Donnerstag, 21. Juli 2011

Blogs bekannt machen

Blogs-bekannt-machen-vgwortWer nicht ausschließlich für sich selbst schreibt, der möchte seinen Blog bekannt machen und Besucher anziehen, beispielsweise um
Blogs bekannt machen - im Freundes-
und Bekanntenkreis und darüber hinaus
  • Informationen oder seine persönliche Meinung zu teilen,
  • Feedback von anderen zu erhalten,
  • zu diskutieren,
  • sich mit anderen zu vernetzen,
  • auf andere Angebote zu verlinken, um das Thema zu erweitern und/oder
  • um mit Werbung Geld zu verdienen.
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Ähnliches gilt nicht nur für Blog-Autoren, sondern auch für Autoren/Publisher, die auf Websites, Homepages oder über Wikis veröffentlichen.

Blog-Besucher

Blog-Besucher kommen normalerweise über eine der folgenden Möglichkeiten zu einem Blog oder zu einer Website:
  • Sie benutzen eine der Suchmaschinen/Metasuchmaschinen (Google, Bing, Web.de, Ecosia, Metager etc.) und klicken entweder auf ein Suchergebnis oder auf einen Link der geschalteten Werbung auf der Suchergebnissseite.
  • Sie kennen die Internetadresse (Uniform Resource Locator, URL) des Blogs und tippen sie in die Browser-Adresszeile.
  • Sie klicken in einem anderen Blog, Forum, Website, sozialen Netzwerk o. ä. auf einen Link, der zum Blog führt. Der Link kann zum Inhalt des entsprechenden Blogpost, einem Kommentar oder zu Werbung auf der Seite gehören.
Blogs bekannt machen über Suchmaschinen

Einen neuen Blog oder eine neue Website sollte man zumindest bei den großen Suchmaschinen (Google, Bing, Yahoo) anmelden. Einzelne Blogposts/Seiten werden im weiteren Verlauf i. d. R. zwar von den Suchmaschinen automatisch besucht und in das Verzeichnis aufgenommen, wenn auf sie gelinkt wird, doch wenn man sicher gehen will oder die Indexierung schnell vor sich gehen soll, kann man sie auch jeweils manuell über die Suchmaschinen-Anmeldeseiten anmelden. Eine andere Möglichkeit (besonders für komplexere Strukturen), alle Seiten bei einer Suchmaschine bekannt zu machen, ist die Übermittlung einer Sitemap an die Suchmaschine - eine Anleitung dazu findet man in den jeweiligen Webmaster-Infoangeboten der Suchmaschinen.

Die Internetadressen der wichtigsten Suchmaschinen-Anmeldeseiten:
Die wichtigste Suchmaschine ist derzeit Google, weshalb man sich intensiv damit auseinandersetzen sollte, wie Google die Internetwelt sieht und indexiert. Zum Glück stellt Google sehr gute Werkzeuge für Webmaster zur Verfügung (-> Google Webmaster Tools).

Neben den Suchmaschinen gibt es auch Blogverzeichnisse, in die man sich eintragen kann, z. B. Bloggeramt, Bloggerei, Blogalm, Blog-Finden und viele mehr. Sie verlieren meinem Eindruck nach aber zunehmend an Bedeutung.

Blog-Position in den Suchmaschinenergebnissen

Um einen Blog bekannt zu machen, reicht es nicht, von einer Suchmaschine indexiert zu werden, es kommt auch darauf an, an welcher Stelle der Blog/Blogpost in den Suchergebnissen gelistet wird. Wer nicht auf der ersten Seite der Suchergebnisse steht, wird selten besucht. Entweder man nutzt dann eine der anderen Möglichkeiten, Besucher aufmerksam und den Blog bekannt zu machen, oder man beschäftigt sich mit dem Thema -> Suchmaschinenoptimierung (SEO), um seine Positionen für verschiedene Schlüsselwörter in den Suchergebnissen (Search Engine Results Position - SERP) zu verbessern.

