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Donnerstag, 19. Februar 2015

Bits und Bytes verstehen dank CS50-MOOC

Harvard’s am besten besuchter Kurs war 2014 ein Informatikkurs: Computer Science 50 (CS50). 825 regulär eingeschriebene Studierende belegten den Kurs, der auch über edX – eine von der Harvard-Universität und dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) gegründete Lernplattform – als Massive Open Online Course (MOOC) CS50x angeboten wurde. Für den MOOC hatten sich 366.231 TeilnehmerInnen aus aller Welt eingeschrieben* – ich war eine von ihnen. 

Wir leben inmitten der digitalen Revolution. Der Computer ermöglichte die Raumfahrt und verändert seit dem beständig unsere Arbeitswelt, unser Leben zuhause, wie wir miteinander kommunizieren und unsere Gesellschaft. Und die digitale Revolution ist noch längst nicht abgeschlossen: Viel wird sich noch durch die Realisierung vom „Internet der Dinge“ sowie durch die (Weiter-) Entwicklung von Robotern und so genannter künstlicher Intelligenz verändern. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter dem Gehäuse von Computern, PCs, Notebooks, Smartphones oder Robotern? Wieso können sie, was sie tun?
Mein edX/HarvardX Honor Code Certificate
Seit Jahren befasse ich mich teils neben- und teils hauptberuflich mit Rechnern, Rechnernetzen, ihrer Administration und ihren Kommunikationsprotokollen. Trotzdem blieb da immer eine Ebene, nämlich die der Programmierung, die für mich noch zu viele Geheimnisse enthielt. Zwar hatte ich schon Webseiten programmiert, aber doch mehr über Learning by Doing und ohne die Grundlagen dahinter zu kennen.

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Nach und nach erschloss ich mir zwar über einen Semesterkurs und mehrere MOOCs Teilbereiche der Informatik: dynamische Webseiten, Datenbanken, Suchmaschinen, Blogs. Trotzdem blieb immer ein Gefühl des Schwimmens im Abstrakten – die Aufgaben waren für mich wie das Lösen von Kreuzworträtseln, danach ging es irgendwie nicht weiter, mir fehlte immer noch der Sinn dafür, wie man Ideen oder Probleme in Software umsetzen beziehungsweise sie damit lösen kann. Diesen Sinn für digitale Lösungen bekam ich erst durch die Teilnahme am CS50-MOOC 2014.

Durch CS50 lernte ich, Aufgabenstellungen in die "Denkweise" eines Computers zu übersetzen und darauf basierend Programme zu schreiben. Zu den im Kurs gestellten Aufgaben gehörten Programmierarbeiten im Bereich Spieleentwicklung und Computerforensik, interaktive Webseiten zu erstellen und vieles mehr. Das Abschlussprojekt bestand in der Aufgabe, selbst ein „Problem“ zu identifizieren und eine Lösung dafür zu programmieren – sei es für ein Smartphone oder einen Rechner, sei es für die Administration, für Vorgänge in den Programmtiefen oder an der (Endnutzer-) Benutzeroberfläche. Ich programmierte eine kleine Webanwendung für Hobbygärtner "Mein Pflanzenarchiv", die Hobbygärtnern das Erinnern an ihre Sorten, Pflanzungen und Erfahrungen erleichtern soll.

Es hatte geheißen, der Kurs sei für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet, wobei empfohlen wurde, sich nicht an anderen Teilnehmern zu messen, sondern nur die eigene Entwicklung zu bewerten. Die gestellten Aufgaben zu lösen, war ab der dritten Lerneinheit nicht gerade einfach und teilweise ziemlich zeitaufwendig - auch für mich, obwohl ich einige Kenntnisse mitbrachte. Aber andererseits waren wir alle erstaunt, wie viel wir schon nach kurzer Zeit selbstständig fertigbrachten. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass dieser CS50-Kurs/CS50x-MOOC die Themen spielerisch und anschaulich aufrollt und jedes Thema auf mehrere Arten erklärt wird. Nicht umsonst gehört David J. Malan, der Dozent, inzwischen zu den Rockstars unter den Informatik-Dozenten.

