderes Forum muss man nur die Nummer 349849 am Anfang und in der User-ID user_349849 ersetzen.

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Etappe 2 (optional): Branding

Oben habe ich gezeigt, wie der Code aussieht, den der FeedBurner BuzzBoost generiert. Allerdings habe ich meinen Feed gebrandet, sprich: ihm eine URL in meiner Domain verpasst, sodass mein Skript für den Einbau der Überschriften vom Wordpress-Blog nun so lautet:
<script src="http://feeds.tinto.de/TintoBloggt?format=sigpro" type="text/javascript"></script><noscript><p> Subscribe to RSS headline updates from: <a href="http://feeds.tinto.de/TintoBloggt"></a><br/>Powered by FeedBurner</p> </noscript>

So sieht das Skript beispielsweise für Blogger-Blogs aus: <script src="http://feeds.tinto.de/BesteGeldanlage?format=sigpro" type="text/javascript"></script><noscript><p> Subscribe to RSS headline updates from: <a href="http://feeds.tinto.de/BesteGeldanlage"></a><br/>Powered by FeedBurner</p> </noscript>

So funktioniert das Branding mit MyBrand – über Google FeedBurner konfiguriert: 
  1. Im Google FeedBurner in der Navigation ganz rechts oben auf My Account -> MyBrand klicken und den CNAME Alias kopieren.


  2. Beim Hosting-Provider in der Domain-Verwaltung eine Subdomain, beispielsweise feeds, für die Domain einrichten und für die Subdomain die DNS-Einstellungen, nämlich den CName Alias vom vorherigen Schritt eintragen.
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  3. Damit jeweils der richtige Blog ausgewählt wird, muss man den Namen, so wie man ihn im FeedBurner bei den Feed Details eingetragen hat, beispielsweise BesteGeldanlage, an die gebrandete Feedadresse hängen.



    Hinweis: Falls man bei Wordpress ein Feedburner Plugin installiert hat, muss man dort auch die neue Feedburner-Adresse eintragen, damit die Besucher dorthin weitergeleitet werden. Ebenso trägt man bei Blogger-Blogs unter Einstellungen -> Sonstiges im Bereich Website-Feed jeweils die neue gebrandete URL als Weiterleitungs-URL für Post-Feeds ein. 

Etappe 3: Den Code in den Quelltext einer Webseite einfügen

  1. Klicken Sie im FeedBurner auf der Startseite auf den Blog, dessen Feed Sie integrieren möchten. Wählen Sie den Reiter Publicize
  2. Klicken Sie links in der Navigation auf BuzzBoost.
    BuzzBoost wird geöffnet. 
  3. Im Bereich Feed Settings prüfen Sie noch einmal, was der publizierte Feed enthalten soll, und speichern ihn. 
  4. Kopieren Sie den Code in die Zwischenablage. 
  5. Öffnen Sie die Webseite, in die der Code eingebaut werden soll, mit einem HTML-Editor und fügen Sie den Code an der gewünschten Stelle in den Quelltext ein.


    Der gelb eingerahmte Code spielt den Feed auf der Webseite aus. Wie das im Browser aussieht, sieht man ganz oben im obersten Screenshot im gelben Rahmen. 
  6. Speichern Sie die Änderungen und prüfen Sie, ob die gewünschten letzten Beiträge in der gewünschten Art angezeigt werden.
Damit die eingespielten Überschriften und Texte optisch zum Rest der Webseite passen oder sich - wenn gewünscht - als Block abheben, kann das Aussehen mit CSS (.feedburnerFeedBlock) angepasst werden, siehe Buzzboost Google Support hier.

Disclaimer: Alle Angaben ohne Gewähr. Jede Haftung ist ausgeschlossen.

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Freitag, 22. Januar 2016

Authentische Kommunikation hilft – manchmal


Als Unternehmenskommunikation (Corporate Communications) wird laut Gabler Wirtschaftslexikon der Teil der Unternehmensführung bezeichnet, der mit Hilfe des Wahrnehmungsmanagements die Reputation (Ruf) prägt. In der Praxis passen Unternehmen und seine Kommunikation oft nicht zusammen. Authentische Kommunikation kann die Lösung sein.

Oft genug orientieren sich Unternehmen hinsichtlich ihrer Kommunikation an der Corporate Identity (CI) – die aber leider häufig dadurch zustande kam, dass leitende Mitarbeiter anlässlich einer Klausur den Chef beeindrucken wollten und alle aktuellen Buzzwords aus Public Relations und Marketing, die sie kannten, in die Runde warfen. Die CI bildet dann eher ab, wie der Chef seine Firma gerne gesehen haben möchte, und nicht, wie sie ist. Vergessen wird zu oft, wozu man personell und finanziell in der Lage und überhaupt Willens ist, hinzuarbeiten. Wenn der Kunde dieses Unternehmens im richtigen Leben Erfahrungen macht, die nicht im entferntesten mit der Kommunikation über Werbung, Newsletter, Kundenmagazine etc. übereinstimmt, dann verliert das Unternehmen an Vertrauen, Glaubwürdigkeit und Sympathie.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), ein Unternehmen für öffentlichen Personennahverkehr in Berlin, sind mit ihrer Kommunikation einen anderen Weg gegangen: Nachdem sie mit einer früheren, recht naiven Kampagne, bei der ihre Kunden die schönsten Berlin-Erlebnisse in Bus und Bahn posten sollten, baden gegangen waren, setzten sie Ende 2015 auf Ironie und veröffentlichten ein etwas schräges Video "Is mir egal" (feat. Kazim Akboga), das zur Stadt passt und auf den Charme der Unvollkommenheit setzt.

Das Video wurde am 11.12.2015 auf YouTube gepostet und alleine dort bis heute 3.414.560 Mal angeschaut - wegen seines Humors und der eingängigen Musik verbreitete es sich wie ein Lauffeuer über alle sozialen Netze. Die, die das Video gesehen haben, hegen keine allzu hohen Erwartungen an die BVG, aber fühlen sich cool, wenn sie mit deren U-Bahnen, Straßenbahnen und Omnibussen die Stadt durchkreuzen - nichts kann sie mehr überraschen und aufregen, sie bleiben locker. Die BVG hat also das Beste aus einer Situation gemacht und alle sind erst einmal zufrieden.

 

Wie sieht im Vergleich dazu die Krisenkommunikation von VW nach Aufdeckung der Abgas-Manipulationen aus? Leugnen, Herunterspielen, Uneinsichtigkeit und langsame Informationsweitergabe. Das mag auch authentisch sein - vermutlich waren alle Beteiligten und Unbeteiligten in Panik -, das kommt in diesem Fall aber gar nicht gut an. Dieser unbeholfene Versuch zur Schadensbegrenzung bewirkt in Wahrheit genau das Gegenteil: Vertrauen, Glaubwürdigkeit und Sympathie werden noch weiter verspielt.

Man merke sich: Authentische Kommunikation ist nicht immer charmant und nicht immer die passende Lösung. VW hätte besser daran getan, nach einem solchen Skandal, so professionell zu agieren, wie es ihre Hochglanzwerbung und sonstige Selbstdarstellung in der Unternehmenskommunikation verspricht.

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Montag, 18. Mai 2015

Rebranding am Beispiel der Marihuana-Industrie


Cannabis wird nicht nur in immer mehr Ländern zu medizinischen und anderen Zwecken erlaubt, es ist auch der neueste "heiße Scheiß" an der Börse. (Bild: © WildOne / pixabay)

Die Zeit der Marihuana-Prohibition scheint zu Ende zu gehen. In einigen Ländern und US-Bundesstaaten ist man zu der Auffassung gelangt, dass die pauschale Kriminalisierung der Nutzer nichts gebracht hat außer viel Geld für die Drogenmafia, hohe Kosten für das Rechtssystem, soziale Ungerechtigkeit und Einschränkungen bei medizinischer Behandlung, für die Inhaltsstoffe von Medizinalhanf prädestiniert sein könnten.