Blogs bekannt machen - Tipp 1:
Noch besser, als sich nachträglich mit SEO zu beschäftigen, ist es, sich mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung auseinanderzusetzen, bevor man den Blog oder einen einzelnen Blogpost überhaupt anfängt, denn schon die Namensgebung des Blogs bzw. der Titel des Blogpost haben Einfluss auf die Position in den Suchmaschinen. Siehe auch -> SEO für Blogs

Blogs bekannt machen über PR- und Werbemaßnahmen

Einige Möglichkeiten, mit denen man einen neuen Blog bekannt machen oder neue Blogposts bewerben kann (Beispiele):
  • Ein vorhandenes Online-Netzwerk informieren, den Blog ins Gespräch bringen
    - bei Twitter, Facebook, XING, Google+ etc.
  • (Online-) PR-Kampagnen
    Verlosungen, Online-Vorträge, Events z. B. in Social Media
  • Online-Werbung
    Suchmaschinenmarketing - Search Engine Marketing (SEM), Platzierung über Werbenetze, über Partnerprogramme, direkte Werbevereinbarungen mit Webseitenbetreibern und Bloggern
  • Pressemitteilungen
    in Printmedien und Online-Medien
  • Mailings, Serienbriefe (Snail-Mail)
  • Werbung
    Anzeigen in Zeitungen, Fernsehwerbung, Radiowerbung
  • Interviews (Radio, TV, Podcasts)
  • Vorträge halten (Volkshochschule, Messen, Kongresse, Hangouts bei Google+ ...)
  • Flyer verteilen
  • E-Mail-Rundschreiben/Newsletter
Welche der Maßnahmen für welchen Blog geeignet ist, hängt natürlich vom Unternehmen, Blog-Thema, der genauen Absicht hinter der einzelnen Marketingmaßnahme und der Zielgruppe ab.

Blogs bekannt machen über Verlinkung (Backlinks)

Eingehende Links auf einen Blog oder eine Website, nennt man Backlinks. Von anderen Blogs, Webseiten o. ä. verlinkt zu werden (Backlinks zu erhalten), sorgt nicht nur für Besucher ("Traffic"), sondern verbessert auch die Position des Blogs in den Suchmaschinenergebnissen. Der Wert eines Links hängt auch von der Qualität der verlinkenden Seite ab und wie gut das Thema der verlinkenden Seite zur verlinkten Seite passt. Bei den Backlinks unterscheidet man außerdem Nofollow- und Dofollow-Links, wobei zwar beide für den Traffic gut sind, aber Dofollow-Links für die Position in den Suchmaschinenergebnissen wertvoller sind (-> Blogkommentare-Links von "nofollow" auf "dofollow" umstellen).

- Blogs bekannt machen: Passiver Backlinkaufbau -

Die beste Maßnahme, um verlinkt zu werden (Backlinks zu erhalten), ist, kompetent und korrekt über etwas zu schreiben, was andere interessiert - zum Beispiel weil die Information
  • neu und einzigartig ist,
  • eine neue Sichtweise vermittelt und/oder
  • speziell für eine Zielgruppe passend aufbereitet wurde.
Wenn diese Informationen auffallen, werden Leser den Blog oder einzelne Blogposts bookmarken (beispielsweise über Social-Bookmark-Plattformen, wodurch ein Backlink gesetzt wird) oder diese in ihren eigenen Blogs oder in Social Media weiterempfehlen und verlinken. Unterstützen kann man das als Blogbetreiber, indem man die entsprechenden Social-Bookmarks-, E-Mail- und Social-Network-Weiterempfehlungsknöpfe prominent im Blog und in jedem Blogpost positioniert.