825 reguläre Studierende plus 366.231 MOOC-TeilnehmerInnen* zu betreuen, erfordert einiges an Organisation und Infrastruktur (und den Einsatz von neuen digitalen Medien), wenn man möglichst vielen Menschen Spaß an der Sache und außerordentliche Lernerfolge vermitteln will. Deshalb besteht das CS50/CS50x-Team inzwischen aus 100 Personen*. Die bekanntesten sind neben David Malan die Teaching Fellows (TF, mitwirkende Studierende älterer Semester) Rob Bowdon, Zamyla Chan, Jason Hirschhorn und andere, die viele der Erklärvideos erstellt haben, und auch sonst den Studierenden Hilfestellung leisten.

 CS50 bzw. CS50x wird auch 2015 wieder angeboten. Man kann:
  • völlig losgelöst die Online-Inhalte nutzen (OpenCourseWare) - kostenlos, 
  • mit formloser Bescheinigung bei erfolgreicher Bewältigung von Aufgaben und Abschlussprojekt (edX Honor Code Certificate) abschließen – kostenlos (mein Zertifikat siehe Abbildung oben), 
  • mit offizieller Bescheinigung bei erfolgreicher Bewältigung von Aufgaben und Abschlussprojekt (edX Verified Certificate) abschließen – 90 US$ Gebühr, 
  • mit offizieller Bescheinigung bei erfolgreicher Bewältigung von Aufgaben und Abschlussprojekt (Harvard University CS50 Certificate) beenden – 1000 US$ Gebühr, 
  • mit akademischen Leistungspunkten (Course Credits) bei erfolgreicher Bewältigung von Aufgaben, Prüfungen und Abschlussprojekt (Harvard University Course Credits) abschließen – 2.200 US$ Gebühr. 
Die teuerste Variante ist der offizielle Semesterkurs (Registrierung war bis 2. Februar 2015 möglich), an dem man „on campus“ oder online teilnehmen kann. Der hohe Preis erklärt sich durch die intensive Betreuung, Zusatzleistungen und sonstigen Mehraufwand. Alle Einzelheiten zu den verschiedenen CS50-Teilnahmemöglichkeiten hier.

Ich kann CS50 jedem, der sich mehr als nur theoretisches Wissen über Informatik aneignen möchte, empfehlen. Der Kurs ist alles andere als trocken, beinahe sogar süchtig machend. Man entwickelt ein besseres Verständnis für die digitale Welt, in der wir leben. Das ist nicht nur für die, die in die Softwareentwicklung gehen wollen, hilfreich, sondern auch für Journalisten, Wissenschaftler, eigentlich für alle neugierigen Menschen. Viele - so auch ich – hoffen sogar auf eine Fortsetzung von CS50. Wir wollen noch mehr wissen und in einem Rahmen, wie CS50 ihn bietet, macht das Lernen viel mehr Spaß und die Erfolge sind viel schneller da, als wenn man sich alleine durch Informationsangebote im Internet oder anderswo kämpfen muss.

* Die Zahlen stammen von David J. Malan im CS50 Reddit AMA (AMA steht für Ask Me Anything)

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Montag, 5. Januar 2015

Business-Outfits versus Kleidung im Job - ein paar Gedanken

Jeder Modekatalog und jeder Online-Shop für Bekleidung enthält eine Abteilung "Business-Outfits". Dabei entspricht der strenge Businessstil nur bei wenigen dem, was sie üblicherweise im Job anziehen.

Als ich meine Web-App www.mein-outfitarchiv.de mit Outfits aus meinem Kleiderschrank bestückte, kam ich bei der Kategorie "Business" für Businessmode/Businesskleidung ins Grübeln. Hat ein Business-Outfit tatsächlich etwas mit der üblichen Kleidung am Arbeitsplatz zu tun? Wohl eher nicht, denn dann stände Businessstil für alles, was man beruflich trägt vom Blaumann über den Arztkittel bis zum Astronautenanzug.

Ein formelles Business-Outfit ist nur
bei wenigen die Kleidung im Berufsalltag
Stattdessen steht strenger Businessstil für einen formellen Chic - klassischer Hosenanzug oder Kostüm -, dunkel im Winter, helle gedeckte Farben im Sommer. Für Kleidung, die durch ihre strengere Form Format verleihen soll.