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Mit der Entkriminalisierung beziehungsweise Legalisierung – zumindest für den medizinischen Gebrauch - soll das Geld in Zukunft in die Haushalte der Länder oder Bundesstaaten und nicht in die Hände krimineller Organisationen gespült werden. Außerdem will man Produkte und Markt so besser kontrollieren und regulieren können. Auch in Deutschland sprechen sich immer mehr Politiker und Organisationen für eine Legalisierung unter bestimmten Regeln aus.

Die neue und weltweit stark wachsende legale Cannabis-Industrie besteht aus Produzenten, Ausstattern für Produktionsanlagen, Vermarktern, Verarbeitern, Anbietern von Hilfsmitteln für Konsumenten und verschiedene Arten von Dienstleistern – teilweise für medizinisches Marihuana, teilweise für „Freizeit-Marihuana“. Diese -> Cannabis-Unternehmen brauchen Geld für Investitionen - wie jedes junge expandierende Unternehmen.

Da es mit den Banken in den USA noch Schwierigkeiten gibt – die haben Angst, weil die Legalisierung in einzelnen US-Bundesstaaten zwar durch, aber durch den Bund nicht ebenfalls abgesegnet ist-, wollen die Cannabis-Unternehmen Private-Equity-Firmen, Fonds und Aktionäre als Investoren gewinnen. Also müssen sie dringend weg vom schmuddeligen bis kriminellen Image, das lange mit Marihuana einherging: Drogenrausch, Lethargie, Illegalität, Kriminalität, Drogenmafia.

Eine (neue) Unternehmenskommunikation muss her

 New York City Get Ready (International Cannabis Association, YouTube)


Die Selbstdarstellung der Cannabis-Industrie im Web und im richtigen Leben signalisiert daher jetzt das Gegenteil vom alten Image, nämlich Seriosität und Professionalität. Die Webseiten der Unternehmen sind modern und übersichtlich gestaltet – irgendwo zwischen Apotheken-, Best-Ager-, Biotechnologie- und landwirtschaftlicher Werbung.

Die Mitarbeiter der Unternehmen tragen Business-Outfits und nicht etwa Kapuzenpullover oder Gesundheitslatschen. Die auf das Cannabis-Geschäft spezialisierte Private-Equity-Firma Privateer Holdings, in die auch der Founders Fund des berühmten Investor Peter Thiel investiert hat, hat 200 Mitarbeiter so genannter Blue-Chip-Unternehmen wie Microsoft, T-Mobile, Starbucks und Amazon gewinnen können. Auch dies ein Zeichen dafür, wie ernst man das Geschäft mit dem Cannabis nimmt und dass man dafür seriös und professionell wahrgenommen werden will. Worte wie Gras, Ganja, Dope würden diese Leute nicht benutzen – zu sehr sind sie mit dem alten Image verwoben. Cannabis – der botanische Name –, sachlich und neutral, ist der einzige Begriff, der ihnen über die Lippen kommt.

Die Marihuana-Business-Konferenzen und –Ausstellungen beispielsweise in Chicago oder New York unterscheiden sich denn auch nicht von anderen Business-Messen und -Konferenzen: Geschäftsmäßig gekleidete Menschen besuchen Vorträge, begutachten die Ausstellungen, diskutieren und tauschen ihre Visitenkarten aus. Lediglich die Austauschbereitwilligkeit mit der Konkurrenz scheint größer – was man aber in neuen Industrien oft beobachten kann.

Die Cannabis-Industrie ist zwar nicht neu, aber wird nun ans Licht geholt – was bessere Forschungs- und Züchtungsarbeit ermöglichen wird. Außerdem versprechen sich viele der amerikanischen Unternehmer vom Ende der Cannabis-Prohibition einen positiven Einfluss auf die soziale Gerechtigkeit in ihrem Land, was ihre Arbeit und die Arbeit miteinander beflügelt: Seit 1965 wurden 20 Millionen Amerikaner wegen Marihuana-Besitzes festgenommen, die Wahrscheinlichkeit für eine Anklage war aber bei Afroamerikanern vier Mal so hoch wie bei Weißen.

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Montag, 28. Juli 2014

Bezahlte Blogartikel - Sponsor-Posts und Sponsored Posts

Content Marketing, auch Native Advertising genannt, ist "in" - ein Glück für Blogger und Blogbetreiber. Doch es gibt einiges zu beachten.

Ein Produkttest gegen Bezahlung muss gekennzeichnet
werden. Auch die Überlassung des Produkts ist eine
Form der Bezahlung.
Statt Werbeflächen für Banner zu buchen, die Internetnutzer oft genug per Ad-Blocker-Software oder durch Nichtbeachten ausblenden, versuchen Marken und Unternehmen sich über interessante Inhalte ins Gespräch zu bringen oder zumindest besser wahrgenommen zu werden.

Solche Inhalte können informativ, beratend oder unterhaltend sein. Sie werden als Texte, Grafiken, Videos, Podcasts und Kombinationen daraus aufbereitet und veröffentlicht. Aufhänger für diese Inhalte können aktuelle Ereignisse, die Jahreszeit (Frühjahrsputz, alles neu macht der Mai), Feiertage, eine bestimmte Saison (Karneval, Pflanzzeit, Erntezeit, Badewetter), eine Produktneuheit, ein Produkttest und vieles andere sein.

Um möglichst viele Mitglieder der angepeilten Zielgruppe zu erreichen, werden Inhalte nicht nur im eigenen Unternehmensblog und in den sozialen Netzwerken, sondern auch in thematisch und zielgruppenmäßig passenden fremden Blogs veröffentlicht - vorausgesetzt, der andere Blogbetreiber macht mit.

Für Blogger oder Blogbetreiber, die mit dem Blog Geld verdienen möchten/müssen, können bezahlte Blogartikel eine interessante Einnahmequelle sein. Als Bezahlung für einen Blogartikel gilt übrigens nicht nur Bares, auch die Überlassung eines Produkts ist eine Form der Bezahlung. Das Gleiche trifft übrigens auch für Vlogger, Videokünstler und andere Video-Publisher auf der Videoplattform YouTube (YouTuber, YouTube Creator) und andere zu.

Influencer
Blogger und Vlogger, die viele Leser, Zuschauer, Abonnenten und Fans haben und einen Einfluss auf sie ausüben, werden von der Auftraggeber-/Vermarktungsseite inzwischen "Influencer" genannt und für zielgruppengerechtes Online-Marketing als Markenbotschafter genutzt. Tatsächlich werden die Blogger-/Vlogger-Relations für Unternehmen immer wichtiger.

Influencer werden nicht nur durch ihre Veröffentlichungen zu einflussreichen Vorbildern, sie müssen auch ihre eigene Marke pflegen und für zunehmende Bekanntheit sorgen. weshalb sie zusätzlich über andere Social-Media-Kanäle wie Facebook, Instagram, Pinterest & Co, mit ihren Anhängern kommunizieren. Außerdem gehen sie zu Veranstaltungen wie die VideoDays in Köln, zu den Comic Cons und zu anderen Conventions und Fanfesten ("Meet and greet"), um sich zu zeigen, ihren Fans Autogramme zu geben und für Selfies zur Verfügung zu stehen.

Sponsor-Posts und Sponsored Posts

Bezahlte Blogartikel werden im Auftrag eines Unternehmens oder dessen Agentur geschrieben und im Blog veröffentlicht. Die Inhalte und Sprache sind nicht werblich, sondern entsprechen eher dem Stil von Presseartikeln. Auf Englisch heißen solche bezahlten Blogartikel "Sponsored Posts".

Oft wird vom Auftraggeber aber auch angeboten, fertige Blogartikel zur Veröffentlichung zu liefern - dies sind dann "Sponsor-Posts" (Artikel des Sponsors, Gastartikel-Veröffentlichung gegen Bezahlung etc.). Sponsor-Posts gehören zum "Native Advertising" - der Werbung im "einheimischen" Umfeld, also mitten im Informationsteil, der ansonsten von Journalisten/Bloggern und der Redaktion geschrieben und aufbereitet wird. Sie entsprechen in etwa dem Advertorial in Zeitungen.

