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Sonntag, 12. Mai 2019

Social Climbing in den sozialen Netzen ist keine Einbahnstraße (Beispiel: Drama um James Charles und Tati Westbrook)

Wer zur richtigen Zeit im richtigen sozialen Netzwerk mit einer guten Idee, Talent, Know-how, Fleiß und Durchhaltevermögen aufschlägt, kann manchmal eine unglaubliche Influencer-Karriere hinlegen - im englischsprachigen Raum noch etwas leichter als im deutschsprachigen, weil die Nutzerzahlen viel größer sind, was der → Monetarisierung (Einnahmen generieren) hilft. Die Erfolge der Vorbilder locken natürlich NachahmerInnen und manche von ihnen meinen, mit den richtigen "Freunden" und einer geschickten Selbstvermarktung werden sie noch schneller zu einem noch größeren Star. Und manchmal haben sie recht. Doch der Weg geht nicht nur bergauf, wie das neueste Drama der in der englischsprachigen Beauty-Community am Fall James Charles zeigt (Meinungsbeitrag).

Eine Kennzahl für den Erfolg von InfluencerInnen ist die Zahl ihrer Abonnenten (Subscriber). Aber so schnell, wie sich die Begeisterung unter den Fans ausgebreitet hat, so schnell kann sie auch vergehen, wenn diese enttäuscht werden.
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Tatsächlich freuen sich die Fans über Erfolg und Reichtum ihrer Social-Media-Gurus. Sie nehmen stundenlange Anreisen auf sich, um sie zu bejubeln, und sie kaufen gerne ihre Produkte, um sie noch reicher zu machen. Doch die gute Stimmung kann schnell umschlagen, wenn an den Bewunderten charakterliche Schwächen offenbar werden und sie enttäuscht sind. Dann schlägt die Stunde der Rache.

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Das Drama um James Charles und Tati Westbrook

Dass Social Climbing (im Sinne von "sozialer Aufstieg durch die Benutzung anderer") auch in den sozialen Netzen keine Einbahnstraße ist, muss gerade Beauty-Guru James Charles (James Charles Dickinson), 19 Jahre, geboren in New York, wohnhaft in Los Angeles/Kalifornien, erfahren. Geschickt und eifrig hat er sich in sehr kurzer Zeit durch Kollaborationen mit bekannteren YouTubern und anderen Prominenten mehr und mehr Fans und Abonnenten ("Clout") "erarbeitet". Gerade bei den jüngsten YouTube- und Instagram-NutzerInnen hat(te) er viele AnhängerInnen - vor wenigen Tagen waren es insgesamt noch 16,5 Millionen. Zu seinem Freundes- und Mentorenkreis gehörten bis vor kurzem unter anderem auch Beauty-Influencerin und Businessfrau Tati Westbrook sowie Jeffree Star, Influencer, Make-up-Produkteentwickler und Unternehmer.

Allerdings fiel James Charles nicht nur durch sein Talent, Fleiß und Kreativität auf, sondern auch immer wieder durch Dramen und Skandale, die ihm aber wegen seines jugendlichen Alters verziehen wurden. Vielleicht waren manche sogar absichtlich als Provokation und Teil seiner Selbstvermarktungsstrategie herbeigeführt? Wir wissen es nicht. Doch lief für ihn die Zeit des "Welpenschutzes" langsam aus - immerhin weist er gerne darauf hin, wie schnell er wegen seines großen Erfolges erwachsen werden musste. Einige Beobachter hatte allerdings seit einiger Zeit der Verdacht beschlichen, dass er andere - beispielsweise Jeffree Star - bewusst benutzt, um Abonnenten zu sammeln, und keinem ein echter Freund ist. Er glänzte nicht gerade durch Loyalität, wenn Freunde unter Druck waren, und zollte der Leistung und Kreativität anderer nicht oder erst, nachdem er öffentlich von Fans gerügt worden war, die gebührende Anerkennung, obwohl er davon profitierte.

Manche früheren UnterstützerInnen haben sich geräuschlos abgewendet, aber seine Abonnentenzahlen kletterten trotzdem noch weiter - die Zugänge waren nach wie vor größer als die Abgänge. Vergangene Woche wurde er von YouTube sogar zur Met Gala 2019 nach New York geschickt, was eine (geneidete) Auszeichnung ist - die er nach Ansicht vieler Social-Media-Nutzer nicht verdient hatte. Wahrscheinlich hatte er da bereits seinen Zenit überschritten, er wirkte fehl am Platz und so als ahnte er, das bald etwas über ihn hereinbrechen würde.