Sicher, manch einer will sich mit Businesskleidung mehr Wichtigkeit verleihen, als ihm/ihr zusteht, andererseits kann Businesskleidung auch ein Zeichen von Respekt gegenüber dem eigenen Auftrag oder dem Gegenüber sein. Sie sagt, dass man die persönliche Bequemlichkeit oder Selbstdarstellung hinter einer selbst gewählten oder zugewiesenen Rolle/Aufgabe des Arbeitgebers mehr oder weniger zurückstellt.

Strenge Business-Outfits passen nicht zu jedem Beruf

Strenge Businesskleidung hatte in meinem Berufsleben bisher wenig Bedeutung, obwohl ich meinen Beruf immer sehr wichtig genommen habe und auch nicht die schlechtesten Berufe hatte.

Aber wäre ich als Gartenbau-Ingenieurin oder später als technische Redakteurin in der Informationstechnologie/Telekommunikation in formeller Business-Kleidung zur Arbeit gekommen, hätten mich wohl alle schief angeschaut, obwohl ich in beiden Fällen fast überwiegend im Büro am Computer gearbeitet habe.

Im Gartenbau hätte der Business-Anzug signalisiert, dass Zupacken nicht meine Sache sei - den KollegInnen, dem/der Vorgesetzten und den KundInnen bzw. der Klientel (Gärtner, andere Praktiker, Wissenschaftler, Hobbygärtner, Presse).

In der technischen Redaktion hätten RedakteurskollegInnen mir vermutlich übermäßigen Ehrgeiz unterstellt; Entwickler und Tester, mit denen ich besonders gerne zusammengearbeitet habe, hätten mich, die Businessanzug tragende Person, vermutlich automatisch in die Marketing-Schiene einsortiert - eine Spezies, die bei Spezialisten aus der IT nicht allzu beliebt ist, weil man ihr gerne unterstellt, sich grundsätzlich zu wichtig zu nehmen.

Formelle Business-Outfits durfte/musste ich bisher nur zu Vorstellungsgesprächen, bei Vortragsveranstaltungen oder auf Messen anziehen.

Das Outfit in der Kunden-Kommunikation

Ein Outfit ist auch "Kommunikation", denn es bestimmt den ersten Eindruck.

Wie formell das Business-Outfit sein darf oder muss, hängt davon ab, in welcher Branche man arbeitet und was dort üblich ist, welche Position man innehat, wie sehr man das Unternehmen repräsentieren muss, ob man Kundenkontakt hat, welcher Art die Kunden sind, welche Wirkung man beim Kunden mit der Kleidung erzielen will/soll/muss.

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Bankangestellte genauso wie Standesbeamte und Marketingberater tragen beispielsweise Businesskleidung auch aus Respekt vor dem Kunden (und dem Wert seines Geldes bzw. der Bedeutsamkeit seines Handelns) - sie müssen Sorgfalt und Zuverlässigkeit ausstrahlen und die Kleidung muss in perfektem Zustand sein. Sie tragen daher tatsächlich oft sehr formelle Businesss-Kleidung.

Es gibt allerdings auch Gelegenheiten, bei denen Gummistiefel und hochgekrempelte Ärmel selbst bei denen, die normalerweise im strengen Business-Outfit zur Arbeit müssen, das wirkungsvollere Signal senden - was inzwischen besonders PolitikerInnen bei ihren Medienterminen gut einzusetzen wissen.

Legere Business-Outfits ("Business Casual")

Wer nicht am Schreibtisch arbeitet, hat meistens eine Berufskleidung (Uniform, Overall, Kittel o. ä.), die seine persönliche Kleidung schützt oder verbirgt. Die, die strenge Business-Outfits - also Anzug oder Kostüm - tragen müssen, ziehen im Prinzip auch eine Uniform an, bei der es eingeschränkte Variationsmöglichkeiten gibt. Alle anderen müssen sich Tag für Tag überlegen, wie sie sich für die Arbeit passend anziehen und sich gleichzeitig wohlfühlen.