Transparenz ist ein Muss

Um die Blogleser nicht in die Irre zu führen und in den Verdacht von Schleichwerbung zu geraten, sollten bezahlte Blogartikel unbedingt als solche gekennzeichnet werden. Dazu eignen sich Zusätze wie "Anzeige", "Werbung", "Sponsor-Post" oder "Sponsored Post" am Anfang des bezahlten Blogartikels. Wer die englischen Bezeichnungen wählt, sollte sie (spätestens am Ende des Artikels) auch erläutern. Wer diese Information nur für Leser, aber nicht für Suchmaschinen bereitstellen will, kann die Kennzeichnung über ein Bild einfügen.

Trotz bezahlter Blogartikel authentisch bleiben

Damit der Blog für die eigene Zielgruppe relevant bleibt, muss man die Werbepartner und Themen der bezahlten Blogartikel sorgfältig wählen. Die Qualität und die Anzahl der bezahlten Blogbeiträge im Verhältnis zu den "normalen" Veröffentlichungen sowie die Qualität der Auftraggeber/Werbepartner und wie sie zu den eigenen Lesern passen, sollte man immer im Auge haben.

Vor allem, wer gelieferte Blogartikel, also Sponsor-Posts, veröffentlicht, sollte hohe Ansprüche hinsichtlich der Qualität (Spaß, Informationswert etc.), Sprache (Grammatik, Rechtschreibung, Zielgruppenansprache) und der Einzigartigkeit der gelieferten Artikel stellen und das am besten schon in sein Angebot hineinschreiben.

Glaubwürdigkeit erhalten

Jeder Blogbetreiber, der sich zu einer Rezension oder einem Produkttest mit bezahltem Blogartikel bereit erklärt, wünscht sich, dass das Produkt gut ist, denn dann macht das Testen und Schreiben richtig Spaß. Das hat gar nichts mit der Bezahlung zu tun, sondern damit, dass man sich als Blogbetreiber gute Unternehmen und angesehene Marken als Werbepartner wünscht.

Andererseits darf man nicht unkritisch sein, sondern muss tatsächlich objektiv testen und bewerten, damit die eigene Glaubwürdigkeit erhalten bleibt.

Wenn der Test ergibt, dass das Produkt nach der persönlichen Erfahrung völlig unbrauchbar ist, ist man natürlich enttäuscht. In so einem Fall kann man dem Werbepartner anbieten, auf den Blogartikel zu verzichten, da er zu negativ ausfallen müsste. Da bezahlte Blogartikel meist im Voraus bezahlt werden - zumindest bei Neukunden -, sollte man schon im Angebot beschreiben, wie in so einem Fall vorgegangen wird (Aufwandsentschädigung).

Ist das Produkt nicht absolute Spitze, aber auch nicht völlig unbrauchbar, dann kann man - wenn man den Kunden behalten möchte - "konstruktiv schreiben", beispielsweise die positiven Merkmale nennen, aber auch - ein wenig in zweiter Reihe - die negativen. Zu lügen, also Merkmale positiv herausstellen, die nicht positiv sind, würde ich auf keinen Fall empfehlen, um die eigene Glaubwürdigkeit nicht zu gefährden. Und auf keinen Fall darf man die Kennzeichnung als bezahlter Artikel vergessen, siehe oben.!

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Donnerstag, 3. April 2014

Laienhafte Gebrauchsanleitung wirft schlechtes Licht auf das Produkt

Gerade der Zusammenbau und die erste Inbetriebnahme eines neuen Produktes kann darüber entscheiden, ob der Kunde zum Markenbotschafter oder zum Reklamationsfall wird. Dementsprechend viel Wert sollte auf eine gute Gebrauchsanleitung bzw. Produktdokumentation gelegt werden.

Gerade habe ich mir ein neues und sehr teures Produkt mit einem elektronischen Bestandteil bei einem deutschen Mittelstandsunternehmen gekauft. Bei diesem Produkt habe ich ausnahmsweise nicht gespart, ich wollte hier den Mercedes unter diesen Produkten - von der Optik und der Funktion her.

Alles klappte auch wunderbar - das sehr sperrige Stück kam wie vereinbart und war so wunderschön wie erwartet. Doch als ich es zusammenbauen und in Betrieb nehmen wollte, kam der Frust: Statt einer ordentlich gegliederten und für den Neuling verständlichen Produktdokumentation/Gebrauchsanleitung, die beispielsweise enthalten sollte:
  • KORREKTE Bestandteile-Übersicht in Bildern und mit Namen, 
  • Warnhinweise gebündelt, 
  • KORREKTE Schritt-für-Schritt-Zusammenbau-Anleitung,
  • KORREKTE Schritt-für-Schritt-Anleitung zur ersten Inbetriebnahme, 
  • Sonstige Gebrauchsanleitung, 
  • KORREKTE Wartungs- und Pflegetipps
  • sowie Service- und Garantieinformationen, 
gab es ein paar zusammengetackerte Zettel mit schlecht kopierten Texten und Grafiken der Zulieferer. Es fehlte eine Übersicht, welche Bestandteile überhaupt im Lieferumfang enthalten sein sollten und wie diese heißen. So wusste man beim Lesen des Textes oft nicht, von was da überhaupt die Rede ist. Namen und Begriffe wurden nicht erklärt und nicht eindeutig eingesetzt. Zwar fand man an einigen Stellen im Text eine Bezugnahme auf Grafiken, doch da es verschiedene namenlose Grafiksequenzen gab - am Anfang und ganz zum Schluss -, die die gleichen Ziffern verwendeten, wusste man nicht, welche von diesen jeweils gemeint war. Man lernte jedoch mit der Zeit, dass der Text sich in der Regel auf die Grafiken des ersten Grafiksatzes bezog. Leider war dort ein Bauteil gar nicht aufgeführt, das aber vor mir lag. Es tauchte auch nie im Text auf, war jedoch in der Grafiksequenz auf der letzten Seite abgebildet - aber es war nicht erkennbar, wo es genau hinsollte und wofür es gut sein könnte. Andere Zuweisungen waren sogar fehlerhaft und es wurde auch schon mal rechts und links verwechselt.

Schlechte Gebrauchsanleitungen sind leider kein Einzelfall

Leider sparen Unternehmen viel zu oft an der Produktdokumentation bzw. den Gebrauchsanleitungen. Sie lassen sie von Teamassistenten, Vertrieblern oder Technikern schreiben - und verärgern ihre Kunden, die das neue Produkt nach dem Auspacken mit einer laienhaft verfassten Anleitung in der Hand als unausgereift und kompliziert erleben. Dabei gibt es erfahrene technische Redakteure wie mich und andere, die darauf spezialisiert sind, Produktdokumentationen, Gebrauchsanleitungen, Handbücher und Online-Hilfen so zu schreiben, dass der Kunde bzw. der Anwender ein gutes Erlebnis und noch mehr Freude mit seinem neuen Produkt hat. Wir  haben gelernt, wie man Struktur, Sprache und Bilder so einsetzt, dass der Kunde keine Zeit mit Puzzleteileraten verschwenden muss oder das neue Produkt durch fehlerhaften Gebrauch beschädigt. Außerdem kann man mit etwas Geschick die Gebrauchsanleitung dazu nutzen, die Wertigkeit des Produktes zu unterstreichen, ohne dass es als plumpes Werbegewäsch rüberkommt.

Nur ein in jeder Hinsicht zufriedener Kunde wird für ein Produkt, eine Marke oder ein Unternehmen zum positiven Botschafter. Und eine gute Gebrauchsanleitung ist für das Kundenerlebnis entscheidend. Wer hier den technischen Redakteur einspart, spart am falschen Fleck.