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Das Karma schlägt zurück

Die letzten Skandale waren offensichtlich zu viel gewesen und er war einmal zu oft und zu offensichtlich illoyal gewesen. Eine zutiefst verletzte Ex-Mentorin veröffentlichte zuerst eine Instagram-Story (kurze Video-Stellungnahme), dann - wegen der ihrer Meinung nach falschen Darstellung der Sachlage durch einen unbeteiligten Dritten (der schon in einem → Drama um Jeffree Star und seine falschen Freunde im Vorjahr den Zündfunken für ein Feuer in der englischsprachigen Beauty-Community gegeben hatte) - ein ausführliches YouTube-Video über ihre Sicht der Dinge, was sie mit James erlebt hatte, wie er ihr nach ihrer Ansicht in den Rücken gefallen sei und welche unguten Entwicklungen er zeige. Zwei ihrer Freunde und Top-Influencer, nämlich Jeffree Star und Shane Dawson (YouTuber, Film- und Dokuserien, Buchautor) stellten sich in den sozialen Netzen (vor allem bei Snapchat, Twitter und Instagram) an ihre Seite.

Eine Lawine brach los. Statt stetig mehr werdender Fans zeigte → Socialblade für James Charles plötzlich fallende Abonnentenzahlen – bei seinem YouTube-Account verlor er an einem Tag sogar über 1,2 Millionen Abonnenten. Inzwischen (15.05.2019) sind es über drei Millionen Abonnenten alleine bei YouTube, die ihm entfolgten. Auch viele seiner "Geschäftsfreunde" und Celebrities, mit denen er zusammengearbeitet hatte, wendeten sich von ihm ab!

Social Blade
Social Blade (socialblade.com) ist eine Social-Media-Statistik-Website für YouTube, Twitch, Facebook, Instagram, Twitter und andere soziale Netze/Kanäle. Man kann die Statistiken seiner eigenen Social-Media-Konten und auch die von anderen abrufen und erhält Zahlen zu Abonnenten-Zugängen/Abgängen, Abrufzahlen für Veröffentlichungen, dazu auch Grafiken und anderes mehr. Man kann auch die Zahlen von mehreren Influencern/Content-Schaffenden miteinander vergleichen.

Weniger Clout, weniger Marktwert, weniger Einnahmen

Weniger Abonnenten und Fans ("Clout") sowie eine Dramen- und Skandalvergangenheit schmälern den Marktwert von Influencern und schwächen die Position bei Verhandlungen mit potenziellen Werbepartnern. Skandale können einen Influencer für Marketing-Abteilungen und -Agenturen sogar "toxisch" werden lassen, so dass die betreffende Person grundsätzlich keine "Brand Deals" (Werbeverträge mit Marken) von ihnen bekommt. James Charles verliert also nicht nur sehr viele Fans, sondern richtig viel Geld.

Fazit

Was lernt man daraus für die Selbstvermarktung in sozialen Medien? Alles kommt irgendwann ans Licht und dann schlägt das Karma zurück. Man sollte sich im Internet wie im realen Leben anständig verhalten, andere nicht benutzen und Freunden nicht in den Rücken fallen.

Fans können sich mit einem Klick abwenden - so schnell, wie sie kommen, können sie auch wieder gehen. Aber wenn sie enttäuscht und wütend sind, dann gehen sie nicht still leidend, sondern sie schimpfen laut, wiegeln andere auf und bringen damit leicht eine Lawine ins Rollen. Die eben noch bewundernden Fans werden zu einem wütenden Mob, der nach Opfern dürstet. Erbarmungslos richten sie beispielsweise mit SocialBlade Live-Abonnentenzähler ein, damit alle in Echtzeit verfolgen können, wie die Zahlen beim jetzt als böse erachteten Influencer in den Keller gehen und bei der nun als gut bewerteten Person steigen. Das Kolosseum in Rom lässt grüßen.