Manchen reicht es, wenn ihre Kleidung sauber, nicht allzu zerknittert und ohne Löcher ist. Für die, die mehr wollen, ist "Business Casual" die Lösung. Dabei werden Kleidungsstücke (in einwandfreiem Zustand) so zu einem Outfit zusammengestellt, dass sie ein stimmiges Bild der Person bieten - stimmig bezieht sich auf die Optik (Farbkombination, Form etc.), die Persönlichkeit des Trägers und die Aufgabe im Job/Team. Für den Fall, dass man vom Chef oder Auftraggeber zu einem Kundengespräch hinzugeholt wird, kann man vorsorglich einen Blazer* auf einem Bügel im Büro hängen haben, mit dem man dem legeren Outfit in Sekunden etwas mehr Form verleihen kann.

Outfits für das Home-Office

Alleine im Home-Office als Bloggerin, Journalistin, Autorin, Texterin und technische Redakteurin kann ich natürlich anziehen, was ich will. Ich würde mich "overdressed" fühlen, wenn ich im Hosenanzug oder Kostümchen am Schreibtisch säße, andererseits geht zu viel Schlampigkeit aufs Gemüt. Ich persönlich fühle mich beim Arbeiten am wohlsten mit bequemen, modischen Outfits im "Business-Casual"-Stil nach meinem Geschmack. Damit signalisiere ich mir selbst: Ich bin "wertvoll" genug, mich für mich selbst ein bisschen schön zu machen. Und ich gerate auch nicht in Panik, wenn es unerwartet an der Tür klingelt.

Ich gebe zu, dass ich es manchmal im Laufe meines Berufslebens bedauert habe, mich für die Arbeit nicht schick aufbrezeln zu können - aber nur an 2 von 300 Tagen, an den anderen genoß und genieße ich es, frei zu sein.

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* Werbelink

Sonntag, 4. Januar 2015

Lexware büro easy im Praxistest

Als Einpersonenbetrieb nutzte ich bisher für die Erstellung meiner Angebote, Rechnungen, Buchführung, Berichte und Übersichten selbst gebastelte Lösungen. Beim Praxistest von Lexware büro easy stellte ich fest: Es ist sehr angenehm, alle Komponenten der Büroarbeit und Buchführung unter einem Dach zu haben – besonders, wenn ich sie nach meinen Wünschen konfigurieren kann. Lexware büro easy ist einfach zu bedienen, verschafft den besseren Überblick und spart daher Zeit und Geld. (Sponsored Post*)


Lexware büro easy im Praxistest

Bisher jonglierte ich mit Taschenrechner, E-Mails, Microsoft Word-, Excel- und Notepad-Dateien, um Angebote zu erstellen, Rechnungen zu schreiben, Übersichtslisten zu erstellen oder mir Notizen zu machen. Einer meiner guten Vorsätze zum neuen Jahr war, meine Geschäftsabläufe zu professionalisieren. Da traf es sich gut, dass mir angeboten wurde, die Lexware büro easy Bürosoftware zu testen und darüber zu schreiben. Um es vorwegzunehmen: Ich bin von Lexware büro easy begeistert – ich hatte mir das Erlernen und Anwenden nicht so einfach und unkompliziert vorgestellt. Das liegt vor allem an der übersichtlichen und intuitiven Benutzeroberfläche und an der gut verständlichen Online-Hilfe.

Funktionen von Lexware büro easy 

Die wichtigsten Funkionen im Überblick:
  • Angebote, Auftragsbestätigungen, Lieferscheine, Rechnungen, Rechnungskorrekturen und Gutschriften erstellen 
  • Belegerfassung beispielsweise von Lieferantenrechnungen 
  • Mahnwesen  
  • Integriertes Online-Banking und Kassenbuch 
  • Buchhaltung nach Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) 
  • Datenauswertungen und Übersichten über Umsätze und Ausgaben 
  • Datenaustausch mit Steuerberater und Finanzamt 
Die oben genannten sind die wichtigsten Funktionen meiner Testversion von Lexoffice büro easy und entsprechen überwiegend der Software-Variante start. Die Variante basis bietet zusätzlich Doppelte Buchführung, Umsatzsteuer-Jahreserklärung, Warenwirtschaft und Kommunikationsfunktionen. Die Software-Variante plus bringt außerdem auch noch eine Mitarbeiterverwaltung samt Zeiterfassung mit. Eine detaillierte Liste der Funktionen je nach Software-Variante finden Sie bei Lexware büro easy.