Sonntag, 16. Februar 2014

Der Corporate Blog (Unternehmensblog) als Teil der Kommunikationsstrategie

Vorbei sind die Zeiten, als Informationen fast ausschließlich thematisch sortiert und hierarchisch strukturiert ins Internet gestellt wurden, und ohne dass ein Austausch zwischen Autoren und Lesern stattfinden konnte. Heute sucht man als Freiberufler oder Unternehmen den Kontakt zu Kunden und Netzwerk-Kollegen und den Austausch mit ihnen. Man will ihre Reaktion, will mehr über sie wissen – entweder um besser auf sie eingehen zu können oder um voneinander zu lernen, letztendlich um zusammen und bei beidseitiger Zufriedenheit weiterzukommen.

Viele Freiberufler und Unternehmen wählen den Weg über die sozialen Netzwerke, um diese Kontakte zu knüpfen und zu pflegen, dort bereiten sie Themen mit aktuellem Bezug auf und bringen sich über sie ins Gespräch mit ihren Zielgruppen. Doch haben diese Social-Media-Plattformen ihre eigenen Interessen und es kann gefährlich sein, sich zu abhängig von ihnen zu machen. Facebook, Twitter, Google+ und Co. können jederzeit ihre Spielregeln ändern – und das tun sie auch laufend - und dann können die investierte Zeit, aufwendig erstellte Inhalte und damit jede Menge Geld fehlinvestiert sein.

Hier kommen Blogs ins Spiel, insbesondere der Corporate Blog: Blogs bieten die Möglichkeit Informationen und andere Inhalte mit Zeitbezug ausführlich auf einer eigenen Plattform, dem Unternehmensblog, aufzubereiten. Neue Gesprächsthemen stellt man zwar in den sozialen Netzwerken vor, verweist aber auf den ausführlichen Blogbeitrag im Corporate Blog. So behält man die Kontrolle über die eigenen Inhalte und die Leser haben die Wahl, in den sozialen Netzwerken oder direkt im Blogartikel zu kommentieren und zu diskutieren.

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Für Einsteiger: Was sind Blogs überhaupt?

Das Wort Blog ist eine Verkürzung des Begriffs Weblog und steht für Web-Tagebuch. In einem Blog werden mehr oder weniger regelmäßig Artikel, auch Posts genannt, geschrieben, wobei die neuesten als oberste angezeigt werden. Ein Blogartikel kann Text, (interaktive) Grafiken, Fotos, Videos und andere Medien enthalten. Blogartikel sind üblicherweise mit einem Datum versehen und haben einen aktuellen Bezug. Sie werden oft aus persönlicher Sicht geschrieben, und sie sind meistens, aber nicht immer, interaktiv und bieten dann eine Kommentierfunktion und Empfehlungsmöglichkeiten an Freunde/Follower/Abonnenten in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, Google+.

Sortiert sind die Blogartikel eines Blogs zwar zunächst durch ihr Datum, doch da jedem Artikel Kategorien und/oder Begriffe (Tags) zugeordnet werden können, kann man sie über diese auch nach Themen zusammenfassen – und da diese Bündelungen eine Web-Adresse haben, kann man auf sie verlinken und so beispielsweise eine Navigation nach Themen erstellen. (Hier findet man zum Beispiel alle Artikel mit dem Tag Blogs in diesem Blog: Blogs).

Die Blogtechnologie wird oft auch als ein einfaches Web Content Management System (CMS) verwendet, welches verschiedene Autoren mit Texten, Fotos und anderen Inhalten befüttern, ohne dass in jedem Falle auch die interaktiven Möglichkeiten aktiviert werden. Auf manchen Websites wird die Blogtechnologie auch nur für Teilbereiche genutzt, z. B. für die Veröffentlichung von Unternehmensnachrichten, Pressemitteilungen oder eben dem Unternehmensblog (Corporate Blog) als Ergänzung zu den Ratgeberseiten, zum Online-Shop und anderem.

Sehr praktisch an Blogs ist, dass zusätzliche Funktionen über Plug-ins, kleine Software-Bausteine, hinzugefügt werden können.

Corporate Blog versus Homepage

Wer Internet hat, der sucht heutzutage nicht mehr im Telefonbuch oder ruft bei der Auskunft an, sondern schaut im Internet nach. Unternehmen, die nicht im Internet zu finden sind, existieren für einen Großteil der Menschheit nicht. Zwar gibt es viele Verzeichnisdienste im Internet, bei denen man sich als Unternehmen eintragen kann, aber mal ehrlich: Bei den meisten findet man den gesuchten Eintrag vor lauter Werbung nicht.

Auch der Weg, sich über soziale Netzwerke online zu präsentieren, ersetzt die eigene Homepage nicht, sondern macht von den Plattformen abhängig.

Die eigene Homepage mit oder ohne Online-Shop bietet die beste Möglichkeit, sein Unternehmen zu präsentieren. Aber ein Corporate Blog, der dieses Zentrum umkreist, erweitert die Möglichkeiten mit (potenziellen) Kunden und anderen zu kommunizieren, die eigene Kompetenz durch gute Inhalte und Tipps vom Profi zu untermauern sowie sich durch den aktuellen Bezug regelmäßig in Erinnerung zu bringen. Und nicht zu unterschätzen ist die positive Wirkung auf das Ranking der Homepage bzw. des Online-Shops durch die Verlinkungen aus dem Blog zu eben diesen.
Das Zentrum des Online-Auftritts sollten Homepage und Online-Shop sein. Sie werden von einem oder mehreren Corporate Blogs umkreist. Statt alle hochwertigen Kommunkationsinhalte mit Zeitbezug in die Social-Media-Plattformen zu legen, werden sie besser überwiegend in dem/den Corporate Blog(s) veröffentlicht und von Twitter, Facebook, Google+ & Co. aus jeweils mittels Teasern darauf verwiesen. Diskussion und Austausch können auf den Social-Media-Plattformen und in den Corporate Blogs stattfinden. In den Über-Mich-Bereichen der Social-Media-Plattformen führt man aber auch die direkten Links zur Homepage, eventuell zum Impressum (falls nicht anders gelöst) und zum Online-Shop auf. Der oder die Corporate Blogs verlinken natürlich auch regelmäßig auf die Homepage und den Online-Shop. Die Kunden oder eine andere Zielgruppe müssen an allen Stellen die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme haben und es muss zeitnah auf sie eingegangen werden!

Mit (Corporate) Blogs in Verbindung bleiben (Feedreader & Co.)

Neben der Kommentierfunktion und der Möglichkeit, Blogartikel über die Social-Media-Funktionen (eingebundene Social Plug-ins) im Freundeskreis oder Netzwerk weiterzuempfehlen, haben Blogs für die Leser auch den Vorteil, dass sie sich sehr einfach über neue Blogartikel und Kommentare auf dem Laufenden halten können – beispielsweise, indem sie sie sich in einen E-Mail-Verteiler eintragen oder den RSS-Feed abonnieren.

Beim Internet Explorer findet man das RSS-Symbol oben in der Befehlsleiste.
Bietet eine Webseite oder ein Blog einen RSS-Feed, ist das Symbol orangefarben.

RSS steht für Really Simple Syndication, also für "wirklich einfache Verteilung", z. B. von Blogartikelinhalten. Für das Abonnieren und Lesen von RSS-Feeds wird ein RSS-Feedreader benötigt, der aber oft bereits im Browser enthalten ist oder als Browser-Plugin ergänzt werden kann. Ob ein Blog einen RSS-Feed liefert, erkennt man am orangefarbenen Feed-Symbol oder einem RSS-Icon entweder im Blog selbst und/oder in den Browser-Feldern.
Corporate Blogs sollten das Abonnieren
der Blogartikel per E-Mail und per RSS
leicht machen.


Lesen kann man die Feeds dann mit dem Feedreader – entweder dem zum Browser gehörenden oder einem externen. Bei Firefox findet man den Feedreader und seine Verwaltungsmöglichkeiten beispielsweise unter Lesezeichen, bei Opera im Hauptmenü unter Feeds und beim Internet Explorer bei den Favoriten unter dem Reiter Feeds. Chrome- und Safari-Nutzer nehmen meist externe Feedreader, die man als Browsererweiterung einbinden kann.