Tatis Abschiedsrede an James: Bye Sister (YouTube, Kanal Tati Westbrook)


[Nachtrag am 15.5.2019:

Das, was ich am 12.5. schrieb, war noch nicht das Ende, denn die Dramakanalbetreiber liefen sich gerade erst warm und weiden derzeit nicht nur das Tati-James-Drama in aller Breite und Tiefe aus, sondern gingen auch den letzten Skandalen um James Charles noch einmal nach. Da waren beispielsweise die sehr hohen Eintrittspreise für eine Teilnahme an seinen Fanveranstaltungen (Meet & Greet), was von vielen als zu geldgierig angesehen wurde. Dann gab es Veröffentlichungen von Betroffenen, er habe angeblich Personen seiner Begierde psychisch unter Druck zu setzen versucht, um seinen Willen zu bekommen. Nun hat sich auch Jeffree Star bei Twitter zu Wort gemeldet (inzwischen wurde der Tweet gelöscht und später hat er sich entschuldigt, dass er das nicht hinter verschlossenen Türen geregelt habe), sein Lebenspartner Nate habe James anscheinend schon vor einigen Wochen den Zugang zu ihrem Heim für immer verboten - weswegen nun in den sozialen Netzen spekuliert wird, was den ruhigen, eher introvertierten Nate, der sich aus dem ganzen Social-Media-Zirkus weitgehend heraushält, zu so einem Schritt bewogen haben könnte und ob es mit ihm selbst oder seinem jüngeren Bruder zu tun hatte, der ebenfalls in dem Haus ein und aus geht. Die Gerüchteküche steht immer noch unter Dampf, die Clout Chaser gießen Öl ins Feuer … Noch ist kein Ende in Sicht.]

Disclaimer
Dies ist ein Meinungsbeitrag. Meine Darstellung basiert auf Beobachtungen, Veröffentlichungen der Beteiligten sowie auf Äußerungen von Dritten, die aber möglicherweise ihre eigene Agenda haben. Für die Richtigkeit kann ich nicht garantieren, manches ist meine Interpretation. Sollte etwas falsch dargestellt sein, bitte eine E-Mail an → tinto@tinto.de schreiben oder einen Kommentar hinterlassen. Ich werde den Sachverhalt prüfen und meinen Text gegebenenfalls ändern.

Umgang mit Menschen im Netz
Bitte keinen Hass und keine Gemeinheiten verbreiten. Leute, die man nicht mehr mag, kann man mit einem Klick entfolgen, man muss sie nicht fertigmachen. Ich wünsche James Charles, dass er gut durch diese harte Zeit kommt und aus seinen Fehlern lernt. Letzteres sollten auch die, die ihm möglicherweise ein schlechtes Vorbild waren.

Wir als Beobachter müssen uns darüber klar sein, dass wir immer nur einen Bruchteil des Ganzen kennen und oft nur aus einer Perspektive von vielen möglichen. Wir sollten nicht zu schnell urteilen und verurteilen! Wer seine Meinung äußern will, sollte sachlich und respektvoll bleiben - auch, weil man nie weiß, in welchem mentalen Zustand der andere ist und was er/sie verkraften kann. Hass und Gemeinheiten gibt es schon viel zu viel auf der Welt. Tragen wir lieber etwas Positives bei und arbeiten an unseren eigenen Fehlern. Wir sitzen doch irgendwie alle im Glashaus.

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Mittwoch, 13. Dezember 2017

Twitter: Threads und Moments erstellen - Stories the Twitter Way

Bei Twitter kann man jetzt aus Einzeltweets eine zusammenhängende Geschichte basteln oder sie zu einer thematischen Einheit bündeln. Dafür hat man zwei Möglichkeiten: Threads und Moments. Im Gegensatz zu den Stories bei Instagram und anderen Social-Media-Netzwerken werden die Twitter-Threads und -Moments aber nicht automatisch nach einer bestimmten Zeit gelöscht, sondern sind dauerhaft.

Threads (Gedankengänge, rote Fäden)

Will man eine Geschichte "quick and dirty" aus mehreren eigenen Tweets basteln oder braucht man einfach mehr Zeichen, als ein einzelner Tweet für ein Thema hergibt (früher 140, jetzt 280 Zeichen), hängt man während des Verfassens einfach mehrere Tweets aneinander.

Thread erstellen - so geht's
  1. Klicken Sie auf Twittern (blaue Schaltfläche oben rechts in der Menüleiste über dem großen Headerbild).
    Das Fenster Neuen Tweet verfassen öffnet sich. 
  2. Verfassen Sie den ersten Tweet wie gewohnt, klicken Sie jedoch nicht auf Twittern, sondern auf das + Zeichen (für Weiteren Tweet hinzufügen) links daneben.