Die Installation 

Die Installation war einfach: 
  1. Zuerst habe ich die Lexware büro easy Software heruntergeladen und die ZIP-Datei anschließend in einem eigenen Ordner entpackt – dabei musste ich das Passwort für die ZIP-Datei angeben. 
  2. Dann habe ich alle Anwendungen auf dem Computer geschlossen und wie empfohlen die lxsetup.exe im Ordner mit den entpackten Dateien angeklickt. 
  3. Auf die Rückfrage meines Computers, ob die Software Änderungen an meinem Computer vornehmen dürfe, antwortete ich: ja. 
  4. Als Nächstes gab ich die persönliche Seriennummer für die Software und den Installationsort an und akzeptierte die Bedingungen. 
  5. Kurz vor Ende der Installation bekam ich eine Fehlermeldung, die wahrscheinlich mit meiner Hardware-/Software-Kombination zusammenhing (Windows 7 Home Premium vorinstalliert auf dem Acer Aspire 7745G Notebook, auf dem ich das Service Pack 1 trotz angeblicher Inkompatibilität installiert habe):
    "Fehler 2738: Could not access VBScript run time for custom action".
    Mir half ein Fix von Microsoft innerhalb weniger Minuten. Ich startete anschließend den Rechner neu und installierte die Software mit einem Klick auf Buero_Easy_Standard_Setup.exe. Dieses Mal lief die Installation erfolgreich bis zum Ende durch. 
Erste Schritte und erste Eindrücke 

Direkt nach der Installation wurde ich von einem Berater-Avatar an die Hand genommen und richtete unter seiner Führung das eigene Unternehmen ein. Wer es ruhig mag, kann den Avatar aber auch abstellen, indem er/sie zu seinen Füßen auf Text klickt (aus dem Text wird dann Video und der Avatar verschwindet, bis man auf Video klickt). 

Lexware büro easy: Die ersten Schritte sind mit oder ohne Avatar möglich.

Später ruft man Lexware büro easy über das Icon auf dem Desktop oder über Start > Alle Programme > Lexware > Lexware büro easy auf (ab Windows 8 im Startfenster den kleinen Pfeil anklicken > Apps > Lexware > Lexware büro easy). Bei mir dauert es ein paar Sekunden, bis die Startseite des Programms gezeigt wird, aber alle weitere Nutzung geht sehr flott.

Mein erster und bisher dauerhafter Eindruck: Die Nutzeroberfläche ist freundlich und übersichtlich. Überhaupt ist Benutzerfreundlichkeit das Motto: Man kann nichts falsch machen, beispielsweise in der falschen Reihenfolge vorgehen. Entweder man legt erst seine Firmendaten an, falls noch nicht gleich nach der Installation geschehen, oder man fängt einfach an, die üblichen Aufgaben zu erledigen, beispielsweise eine Rechnung zu schreiben und dabei parallel gleich den Kunden anzulegen. Jeder Weg ist der richtige. 

Lexoffice büro easy: Es gibt viele Wege und man kann nichts falsch machen.

Mein Tipp für Nutzer mit wenig kaufmännischen Kenntnissen oder Buchführungserfahrung: In der Online-Hilfe (Hilfe > Hilfeindex..., dort Register Inhalt) als Erstes "Mit Lexware büro easy arbeiten" lesen oder durch das Benutzerhandbuch blättern (Hilfe > Handbuch). 

Lexware büro easy macht die Büroarbeit einfach 

Bei Lexware büro easy dreht sich alles um Kunden, Lieferanten und Artikel. Man kann Kunden anlegen und ihnen Angebote, Lieferscheine, Rechnungen und Rechnungskorrekturen schicken. Die Posten, die in diesen Angeboten, Lieferscheinen und Rechnungen auftauchen, werden vorher oder parallel als Artikel angelegt - Artikel können Dienstleistungen oder Handelswaren sein. Lieferanten wiederum sind die, bei denen man selbst einkauft. Man gibt die Lieferantenrechnungen ein, sodass sie von Lexware büro easy automatisch verbucht werden und per Online-Banking bezahlt werden können (wenn man auch die Zahlungsabwicklung über Lexware büro easy einrichtet). 

Rechnungen lassen sich direkt erstellen oder aus einem Angebot
oder einer Auftragsbestätigung generieren.