Sehr praktisch ist der webbasierte Feedreader Feedly, der alle abonnierten Blogs sehr übersichtlich darstellt.

Unternehmensblog (Corporate Blog)

Ein Unternehmensblog ist der Blog eines Freiberuflers oder Unternehmens, mit dem ein geschäftliches Ziel verfolgt wird, beispielsweise:
  • Kunden mit Nachrichten aus dem Unternehmen versorgen, mit Informationen zum Sortiment neugierig machen, mit besonderen Tipps zur Verwendung von Produkten begeistern.
  • Meinungen und Feedback von Kunden/Lesern zu Themen und Produkten einholen 
  • Das Unternehmen, sich und/oder die Mitarbeiter, als Experten und Ansprechpartner positionieren 
  • Mit Branchenkollegen Branchenthemen diskutieren und Strategien finden 
  • Die Unternehmens-Homepage und/oder den Online-Shop stärken 
Voraussetzungen für einen erfolgreichen Corporate Blog:
  • Einbindung des Corporate Blogs in eine übergeordnete PR-/Marketing-/ Kommunikationsstrategie
  • Erscheinungsbild des Corporate Blogs passend zum Unternehmen/Marke gestalten 
  • Selbst erklärende Nutzeroberflächen und kurze Ladezeiten 
  • Themen wählen, die für die Kunden o. a. Zielgruppe relevant sind und einen Mehrwert bieten
  • Authentisch und kompetent sein 
  • Mit Begeisterung anstecken 
  • Inhalte fachlich korrekt darstellen
    (keinesfalls bei Nicht-Fachleuten billig eingekaufte Texte online stellen) 
  • Den Ton der Zielgruppe treffen 
  • Rechtschreibung und Zeichensetzung sollten i. d. R. perfekt sein
  • Inhalte müssen internetgerecht aufbereitet werden
  • Regelmäßige Veröffentlichungen und zeitnahe Beantwortung von Kommentaren schaffen Vertrauen 
Ein Corporate Blog kann die Kundenbindung verbessern und neue Kunden anziehen, die Marke bekannt machen, den Online-Shop unterstützen und vieles mehr. Wenn man vom Unternehmensblog aus auf das Zentrum seiner Internetpräsenz verlinkt (das sollte die Homepage oder der Online-Shop sein), stärkt man dieses – das kann auch zu einem besseren Platz in den Suchergebnissen der Suchmaschinen verhelfen.

Eines sollte man aber wissen: Ein guter Blog macht in der Regel viel Arbeit.

Der Weg zum eigenen Blog

Was das Konzept, das technische Aufsetzen und die optische Gestaltung betrifft, kann man all dies mehr oder weniger mühselig lernen oder dafür einen Fachmann/Fachfrau engagieren. Was beim kleinen Hofladen vielleicht sympathisch unperfekt und authentisch wirken kann, signalisiert bei einem anderen Unternehmen Schlampigkeit, Inkompetenz und Unzuverlässigkeit. Beim Corporate Blog darf man nicht am falschen Platz sparen.

Das müssen Sie oder Ihr(e) Dienstleister idealerweise können:
  • "Technische" Einrichtung und Administration eines Blogs 
  • Optische Gestaltung entwickeln und ins Web und/oder für mobile Geräte transportieren
  • Ihr Unternehmen, die Produkte und Kunden kennen 
  • Draht zur Zielgruppe haben
  • Fachkenntnisse über die Produkte und ihre Verwendung haben
  • Für das Internet schreiben können: den richtigen Ton treffen, begeistern, sehr gute Rechtschreib-, Grammatik- und Zeichensetzungskenntnisse haben 
  • Kenntnisse der Suchmaschinenoptimierung 
Als Redaktionssysteme eignen sich beispielsweise:
  • ExpressionEngine für professionelle Corporate Blogs 
  • Wordpress ist das gebräuchlichste Redaktions-/Blogsystem für private und Corporate Blogs (Beispiel: tinto bloggt
  • Concrete5 ist ein Redaktionssystem für Einsteiger 
  • Kostenlose Blogs kann man auf Blog-Plattformen wie blogger.com (Beispiel: Gartentipps), wordpress.com und tumblr.com (Beispiel: Blog für alle Fälle) einrichten. Sie eignen sich hauptsächlich für Hobby- und halbprofessionelle Blogs 

Weitere Informationen im Internet

Sonntag, 2. Februar 2014

Blogger-Ethik: Transparenz muss sein!

Blogger dürfen meiner Meinung nach fast alles, nur nicht ihre Leser hinters Licht führen - erst recht nicht böswillig. Insofern sind Blogger meiner Meinung nach wie Journalisten der Wahrheit verpflichtet.

Eigentlich wollte ich bei der Blogparade Blogger und Ethik von WebLogMarketing aus Zeitmangel gar nicht mitmachen, aber das Thema ist einfach zu spannend.

Was darf ein Blogger und was nicht?


Außer wissentlich falsche Informationen verbreiten, dürfen Blogger meiner Meinung nach fast alles:
  • ihre Meinung mehr oder weniger begründet raushauen, 
  • Erfahrungen teilen, 
  • Stimmung anheizen, 
  • unterhalten. 
Aber auch:
  • Fakten informativ und wertfrei präsentieren  oder
  • Zeitthemen sachlich analysieren. 
Und genauso:

Jeder Blogger, jede Bloggerin und jedes bloggende Unternehmen entscheidet selbst, wie und über was gebloggt wird, und ob er/sie/es das als Hobby, zum Geldverdienen, zur Kommunikation mit Kunden oder aus anderen Gründen tut.

Doch bei allem, was sie tun, sollten Blogger ihren Lesern (nicht zwangsweise den Suchmaschinen) gut erkennbar offenlegen:
  • ob es im jeweiligen Blogartikel um Fakten und sachliche Analyse oder um Meinung, Stimmungsmache oder sogar Verteufelung ("Rant") geht,
    Um dem Leser Orientierung zu bieten, setzt man einen kleinen Zusatz wie "Kommentar", "Feuilleton", "Analyse" o. ä. Hinweise in die Überschrift oder in den ersten Abschnitt, falls die Überschrift als solche ("... ist das Letzte") nicht schon den eindeutigen Hinweis gibt. 
  • ob ein Artikel gesponsert ist,
    Blogartikel, die man für eine Gegenleistung geschrieben hat und in seinem Blog veröffentlicht, muss man als gesponserte Artikel oder Werbung kennzeichnen.
    Auch Blogartikel, die man von anderen erhält und die man gegen eine Gegenleistung in seinem Blog veröffentlicht, müssen als Werbung, Gastartikel-Veröffentlichug gegen Bezahlung o. ä. erkennbar sein. Auch überlassene Produkte oder Artikel für Verlosungen sind Gegenleistungen!
  • Jede Art von Werbung einschließlich gekaufter Links sollten für die Blogbesucher und Leser gekennzeichnet sein. 
Als Blogger ist man seinen Lesern verpflichtet, aber nicht in dem Sinne, dass man ihnen nach dem Mund redet, sondern dass man sie nicht wissentlich und erst recht nicht böswillig hinters Licht führt. Insofern ist ein Blogger, wie auch der Journalist, mit seinen eigenen Inhalten (Texte, Bilder, Videos etc.) der Wahrheit verpflichtet. Natürlich wäre es gut, wenn immer alle Fakten überprüft würden, aber wenn man das nicht kann/will, sollte man auch nicht so tun, als ob. Verweise auf Quellen und weitere Informationen helfen den Lesern, sich selbst ihre Meinung zu bilden.

Im Grunde entspricht mein Anspruch an die Transparenz der Ziffer 7 des Pressekodexes, der besagt, dass redaktionelle Veröffentlichungen nicht von eigenen oder fremden, wirtschaftlichen und anderen Interessen beeinflusst sein sollen bzw. dass redaktioneller Inhalt von Werbung getrennt bzw. Werbung und eigenes Interesse kenntlich gemacht werden müssen.