    Die Überschrift ändert sich zu Neuen Thread verfassen und es öffnet sich ein weiteres Tweet-Eingabefeld. 



  3. Schritt zwei können Sie bis zu 24 Mal durchführen. 
  4. Beim letzten Tweet, spätestens dem 25. Tweet, des Threads klicken Sie dann auf die Schaltfläche Alle twittern

Bestehende Threads kann man editieren und ihnen Tweets hinzufügen oder von ihnen Tweets entfernen. Man findet die eigenen Threads unter den eigenen Tweets und zwar jeden einzelnen Tweet des Threads, den neuesten oben.


Man kann den Thread öffnen, indem man unterhalb eines der Tweets auf Diesen Thread anzeigen klickt. Der Thread wird angezeigt. Mit einem Klick auf Weiteren Tweet hinzufügen kann man einen Tweet erstellen, der dann ebenfalls im Thread erscheint. Die Möglichkeit, einen Tweet zu löschen, erhält man über das Dropdown-Menü, das erscheint, wenn man auf den Pfeil nach unten (rechts neben einem Tweet) klickt.

Threads können übrigens auch Moments hinzugefügt werden.

Moments (Momente, Augenblicke)

Während Threads ohne weitere Verschönerung oder Aufmachung daherkommen, haben Moments ein "Cover", eine Überschrift und einen Einführungstext. Und sie können nicht nur eigene Tweets enthalten, sondern beispielsweise eine Sammlung von Tweets sein, die man mit Gefällt mir markiert hat.

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So ruft man den eigenen Bereich Moments auf:
  • indem man auf der Tweets-Seite mit den eigenen Tweets auf Moments (rechts neben Listen im Menü über den Tweets) klickt oder
  • indem man auf das kleine Profilbild (im Menü ganz oben über dem großen Headerbild auf der rechten Seite) klickt und im sich dann öffnenden Dropdown-Menü Moments wählt.


Als nächstes wird Moments aufgerufen und bereits existierende Moments werden angezeigt.

So erstellen Sie Ihren ersten und jeden anderen neuen Moment:
  1. Unter Moment erstellen (auf der rechten Seite) klicken Sie auf Neuen Moment erstellen.



    Das Fenster Moment bearbeiten: wird aufgerufen.
  2. Im Fenster Moment bearbeiten: geben Sie den Namen und die Beschreibung ein und fügen Sie ein Cover hinzu.
    Das Cover kann ein Bild oder Video sein - entweder von der eigenen Festplatte oder, nachdem man Tweets hinzugefügt hat, von einem der Tweets.
    Das Coverbild wird angezeigt, wobei Sie den Ausschnitt verschieben können. Rechts neben dem großen Bild sehen Sie die quadratische Vorschau für das Web. Oben in der blauen Menüleiste hat man nun die Schaltflächen Später fertigstellen (Speichern ohne Veröffentlichung) und Veröffentlichen (Speichern und Veröffentlichen).
  3. Falls Sie sofort Tweets hinzufügen möchten, klicken Sie auf die Schaltfläche Weiter unter der quadratischen Bildvorschau.
    Sie werden aufgefordert den Bildausschnitt für die mobile Vorschau einzurichten.
  4. Verschieben Sie den Bildausschnitt für die mobile Vorschau nach Wunsch und klicken Sie auf Speichern unter der mobilen Vorschau.
  5. Wählen Sie die Tweets aus, die Sie dem Moment hinzufügen möchten.
    Klicken Sie dafür zunächst auf einen der folgenden Reiter/Links:
    • Tweets, die mir gefallen
    • Tweets vom Account - das sind die eigenen
    • Tweet-Suche
    • Link twittern - damit ist der Link zu einem bestimmten Tweet gemeint.
    Klicken Sie auf den kleinen Haken rechts neben einem Tweet, um diesen Ihrem Moment hinzuzufügen.
  6. Klicken Sie am Ende auf Veröffentlichen.
    Der Moment erscheint nun in der Liste Ihrer Momente.
Moment nachträglich bearbeiten

Ein Moment lässt sich nachträglich öffnen und bearbeiten.
  1. Rufen Sie, wie oben beschrieben, Ihren Bereich Moments auf.
    Vorhandene Momente werden angezeigt. 
  2. Klicken Sie auf das Häkchen rechts neben dem Moment, den Sie bearbeiten möchte.