- Blogs bekannt machen: Aktiver Linkaufbau ("Linkbuilding") -

Darüber hinaus gibt es auch den aktiven Linkaufbau, man kann beispielsweise

  • Freunde und Bekannte mit guten Blogs und ähnlichen Themen bitten, in ihren Blogs einen Link zum Blog oder einem speziellen Blogpost zu setzen. Meist erwartet der andere dann auch einen Link zu seinem Blog als Gegenleistung. Dabei sollte man aber nicht genau einen Gegenlink setzen (Blog A verlinkt Blog B und Blog B verlinkt Blog A). Besser ist es einen weiteren Blog mit einbeziehen (z. B. Blog A verlinkt Blog B und Blog B verlinkt Blog C) - mindestens einer der beiden Linktauschpartner sollte also zwei Blogs betreiben (ansonsten sollte man zumindest verschiedene Posts auswählen). Die hochwertigsten Links sind Dofollow-Links aus einem Text heraus, die von einem passenden Keyword auf den Blog verlinken und möglichst auch mit dem passenden Title-Tag versehen sind. Aber Vorsicht: Zu viele perfekte Links können u. U. negativ (als Linkmanipulation) interpretiert werden.
  • Pressemitteilungen mit Link auf den eigenen Blog bei Online-Presseportalen platzieren (möglichst solche, die Dofollow-Links vergeben und von den Suchmaschinen schnell indexiert werden)
  • Blog in Artikelverzeichnisse eintragen (nicht übertreiben!)
  • Eigene Bookmarklisten bei verschiedenen Social-Bookmarks-Plattformen anlegen (nicht übertreiben!)
  • Blogposts anderer Blogs kommentieren
    In der Regel kann man dabei seine Blog-URL angeben, die dann den angegebenen Namen verlinkt.
  • Sich in Foren und Social Networks anmelden, ein Profil (mit Backlink) erstellen und sich dort vorstellen und vernetzen.
  • In Verzeichnissen anmelden (bei Unternehmensblog z. B. in Google Places)
  • Das Unternehmen oder das Blog-Thema bei Wikipedia.de platzieren mit Link zu weiteren Informationen im eigenen Blog (diese müssen dann allerdings sehr hochwertig und i. d. R. frei von Werbung sein).
  • Blog bei dmoz.org anmelden - es ist aber themenabhängig sehr schwierig dort aufgenommen werden. Die besten Chancen haben sehr hochwertige Seiten ohne Werbung - aber auch das ist keine Garantie.
  • Dofollow-Links bei einem hochwertigen Blog/Website (früher war das Maß der inzwischen veraltete PageRank) zu kaufen. Das mag Google allerdings nicht und wird es bestrafen, wenn man es übertreibt und es auffällt. Bezahlte Links sollten meiner Ansicht nach außerdem als Werbung gekennzeichnet werden, um dem Grundsatz der Trennung von redaktionellem Inhalt und Werbung und den Verbraucherschutzanforderungen nach Transparenz gerecht zu werden - ansonsten kann Sie ein Wettbewerber abmahnen.
Blogs bekannt machen - Tipp 2
Die Maßnahmen des aktiven Linkaufbaus darf man nicht übertreiben. Wenn der Verdacht der Manipulation ("Suchmaschinen-Spamming") auftaucht, kann das zum Ausschluss aus dem Suchmaschinenindex führen.

Blogs bekannt machen - Tipp 3
Bei Maßnahmen zum aktiven Linkaufbau (Linkbuilding) wie dem Eintragen in Pressemitteilungen, Artikelverzeichnisse und Bookmarkverzeichnisse sollte man auch diese Texte für jede Plattform einzigartig formulieren, denn doppelte Veröffentlichungen von Content ("duplicate content") kann von Suchmaschinen als Manipulationsversuch gewertet und mit einem schlechteren Ranking bestraft werden.

Der aktive Linkaufbau gehört zu den Methoden der Offsite-Suchmaschinenoptimierung (Search Enginge Optimization, SEO). Mehr zur Suchmaschinenoptimierung bei -> SEO für Blogs und ->Blog bekannt machen - Fortsetzung

Viel Erfolg beim Blog-bekannt-machen!

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Donnerstag, 7. Juli 2011

Google Plus - soziale Netzwerke im Umbruch?

Google Plus (Google+): Profilansicht - Eva Schumann (Beispiel) 
vgwortGoogle Plus (Google+, g+) - das Soziale Netzwerk von Google - ist seit ein paar Tagen am Start. Noch sind nicht alle Features ausgerollt und noch ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Ich habe das Glück, dass ich schon dabei bin, und kann berichten: Die Stimmung unter den Testern ist überwiegend positiv, wenn nicht sogar euphorisch. Viele empfinden es als Befreiung, endlich eine Alternative zu Facebook zu haben.

Was ist besser - Google Plus oder Facebook?

Google Plus ist anders als Facebook. Google Plus ist offener: Kontakte kann man flexibler organisieren (über sogenannte Circles = Kreise) und damit für jedes Posting einzeln festlegen, wer/welcher Kreis es lesen kann - dabei gibt es auch die Option des öffentlichen Postens, so dass dieses Posting auch Nicht-Googlianer lesen können! Nachrichten kann man über Sparks filtern, gechattet wird in Videokonferenzen (Hangouts genannt) mit bis zu 10 Personen. Und dabei soll es nicht bleiben: Bisher mehr oder weniger isolierte Google-Anwendungen (Blogger, Picasa, Google Docs ...) sollen in Google Plus zusammengeführt werden, Marken-/Firmenseiten sollen kommen und auch Business-Clouds möglich werden.