Transparenz schafft Vertrauen


Zusätzlich zur Information über den Blogartikel selbst (ob es sich um recherchierte Information, eigene Erfahrung, Rant, Satire oder anderes handelt) und zur Information, was Werbung/gesponsert ist und was nicht, möchte ich (und bestimmt viele andere Blogbesucher) zumindest den Namen des Bloggers wissen und, wenn möglich, ein paar Hintergrundinformationen über ihn/sie erhalten - auch bei einem Unternehmensblog. Man möchte wissen, wer den Blog befüttert, an wen man seine Kommentare richtet, mit wem man diskutiert und wodurch er sich qualifiziert.

Es gibt sicher noch viele Details, die man in eine Blogger-Ethik einarbeiten könnte - ein Vorbild könnte der Pressekodex sein. Doch Transparenz ist für mich das oberste Gebot, dem ich versuche in meinen Blogs, Social-Media-Beiträgen etc. gerecht zu werden.

Weitere Informationen

Mittwoch, 10. Juli 2013

XING: Mitgliederprofil wird erneuert

Man darf gespannt sein: XING, das soziale Netzwerk für berufliche und private Kontakte mit über 13 Millionen Mitgliedern, kündigt eine Rundumerneuerung des Mitgliederprofils an.

Was mich an sozialen Netzwerken nervt, sind die Umstellungen. Schon wieder, denke ich, weil ich den Zeitaufwand sehe, den mich diese Umstellung kosten wird. Besonders lästig finde ich in diesem Zusammenhang Facebook und Google+. Gerade hat man alles schön neu gestaltet, neue Bilder hochgeladen, die Vorstellungstexte überarbeitet, die Privatsphäre-Einstellungen angepasst usw., kommt schon das nächste Update, Bilder und Spalten werden größer oder kleiner, Reiter und Darstellungsmöglichkeiten werden eingeführt oder abgeschafft, und schon muss man (als Profi mit mehreren Pages) wieder viele Stunden Arbeitszeit investieren.

XING ist in der Hinsicht bisher weniger nervig gewesen und so sehe ich dem Update des Mitgliederprofils zum zehnjährigen Jubiläum mit Spannung entgegen. Manche hatten XING nach dem Erfolg der großen amerikanischen Netzwerke Facebook, Twitter und Google+ ja schon völlig abgeschrieben, obwohl die stetig steigenden Mitgliederzahlen das Gegenteil sagen. Andere finden XING langweilig, weil es doch eher um professionelle Vernetzung geht. Doch oft muss man sich bei der Kritik an die eigene Nase fassen, man hat vielleicht - so wie ich - irgendwann aufgehört, die dort gebotenen Möglichkeiten wie Foren und Veranstaltungen zu nutzen, weil einfach die Zeit nicht mehr für alle Netzwerke gereicht hat.

Da mir XING (früher OpenBC für Open Business Community) in einer Phase beruflicher Neuorientierung eine wichtige "Entscheidungsfindungs-Hilfe" und "Vernetzungs-Übungsplattform" war und weil mich über XING schon einige sehr gute Werbekunden und Auftraggeber gefunden haben, möchte ich XING nicht missen. Und wer weiß, vielleicht animiert mich das Update, mich dort wieder stärker einzubringen. Nach den jüngsten Geheimdienst-Skandalen und Whistleblower-Offenlegungen - z. B. sollen lt. Edward Snowden die Großkonzerne Google, Apple, Microsoft und Facebook dem amerikanischen Nachrichtendienst NSA direkten Zugriff auf das Back-End gegeben haben - will ich XING sowieso eine neue Chance geben. Vielleicht ist ein deutsches Unternehmen bei der Ausspionierung der Nutzer weniger kooperativ - allerdings ist mein Enthusiasmus in dieser Hinsicht nicht mehr allzu groß.

Das neu gestaltete XING-Mitgliederprofil soll wesentlich umfassendere und individuellere Möglichkeiten der professionellen Selbstdarstellung in frischem Design bieten, was besonders Freiberufler, Kreative, Studenten und viele andere Vernetzungswillige, Auftrag- und Jobsuchende freuen dürfte. Es soll u. a. auch die Möglichkeit bieten, Beiträge aus Foren und aus Twitter im Profil anzuzeigen. Auch die Jobsuche bzw. das Recruiting sollen vereinfacht werden, wobei genau konfiguriert werden können soll, wem das Interesse an einem Jobwechsel angezeigt wird und wem nicht.
Die Umstellung der 13 Millionen Mitglieder soll schrittweise erfolgen und mit dem heutigen Tag beginnen. Wer es nicht erwarten kann, bis es bei ihm/ihr losgeht, kann sich vorab registrieren.

Quellen und weiterführende Informationen 

Donnerstag, 13. Juni 2013

Twitter auf Webseite einbinden

Wäre es nicht schön, wenn Ihre Homepage- oder Blogbesucher Ihre Tweets beziehungsweise öffentliche Tweets Ihrer Wahl direkt auf einer Website - beispielsweise auf Ihrer Homepage, im Blog oder auf einer anderen Webseite Ihrer Domains - lesen könnten? Kein Problem, Twitter bietet Widgets, mit denen man eine Twitter-Box auf der Website integrieren kann.


Nachtrag:
Twitter hat die Nutzeroberfläche und die Konfigurierung verändert, weshalb ich eine neue Anleitung erstellt habe, siehe Twitter-Tweets in eine Webseite einbauen.
Twitter-Tweets auf einer Webseite einbinden
Die Twitter-Box lässt sich nach Wunsch konfigurieren und kann
in jede Webseite eingebaut werden. Ich nutze sie auf meiner
Portalseite tinto.de, um dort meine neuesten Tweets anzuzeigen.
Eigentlich gibt es die Möglichkeit, eine Twitter-Box mit öffentlichen Tweets in die Website einzubinden, schon seit Langem, doch war die Funktion etwas versteckt. Jetzt wurde der Widget-Code von Twitter umgestellt, der Widget-Konfigurator erweitert und leichter auffindbar gemacht.

Twitter auf Website einbinden - Anleitung

So generieren Sie Ihr Widget:
  1. Gehen Sie auf die Twitter-Homepage  
  2. Loggen Sie sich mit ID und Passwort ein.
  3. Klicken Sie auf Ihr Porträtbild in der Symbolleiste oben rechts und wählen Sie in der Dropdown-Liste Einstellungen und Datenschutz
  4. Auf der Seite Account wählen Sie in der Navigation auf der linken Seite Widgets
  5. Klicken Sie auf Neu erstellen
  6. Nun öffnet sich der Widgets-Konfigurator.

    Widgets-Konfigurator für die Konfigurierung einer Benutzer-Timeline
  7. Über die Reiter unterhalb von Wähle eine Timeline-Quelle können Sie aussuchen, welche Art von Tweets Ihre Twitter-Box zeigen soll: 
    • Benutzer Timeline
      Tweets eines öffentlichen Accounts
    • Gefällt mir
      Tweets, die Sie als Favoriten gekennzeichnet haben 
    • Liste
      Tweets einer Liste, die Sie zuvor angelegt und denen Sie öffentliche Twitter-Accounts zugeordnet haben
    • Suchen
      Tweets, die mit einem definierten Hashtag-Begriff, z. B. #garten, gekennzeichnet wurden 
    • Sammlung
      Tweent einer Sammlung, die Sie zuvor angelegt haben.
  8. Die Konfigurierung ist weitgehend selbsterklärend.