    Ein Dropdown-Menü öffnet sich. 
  3. Wählen Sie Moment bearbeiten im Dropdown-Menü.
  4. Das weitere Vorgehen ist selbsterklärend: Sie können die einzelnen Tweets verschieben oder löschen. Wenn Sie fertig sind, klicken Sie auf Fertig

Fazit

Threads und Moments bieten auf jeden Fall neue Möglichkeiten für Twitterer. Beide eignen sich nicht nur um Gedankengänge, Diskussionsbeiträge, Follow-ups zu einem Thema, einer Nachricht oder einer Veranstaltung zu bündeln, man kann einen Moment oder Thread auch wie ein Inhaltsverzeichnis einsetzen, wobei jeder Tweet ein Kapitel vorstellt und auf den entsprechenden (Blog-)Artikel verlinkt. Einen Moment kann man auch nutzen, sich oder seine Arbeit genauer vorzustellen und den Moment oben am Profil anheften (über das Dropdown-Menü des Moments in der eigenen Tweets-Ansicht, nicht im Moments-Bereich - dort fehlt der Menüpunkt).





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Donnerstag, 23. Januar 2014

Instagram auf dem PC? Ja, mit einem App Player!

Instagram ist das am stärksten wachsende soziale Netzwerk. Doch der Zugang zu allen Funktionen erfordert normalerweise ein Smartphone und die entsprechende Instagram App auf diesem. Was also tun, wenn man kein Smartphone hat und trotzdem bei Instagram dabei sein will? Es gibt eine Lösung: einen App Player, der die Instagram App auf dem PC simuliert.

Nachtrag: Instagram im Web
Inzwischen geht vieles einfacher: Wer Instagram ohne Smartphone nutzen möchte, kann sich nun vom Computer aus auf der Instagram Website umschauen, dort einen Account anlegen, sich einloggen, das Profil erstellen und bearbeiten, anderen folgen, Stories anschauen, Beiträge kommentieren oder bei Gefallen mit einem Herz auszeichnen etc. Nur eines kann man vom PC aus ohne App Player nicht: selbst Bilder oder Stories hochladen.
Ich habe mir zwar inzwischen ein Smartphone mit Instagram App zugelegt und nutze sie, um meine Bilder bei Instagram zu posten, doch zum Schauen, was andere so posten, um zu kommentieren und zu liken ("herzen") bevorzuge ich, wenn ich zuhause und am Schreibtisch bin, die Webversion - vor allem das Schreiben und Kommentieren macht mir mit einem Smartphone nicht viel Freude, da schätze ich die normale Tastatur eines Computers. Außerdem sind die Bilder und die sich selbst löschenden Kurzfilmchen ("Stories") am großen Monitor einfach viel schöner anzuschauen.

Instagram mit einem App Player auf dem PC
Ich bin kein Smartphone-Verweigerer - auch wenn mich die zusätzlichen Überwachungs- und Datensammelmöglichkeiten, die man NSA, Google und anderen mit der Smartphone-Technik einräumt, stören. Ich habe vor allem deshalb kein Smartphone, weil ich selten weiter als zehn Meter von meinem Notebook entfernt bin (und im Auto für Notfälle ein altes Prepaid-Handy habe). Einen guten Fotoapparat habe ich auch schon - ich brauche also einfach kein Smartphone, jedenfalls nicht, solange dieses Teil nicht beamen kann. Doch wurmt es mich schon seit einiger Zeit, dass ich manche mobilen Spielereien und Trends nicht ausprobieren kann. Um auf den Einblick in das mobile Leben nicht zu verzichten zu müssen oder gezwungen zu sein, mir doch ein teueres Smartphone anzuschaffen, suchte ich immer wieder nach Möglichkeiten, Instagram und andere Apps ohne Smartphone zu nutzen oder wenigstens mal hineinschnuppern zu können. 

Eine brauchbare Lösung fand ich über InstagramforPC (alle Links am Ende): Es gibt eine Smartphone-Emulation namens BlueStacks App Player, die ein Smartphone auf dem PC simuliert und mittels derer man Android-Apps auf dem PC laufen lassen kann. Mit dem BlueStacks App Player hat man Zugang zu unzähligen kostenlosen und kostenpflichtigen (Vorsicht!) Videos, Spielen, Messenger und was es sonst noch als App gibt.