Lexware büro easy enthält Vorlagen, die man sehr einfach anpassen kann (die Lexware-büro-easy-Vorlagen für Rechnungen sind beispielsweise zu finden im Menü Firma > Vorlagen > büro easy-Vorlagen: Angepasste Kundenrechnung wählen, unten Schaltfläche Vorlagen > Bearbeiten > Registerkarte Optionen). Wenn man nicht weiß, ob und wie man etwas einstellen oder ändern kann, erhält man die Antwort über den Index oder die Suche der Online-Hilfe. Hier habe ich allerdings eine winzige Kritik: Manche Funktionen, die in der Online-Hilfe beschrieben werden, sind erst vorhanden, wenn man sie aktiviert hat. Es wäre schöner, wenn es an der jeweiligen Stelle in der Online-Hilfe einen deutlicheren Hinweis darauf gäbe, beispielsweise bei allen Hilfethemen zum "Artikel mit Bestandsführung", dass es diesen Artikeltyp erst gibt, wenn man die Bestandsführung aktiviert hat (Firma > Einstellungen > Einkauf & Lieferanten, dort die Registerkarte Firmeneinstellungen aktivieren und in das Kontrollkästchen neben Bereich 'Bestand' ist aktiv ein Häkchen setzen). Trotzdem fand ich die Hilfe in Kombination mit dem Manual sehr gut – zu nahezu allen meinen Fragen fand ich gut verständliche Antworten. Auch toll: In der Online-Hilfe lassen sich persönliche Favoriten (Lesezeichen, Bookmarks) anlegen. Das Handbuch in PDF-Version wäre noch leserfreundlicher, wenn es Links aus dem Inhaltsverzeichnis, beispielsweise von den Seitenzahlen, zu den Kapiteln gäbe.  

Ebenso überzeugend finde ich die Übersichtlichkeit der Nutzeroberfläche und dass man jedes Ziel auf vielen Wegen finden kann: über die Navigationsleiste (links), die Menüleiste (ganz oben), die Symbolleiste (unter der Menüleiste), über Kontextmenüs (ruft man mit dem Klick auf die rechte Maustaste) und über Tastenkombinationen. Weitere Optionen und Eingabemöglichkeiten ergeben sich oft durch Reiter. 

Sehr hilfreich sind auch die Anbindungen an Microsoft Office und OpenOffice.org sowie die Automatische-Erinnerungsfunktion: Aufgaben und deren Termine kann man auf der Startseite unter dem Reiter Aufgaben & Erinnerungen eingeben. 

Mein persönliches Fazit zu Lexware büro easy bis jetzt

Die Nutzeroberfläche ist freundlich und übersichtlich. Lexware büro easy ist intuitiv zu bedienen. Die Online-Hilfe ist gut und immer schnell zu erreichen, sodass kaufmännische Einsteiger jederzeit Erklärungen und Anleitungen finden. Es gibt aber auch ein gutes Benutzerhandbuch (Anwender-Manual). Begeistert haben mich auch die Gestaltungsmöglichkeiten – beispielsweise bei Listen oder Rechnungen – so kann man Lexware büro easy an persönliche Vorlieben und Erfordernisse anpassen. 

Fortsetzung folgt 

Ich werde meine Erprobung von Lexware büro easy in den nächsten Wochen fortsetzen und dann ein endgültiges Fazit ziehen. 

Systemvoraussetzungen für Lexware büro easy
  • IBM-kompatibler Computer (Pentium® Prozessor 4 ab 2.00 GHz oder äquivalent) 
  • Mindestens 2 GB Arbeitsspeicher 
  • Microsoft Vista SP2 | Windows® 7 SP1 (jeweils ab Version Home, deutsche Version) 
  • Windows 8.1 (deutsche Version) 
  • Mindestens 4 GB freier Festplattenspeicher 
  • Auflösung von mind. 1024 x 768, 16 bit und eine entsprechende Grafikkarte 
  • Internetzugang (für Online-Banking, Internetaktualisierung und ähnliche Services) 
  • Windows kompatible Soundkarte empfohlen 
  • E-Mail-Adresse und Provider erforderlich (für eRechnung)
Hinweis: Von Lexware gibt es unter dem Namen Lexoffice auch webbasierte Business-Software.