    Beispiel Benutzer-Timeline: 
    1. Wählen Sie den Reiter Benutzer Timeline
    2. Auf der linken Seite können Sie Ihr Widget nun konfigurieren, auf der rechten Seite wird währenddessen eine Vorschau angezeigt. 
    3. Bei Nutzername können Sie Ihren eigenen oder einen anderen öffentlichen Twitter-Account angeben. 
    4. Bei Optionen können Sie wählen, ob Antworten auf Tweets auch eingeblendet und ob Bilder angezeigt werden sollen. 
    5. Bei Höhe geben Sie einen Wert von mindestens 200 ein, wenn Sie nicht den vorgegebenen Wert von 600 px beibehalten wollen. Die Breite muss nicht angegeben werden, da Twitter die Breite der Box automatisch an die Umgebung anpasst - sie ist jedoch mindestens 180 px breit. 
    6. Bei Thema können Sie zwischen Hell und Dunkel wählen. 
    7. Bei Linkfarbe können Sie eine Farbe auswählen, nachdem Sie in das Feld geklickt haben, und diese speichern. 
    8. Twitter für mich nicht anpassen aktivieren Sie mit einem Häkchen, wenn Sie nicht möchten, dass Ihnen Twitter Tweets einblendet aufgrund von Informationen, die der Dienst über Ihre Interessen und Verhalten gespeichert hat. 
    9. Klicken Sie auf Widget erstellen oder später beim Bearbeiten Änderungen speichern.
      Die Eingaben werden nun auf einem Twitter-Server gespeichert und rechts unten im Code-Feld Ihr Widget-Code eingeblendet. 
    10. Kopieren Sie den Code und fügen Sie ihn an der Stelle, an der Sie Twitter in die Website einbinden wollen, in den HTML-Code Ihrer Website/Homepage oder Ihres Blogs ein.

      Tipp:
      Zusätzliche Anpassungsmöglichkeiten ("Client Side Options") werden auf der Seite für Twitter Entwickler beschrieben (Englisch).

Twitter auf Website einbinden - Anwendungsbeispiele

Ich habe eine Twitter-Box mit meinen letzten Tweets auf meiner tinto.de-Einstiegsseite und im Media Newsroom von evaschumann.biz eingebunden. Ob das auch bei Ihnen Sinn macht, hängt von der persönlichen Nutzung und vom Kommunikationskonzept ab.
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Ich verwende die verschiedenen Social-Media-Plattformen zu unterschiedlichen Zwecken:
  • Zum Diskutieren bevorzuge ich die Kommentarfunktionen von Blogs sowie die Kommunikationsmöglichkeiten bei Facebook und Googleplus.
  • In meiner Twitter-Timeline stelle ich vorwiegend neue Blogartikel und Informationswebseiten aus meinem eigenen "Internetreich" vor. Nur manchmal teile ich auch besonders Interessantes aus meinem Netzwerk auf Twitter - allerdings nur dann, wenn ich meine, dass diese Tweets nicht nur meine Twitter-Follower, sondern auch meine Webseiten-/Blogbesucher interessieren könnten, denn wie bereits erwähnt: Ich habe Twitter auf meiner tinto.de-Einstiegsseite und im Social Media Newsroom von evaschumann.biz eingebunden. So haben auch meine Webseiten- und Blogbesucher eine komfortable Möglichkeit, sich anhand der letzten Tweets über Neues in meinen Internetprojekten zu informieren.


Nutzt/nutzen Sie die Kommentarfunktion und fügt eure/Ihre Erfahrungen hinzu. Wenn der Blogbeitrag euch/Sie inspiriert hat, abonniert/abonnieren Sie den Feed oder per E-Mail.

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Sonntag, 13. Januar 2013

Social-Media-Analyse: Facebook, Google+, Twitter & Co. bringen kaum Webseitenbesucher

Meine Social-Media-Analyse der letzten 12 Monate zeichnet ein noch trüberes Bild, als die Social-Media-Analyse, die ich Ende August 2012 veröffentlicht habe: Es fanden - im Vergleich zu anderen Traffic-Quellen - nur wenige Besucher über Facebook, Google+, Twitter und Pinterest zu meinen Webseiten und Blogartikeln - jedenfalls auf dem direkten Weg. Wie ist das bei anderen?

Ich habe Webseiten und Blogs zu ganz unterschiedlichen Themen - von Verbraucherthemen wie Garten oder Geld bis zu netzpolitischen und Kommunikationsthemen wie in diesem Blog. Ich wollte wissen, wie viele Besuche meiner Webseiten und Blogartikel über Verlinkungen in Social Media zustande kamen (Traffic-Analyse).

Für Webanalysen meiner eigenen Domains (Verbraucherthemen, überwiegend statische Webseiten, seit 1998 gewachsen) nutze ich Google Analytics (IP-Adressen anonymisiert).

In Google Analytics ist eine beschränkte Social-Media-Analyse enthalten, mit der man Social-Media als Traffic-Quelle für Websites und/oder Blogs untersuchen kann: Über Besucherquellen -> Soziale Netzwerke -> Netzwerkverweise erhält man eine Liste mit den sozialen Netzwerken (Facebook, Google+, Blogger, Twitter, Pinterest etc.) und der jeweiligen Anzahl der Besuche, die über sie zustande kamen. (Google Analytics wertet dabei auch Blogger, also seine eigene Plattform für Blogs, mit deren Hilfe auch dieser Blog existiert, als soziales Netzwerk.) Klickt man auf den Namen einer Social-Media-Plattform in der Liste, so erhält man eine Aufstellung der einzelnen Verweise (Links) und die dazugehörende Zahl der Besuche.

Meine Ergebnisse für die vergangenen 12 Monate:

Besucherquellen bei Verbraucherthemen (tinto und tinto-Projekte)

  • 74,43 Prozent der Besuche von tinto und tinto-Projekten kommen über eine Suche auf meine Webseiten (bzw. einige wenige Blogartikel, die in dieser Statistik enthalten sind)
    - davon 93,57 Prozent über die Google-Suche, 2,22 Prozent über Bing und 1,33 Prozent über Yahoo, 
  • 16,54 Prozent kommen über Verweise (Verlinkungen)
    Hierin sind auch die Verweise von den Social-Media-Plattformen zu meinen Webseiten enthalten. 
  • 9,03 Prozent kommen direkt - die Besucher kennen also die entsprechende URL.

Besuche, die durch Verweise von Social-Media-Plattformen (soziale Netzwerke) auf meine Webseiten zustande kamen:

1,07 Prozent der Besuche kamen durch Links von Social-Media-Plattformen (ohne Blogger) zu tinto und tinto-Projekten.

Bezogen auf die Gesamtzahl der Besuche ergibt sich folgendes Bild:
  • 0,7 Prozent der tinto-Besuche kamen durch Links von Facebook, 
  • 0,22 Prozent der Besuche über Google+, 
  • 0,08 Prozent durch Twitter und 
  • 0,01 Prozent durch Pinterest.
Besucherquellen für tinto und tinto-Projekte
Soziale Netzwerke sind bei tinto und den tinto-Projekten (fast ausschließlich statische Webseiten) im Vergleich zur Google-Suche oder den direkten Zugriffen als Traffic-Quelle fast bedeutungslos - jedenfalls auf den ersten Blick.

Besucherquellen dieses Kommunikationsthemen-Blogs

Zu den Themen dieses Blogs gehören Social Media, Suchmaschinenoptimierung (SEO), Netzpolitisches und andere Themen. In diesen Blog habe ich Google Analytics nicht eingebaut und daher nur eine rudimentärere Blogstatistik. Doch kann ich ersehen, dass hier immerhin fast 5 Prozent der Besuche über Verweise bei Google+ zustande kommen und 1,07 Prozent über Links bei Facebook.

Auch bei meinen Themenblogs wie gartensaison-gartentipps.blogspot.com oder beste-geldanlage.blogspot.com spielen Social Media eine größere Rolle als oben bei den überwiegend statischen Webseiten von tinto und tinto-Projekten.

Wie ist meine Social-Media-Analyse zu bewerten?

Meine kleine Social-Media-Analyse, eigentlich eine Traffic-Quellen-Untersuchung, ist natürlich nur ein winziger Bruchteil dessen, was alles zu einer Bewertung von Social Media für einen Freiberufler oder ein Unternehmen gehören würde.