Instagram auf dem PC - Anleitung

Um Instagram auf dem PC nutzen zu können, muss man also zunächst den BlueStacks App Player installieren und danach die Instagram App.

Vorbereitung:

Falls man einen Google-Account hat und den vorhandenen nutzen möchte, aber die Login-Angaben nicht auswendig weiß, schreibt man sie sich am besten vorher auf einen Zettel: E-Mail-Adresse (nur den Teil vor @gmail.com muss man eingeben) und das dazugehörige Passwort.

Download und Installation des BlueStacks App Player

Heruntergeladen habe ich den BlueStacks App Player sicherheitshalber bei Chip online, da die BlueStacks App Player Software dort auf Viren geprüft ist. Das Herunterladen und Installieren ist selbsterklärend. Alternativen zum BlueStacks App Player sollen Pixsta (vorher Instagrille), Webstagram, WebbyGram und andere sein - die habe ich jedoch nicht ausprobiert.

Instagram installieren

Als nächstes wird Instagram installiert:
  1. Auf der ersten Seite des BlueStacks App Players auf Search (Suche, Lupensymbol) klicken und auf der nächsten Seite oben im Eingabefeld Instagram eingeben. Der Player zeigt schon während der Suche ein Instagram-Symbol an. 
  2. Auf das Instagram-Symbol klicken und im nächsten Ergebnisfenster, das zig Apps im Zusammenhang mit Instagram zeigt, Instagram (Suchergebnis-Platz 1) auswählen. 
  3. Im nächsten Fenster ist ein Icon Installieren zu sehen. Darauf klickt man, und mit einem weiteren Klick im nächsten Fenster (mit dem man den Zugriff auf viele Daten erlaubt) ist Instagram installiert. 
  4. Bei Instagram registrieren
    Bevor man Instagram nutzen kann, muss man sich noch registrieren - per E-Mail oder per Facebook - und dabei einen Nutzernamen und ein Passwort eingeben. 
  5. Fertig. Nun kann man sich mit Instagram vertraut machen, sein Profil ausfüllen, nach Bekannten und deren Uploads suchen.

Bilder vom PC zu Instagram hochladen mit Gramblr

Ich hatte gehofft, Bilder, die ich auf dem PC habe, zu Instagram hochladen zu können (Nachtrag: Das funktioniert inzwischen direkt aus der App heraus, siehe Kommentare.) Ich hatte mir vorgestellt, eine Galerie aufzubauen, ähnlich wie ich sie bei Pinterest habe. Doch mit der oben beschriebenen Kombination aus BlueStacks App Player und Instagram App konnte ich nur Bilder, die ich während der geöffneten Instagram App mit deren Fotografierfunktion mittels Notebook-Kamera fotografiert hatte, hochladen und mit anderen teilen. Mit der Notebook-Kamera zu fotografieren ist aber nicht so ein Spaß, wenn man sich nicht gerade selbst fotografieren möchte.

Um Bilder direkt vom PC hochladen zu können, benötigte ich eine weitere Software: Gramblr.

Auf der Gramblr-Homepage lud ich die Software für Windows herunter (es gibt sie auch für Mac OS), installierte sie und loggte mich mit meinen Instagram- Zugangsdaten ein. Das ging sehr schnell und ich konnte sofort mit meinen Uploads beginnen.

Achtung: Die Bilder zum Uploaden vom PC zu Instagram mit Gramblr müssen im

  • JPG-Format, 
  • quadratisch, 
  • jeweils kleiner als 650 x 650 Pixel und 
  • unter 500 Kilobyte sein. 
Dann klappte alles wunderbar!

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Nachtrag: Inzwischen kann man ähnlich wie Instagram auch WhatsApp und Snapchat über Bluestacks (und mittels einer Mobilfunknummer) auf einem PC/Notebook installieren.

Quellen, Downloads, Informationen

Mein System:
Windows 7 Home Premium auf einem Acer Aspire 7745G Notebook

Disclaimer:
Die Anleitung basiert auf meiner persönlichen Erfahrung. Bei mir hat sie so funktioniert. Ich kann nicht garantieren, dass sie überall funktioniert - auch nicht für die Qualität der beteiligten Software oder dass die Software im Laufe der Zeit nicht verändert wird. Ich übernehme keine Haftung für etwaige Probleme und kann leider auch keinen Support leisten.