Nachtrag:
Mein Abschlussbericht zu Lexware büro easy nach einem Monat Testzeit ist nun bei tinto bloggt online. Dort finden Sie eine Anleitung, wie man schnell eine vorhandene eigene Word-Vorlage in eine Word-Vorlage für Lexware büro easy umwandelt, außerdem meine Erfahrungen mit der Artikelverwaltung, der Klassenerstellung und -zuweisung und mehr. 

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Donnerstag, 14. August 2014

Haben Computer einen eigenen Willen?

Ich fürchte, ja. Und der ist schwer zu durchschauen!

Wenn der Bildschirm nach einer Installation schwarz bleibt, ist man plötzlich hellwach.
Seit 2011, also schon seit kurz nach der Anschaffung, will ich auf meinem Notebook das Service Pack 1 (SP1) für das Betriebssystem Windows 7 Home Premium installieren. Dieses Service Pack ist die Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit mancher Software und auch für die Installation eines neuen Internet Explorers, den ich als einen von fünf Browsern auf meinem Rechner habe.

Aber es ging nicht, das Service Pack ließ sich nicht installieren. Ich bekam bei jedem Versuch eine Meldung, dass mein von einem Drittunternehmen vorinstalliertes Betriebssystem (für das es keine Installations-CD gab) nicht für das SP1 geeignet sei.

Jeder Versuch hat mich mehr verärgert, weil es nämlich beim Kauf des Notebooks keine Vorwarnung gab, dass man das ab Werk installierte System wohl nie upgraden können würde. Aber ich gab nicht auf, sondern versuchte es immer wieder.

So auch vor zwei Tagen. Dieses Mal lud ich das Service Pack bei Computerbild herunter. Überraschung: Es kam keine Meldung und kein Abbruch! Ich musste nur warten, warten warten. Es dauerte weit über eine Stunde, bis alles heruntergeladen, installiert und "grob" verarbeitet war.

Dann der große Augenblick und die bange Frage, ob der Rechner nach dem Neustart wieder hochfahren und funktionstüchtig sein würde. Bangen, Hoffnung, schwarzer Bildschirm, Flackern, dann doch: Jubel. Ich konnte mich anmelden, das Notebook lud seine Programme, ok, es lud und lud und lud und brauchte eine ganze Zeit - für was auch immer. Aber schließlich verband es sich wie gewohnt mit dem Internet, reagiert auf meine Eingaben und in den Computereigenschaften wurde das SP1 tatsächlich angezeigt.

Ein Wunder war geschehen. Oder? Man kann spekulieren, ob das Service Pack seit meinen vorherigen Versuchen überarbeitet worden war oder ob ich beim Entfernen von Malware im Frühjahr irgendeine blockierende Datei oder Einstellung versehentlich gelöscht habe. Oder man kann annehmen, dass mein Notebook einen eigenen Willen hat und bei den früheren Versuchen einfach noch nicht bereit für eine Veränderung war.

Denn wie anders soll ich es verstehen, dass ich eineinhalb Tage mit dem neuen Service Pack ohne Probleme und ohne größere Nachzügler-Updates seitens Windows gearbeitet habe und mir dann sechs Neustarts später auf einen Schlag ganz plötzlich 98 wichtige (!) Updates auf einmal empfohlen werden.

Soll ich wirklich?, fragte ich mich. Jetzt, wo doch alles so schön läuft? Aber klar, ich konnte nicht widerstehen und klickte auf Updates installieren - innerlich gewappnet, dass ich danach die Festplatte formatieren und ein neu zu kaufendes Betriebssystem installieren müssen würde.

Aber noch ein Wunder: Das Notebook rödelte zwar wieder stundenlang herum, aber am Ende funktionierte nicht nur das vorhandene System, nein, ich hatte plötzlich und unerwartet den Internet Explorer 11 auf dem Rechner und der hatte sich alle Daten vom Vorgänger gemerkt.

Es scheint, mein Notebook hat jetzt mitbekommen, dass ihm Veränderungen gut tun (und diese es noch eine Weile vor der Ausmusterung bewahren können), denn gerade bietet es mir schon wieder 6 Updates an.

Morgen, vertröstete ich. Ich muss ich ja auch mal wieder "was Richtiges" arbeiten.

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