Wird Google Plus ein Erfolg?

Google Plus ist flexibel und eignet sich grundsätzlich für private, B2B*-, B2C*- und so ziemlich jede andere Art der Vernetzung. Google hat offensichtlich große Visionen und weiß sie auch umzusetzen. Als zweiter, dritter oder x-ter auf dem Markt erscheinender Social-Media-Plattform-Anbieter hat man natürlich den Vorteil, dass man aus den Fehlern der Vorgänger und aus eigenen Fehlzündungen (Google Wave, Buzz...) lernen konnte.

Google Plus ist cool, hört man immer wieder von den Testlauf-Teilnehmern und in das Lied stimme ich ein. Googles neuer Wurf, bzw. was man bisher davon erahnt, scheint also zu glücken.

Aber Google ist nicht nur cool, sondern auch eine börsennotierte, amerikanische Aktiengesellschaft, die Dinge nicht ausschließlich entwickelt, um damit die Menschheit zu beglücken, sondern die Geld verdienen muss - schließlich wollen die Mitarbeiter ein Gehalt und die Aktionäre eine Verzinsung ihrer Investition. Für Google wird Google Plus nur dann ein Erfolg, wenn die Firma mit Google Plus auch Geld verdienen kann. Wie das umgesetzt wird und ob das jeder, der jetzt in Begeisterung schwelgt, dann auch noch cool findet, bleibt abzusehen.

Damit Google Plus für Google zum Erfolg wird, müssen Menschen/Firmen bereit sein, für Leistungen direkt oder indirekt zu bezahlen. Firmen werden nur kommen und beispielsweise für Werbung oder Premiumdienste bezahlen, wenn sie ihre Zielgruppe bei Google Plus vorfinden. Doch Menschen gehen nicht unbedingt dahin, wo es besser ist, sondern da wo die Freunde, Geschäftspartner, Kollegen sind - und die sind noch bei Facebook, Twitter, Xing... Andererseits zeigt die Internetgeschichte, dass nichts stetiger ist als der Wandel - viele mussten schon neuen Platzhirschen oder neuen Trends/Technologien weichen: Compuserve, AOL, Altavista, Second Life, MySpace... - und jedes Mal sind die Menschen weitergezogen. Ob es jetzt Facebook, Twitter und XING (bzw. LinkedIn) treffen wird und sie verlassen werden oder ob jeder seine Nische finden wird, weiß heute noch niemand. Doch mein Gefühl sagt mir, dass Google Plus sich nicht mit einer Nebenrolle abgeben wird, sondern für die verschiedenen Nutzergruppen weitere Anreize zum Wechsel schaffen wird. Und ist einmal eine "kritische Masse" in Bewegung, wird die Stampede folgen.

Google Plus - jetzt schon einsteigen?

In der ersten Phase macht Google auf jeden Fall schon mal alles richtig, indem man nur einem beschränkten Teilnehmerkreis Zugang gewährte und Nachrichten über neue Features nach und nach durchsickern lässt - so hält man das Feuer am Lodern. Nur wer vernetzt, neugierig und hartnäckig genug war, fand - zuerst über Einladung, später über Schlupflöcher - Zugang zu Google Plus. Technikfreaks, Entwickler und Social-Media-Experten gehörten zu den ersten - auch die einiger großer Marken. Nach und nach füllt sich der Pool weiter und die neuen Teilnehmer lernen von den alten. Es herrscht eine Stimmung des Aufbruchs und jeder ist motiviert, zu entdecken und neue Informationen und Erfahrungen mit anderen zu teilen.

Es ist eine Zeit des Vernetzens und Lernens und irgendwie auch der Vorfreude. Vielleicht findet man noch nicht seine Kunden oder Auftraggeber in großer Breite, aber es ist Zeit, hineinzuschnuppern oder erste Spähertrupps zu schicken. Im schlechtesten Fall ist dies nur eine Art Fortbildungs- und Networking-Aktion. Im besten Fall ist man gut vorbereitet, wenn die große Zuwanderung beginnt.

Inzwischen kann man sich übrigens für den Testlauf von Firmenseiten bewerben.

Wie ist Ihre Meinung? Ich freue mich über Kommentare hier im Blog und über einen Besuch meines Profils bei Google Plus.

* B2B = Business to Business
  B2C = Business to Consumer