Als Besucherquelle für meine tinto-Verbraucherthemen-Webseiten haben die Social-Media-Plattformen nicht wirklich überzeugt - von den verschiedenen Social-Media-Plattformen schnitt hier Facebook noch am besten ab. Allerdings sind die Zahlen relativ - d. h. es kann auch sein, dass, weil die Suche als Besucherquelle so erfolgreich ist, Social Media nur im Vergleich dazu schwach ist. Ich kann auf jeden Fall große Unterschiede zwischen verschiedenen Themen feststellen. Zum Beispiel: Während ich mich mit dem Thema Garten bei Facebook gut vernetzen konnte, klappt das beim Thema Geld nicht so gut - auch weil meine Ansprüche da sehr hoch sind, da ich Verbraucher aufklären möchte und nicht mit Zockerplattformen kooperieren möchte.

Im Vergleich zu den statischen Themenseiten spielen auch bei meinen Themenblogs die sozialen Netzwerke eine größere Rolle als Besucherbringer.

Auffällig ist, dass Google+ bei meinen Artikeln über Urheberrecht, Social Media und Kommunikationsthemen wesentlich wichtiger zu sein scheint als Facebook. Allerdings sollte man in diesen Vergleich nicht zu viel hineinlesen, denn ich verhalte mich in den verschiedenen sozialen Netzwerken und zu den verschiedenen Themen nicht identisch. Doch passt zu dieser Beobachtung, wie rege bei der Einführung von Communities bei Google+ der Zulauf bei Online-Marketingthemen war (wozu auch Social Media Management und Suchmaschinenoptimierung gehören) und wie schwach bei normalen Verbraucherthemen.

Interpretationsmöglichkeiten für meine Ergebnisse gibt es viele - vom Zweifel an meiner persönlichen Social-Media-Strategie bis zum Zweifel an Social Media als geeignete Besucherquelle für Websites und Blogs.

Allerdings sollte man nicht vergessen, dass erstens die Zahlen relativ sind und zweitens, dass Social Media nicht hauptsächlich dazu da sind, Besucher auf Webseiten und Blogs zu holen, sondern zur Kommunikation - von der freundschaftlichen und/oder beruflichen Vernetzung bis zu Kundenservice und Unternehmenskommunikation.

Darüber hinaus bewerten Suchmaschinen - so weit man über die Algorithmen weiß - auch die Aktivitäten von Autoren in Social Media, so dass diese zu einer besseren Platzierung von deren Artikeln in den Suchergebnissen führen können, was dann über Umwege auch zu mehr Besuchern führt - genauso wie auch die Vernetzung in Social Media zu einer Verlinkung durch andere Teilnehmer führen kann, was sich natürlich auch auf die Besucherzahlen auswirken würde.

Mich interessiert, ob andere Blogger und Webseitenbetreiber ähnliche Beobachtungen gemacht habt oder ob ich mit meinen Zahlen eine Ausnahme von einer ganz anderen Regel bin.

Donnerstag, 30. August 2012

Wie viele Seitenbesucher kommen durch Facebook, Google+ und Twitter?

"Vergebliche Mühe" titelt internet WORLD BUSINESS heute und meint damit die Jagd nach möglichst vielen Facebook-Fans. Das machte mich neugierig und ich konsultierte die Quelle und meine eigene Statistik des vergangenen Monats.

Der Online-Artikel von internet WORLD BUSINESS bezog sich auf eine Untersuchung von BuzzFeeD (alle Quellen unten), die nach einer Korrelation zwischen der Anzahl von Facebook-Fans von Verlagen und dem Traffic suchten, den diese Verlage über Verweise in Facebook auf ihre "Sites". BuzzFeeD kam zu dem Schluss, dass es keine bis wenig Korrelation gibt: Viele Fans bedeuten nicht unbedingt viele Besucher (= mehr "traffic"). Dabei dürfte es keine Rolle spielen, ob diese "Sites", die verlinkt wurden, als statische Webseiten oder als Blog realisiert sind.

Nach der Lektüre dieses Artikels schaute ich mir meine eigene Statistik vom vergangenen Monat für tinto.de und andere eigene Domains hinsichtlich Besucher-Quellen an. Meine Inhalte befinden sich vorwiegend auf statischen Seiten, die ich seit 1998 betreibe, aber es ist auch ein auf eigener Domain integrierter Blog dabei.

Das Ergebnis für diese selbstgehosteten Inhalte:
  • < 2 % der Besuche kommen über Facebook 
  • ~ 0,5 % der Besuche über Google+ 
  • ~ 0,2 % der Besuche über Twitter 
Zum Vergleich:
  • ~ 72 % der Besuche kommen über die Google-Suche 
  • ~ 7,5 % der Besuche waren direkt
  • ~ 2 % der Besuche kamen über die Bing-Suche 
  • ~ 1 % der Besuche über Blogger (Blog-Plattform)
Traffic-Quellen Social Media
Herkunft der Webseiten-/Blogartikel-Besuche in Prozent
(Ausgesuchte Traffic-Quellen: Social Media u. a.)


Zähle ich die Besuche über Facebook, Google+ und Twitter zusammen, dann kommen ca. 2,2 % meiner Domain-Besuche über diese drei Social Media-Plattformen zustande. (Ich stelle in Social Media allerdings auch Artikel vor, die sich auf Blogger-Blogs (als nicht auf einer eigenen Domain) befinden - diese Verweise sind in dieser Statistik nicht enthalten, da sie extern gehostet sind.)

Jedenfalls kommen knapp 2 % der Seitenbesuche auf meinen eigenen Domains von Facebook - und da hauptsächlich von meiner Gartensaison-Facebook-Page, wo die "Fans" und ich eine rege kleine Austauschgruppe von Garten- und Pflanzenfreunden bilden, die sich gegenseitig unterstützen.

Der Traffic von Social-Media-Plattformen ist nur ein Kriterium von vielen

Die Zahl der Besucher, die über Facebook kommen, ist nicht wirklich beeindruckend. Es wäre noch interessant zu wissen, wie sich die Fan-Zahlen und die Interaktionen mit den Fans auf den Google-Algorithmus (und damit die Sichtbarkeit in den Sucherergebnissen der Google-Suche) auswirken. Doch leider werden solche Algorithmen nicht offengelegt.

Überrascht bin ich, wie wenig Seitenbesuche über Google+ und Twitter zustande kommen, obwohl dort meine Follower-Zahlen ein Vielfaches betragen - das bestätigt allerdings die Ergebnisse von BuzzFeeD, auch wenn die sich nur auf Facebook bezogen: Mehr Fans, Einkreiser oder Follower bedeuten nicht unbedingt mehr Traffic.

Circa 1 % der Besucher auf meinen Domains finden über Blogs bei Blogger zu mir. Blogger ist eine kostenlose Blog-Plattform für Anfänger aus dem Hause Google. Auch in diesem Fall sind es hauptsächlich Garten-Interessierte und teilweise an Geldthemen interessierte Besucher, die über die Links von dort zu meinen Webseiten kommen. Die Verweise stammen zum Teil von eigenen Blogger-Blogs, die ich als Ergänzung zu den Websites auf meinen Domains führe. Inzwischen habe ich allerdings auch einen Wordpress-Blog auf der eigenen Domain (weshalb der nicht als externe Quelle geführt wird).

Wenn ich nur den Zeitaufwand für meine Social-Media-Aktivitäten und die dadurch generierten Besuchszahlen ("traffic") gegenüberstellen würde, dann würde ich diese wohl einschränken und meinen Fokus noch stärker auf Seiten-/Artikel-Erstellung und Suchmaschinen-Optimierung legen müssen. Doch möchte ich zum einen die Abhängigkeit von der Google-Suche (-> Machtkonzentration) verringern und zum anderen die Inspiration (einschließlich der täglichen Aufreger) und die Kommunikation mit den Menschen aus aller Welt nicht missen.

Quellen