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Montag, 24. Juni 2019

Suchmaschinenoptimierung (SEO) für Blogs

Blogs-bekannt-machen-vgwortTipps und Erfahrungen zur Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization, SEO) bei Blogs. (erste Veröffentlichung 2011, ergänzt 2019)

SEO für Blogs - warum überhaupt?

Wer schreibt, möchte in den meisten Fällen auch gelesen werden. Es reicht nicht, wenn der Blog oder ein Blogpost von Suchmaschinen indexiert wird, sondern es kommt darauf an, an welcher Stelle er in den Suchergebnissen (Search Engine Results Pages, SERPs) auftaucht. Was nicht auf der ersten Seite gelistet wird, sieht und liest kaum jemand. Das gilt nicht nur für Blogartikel/Blogs, sondern auch für einzelne Webseiten von Informations-Websites oder Homepages.

Abhandlungen über Suchmaschinenoptimierung gibt es bereits genug. Hier sind meine persönlichen Tipps (die ich zwar auch nicht immer einhalte, doch wenn, dann zeigen sie Erfolg und bringen mich in den Suchergebnissen regelmäßig weit nach vorne):

SEO für Blogs - Überblick

Beeinflussen kann man die Position in den Suchergebnissen durch Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization, SEO) für Blogs bzw. Websites und Homepages.


SEO für Blogs, Websites und Homepages: Mit den richtigen Maßnahmen
schafft man es auf die vorderen Plätze

Grundsätzlich unterscheidet man bei SEO für Blogs genauso wie bei SEO für Websites und Homepages:
  • SEO - Onsite
    Maßnahmen, die sich auf der eigenen Webpräsenz (Blog, Website, Homepage) abspielen. Auf eine einzelne Webseite oder einen einzelnen Blogartikel bezogen, nennt sich das dann Onpage-Suchmaschinenoptimierung.
  • SEO - Offsite
    Maßnahmen, die sich außerhalb der eigenen Webpräsenz abspielen 

SEO für Blogs: Onsite-SEO

  1. An Suchmaschinenoptimierung bereits während der Brainstorming-Phase denken
    Als AutorIn wird man zwar oft von einem Thema gepackt und muss es dann umsetzen. Doch wenn man im Internet, in einem Blogpost oder auf einer Webseite, veröffentlichen und Leser erreichen will, sollte man nach dem ersten Brainstorming klar darauf fokussieren, für wen man schreibt (Zielgruppe) und welche Stichwörter (Keywords) dieser Personenkreis in einer Suche benutzen würde, wenn er/sie meine Informationen finden will. 
  2. Keyword Tool benutzen
    Die in Schritt 1 gefundenen Keywords sollte man mit einem Keyword Tool überprüfen. Google bietet ein Keyword Tool, welches anzeigt, wie oft ein Keyword benutzt wird, wie gut das Thema bereits im Internet abgedeckt ist u. v. m. Am besten ist, man richtet sich bei Google ein Google Adwords-Konto ein, denn dann hat man Zugriff auf die "Profi-Version" des Keyword Tools mit erweiterten Filtermöglichkeiten.
    Am Ende sollte man sich auf ein oder mehrere Keywords/Keywordskombinationen festlegen.

    SEO für Blogs - Tipp 1
    Anzeige

    Am Anfang habe ich zwei Fehler gemacht:
    • Ich habe möglichst viele Keywords (Schlüsselwörter) oder Keywordskombinationen ausgewählt und in den Text gepackt.
    • Ich habe Keywords ausgewählt, für die es besonders viele Suchanfragen gab.
    Beides funktionierte nicht!
    Zu 1.: Nur wenn der Blog/Blogpost besonders gut auf ein Keyword bzw. eine Keywordkombination passt, wird er weit vorne in den Suchergebnissen platziert - das schafft man aber nur, wenn man sich auf wenige Keywords bzw. Keywordkombinationen konzentriert.
    Zu 2.: Bei Keywords, die besonders häufig angefragt werden, handelt es sich meist um Einwort-Begriffe ("Geld", "Garten" etc.), für die die Konkurrenz riesig ist - und viele der Konkurrenten haben alte, hoch gerankte Domains, gegen die man als kleiner Blog kaum anstinken kann (es sei denn man hat selbst einige solcher Domains zur Hand, die auf den kleinen Blog linken).
    Meiner Erfahrung nach ist es besser, zusammengesetzte Keywords/Keywordkombinationen zu wählen, bei denen es bisher eher wenige Mitbewerber gibt (diese und weitere Informationen erhält man alle durch das Google Keyword Tool), und sich auf ein bis zwei Keywordkombinationen zu beschränken.
  3. Das wichtigste Keyword bzw. die Keyword-Kombination ist im Idealfall mit dem Blog-Domainnamen/Subdomainnamen identisch und/oder im sonstigen (möglichst kurzen) Pfad und/oder Dateinamen möglichst weit vorne enthalten.
  4. Das wichtigste Keyword/Keywordkombination sollte im Titel (Title-Tag innerhalb der Head-Tags) ganz vorne stehen.
    Der Titel ist das, was oben in der Titelleiste angezeigt wird.
  5. Das wichtigste Keyword/Keywordkombination sollte in der Beschreibung (Meta-Tag Description) ganz vorne stehen. Diese Beschreibung wird oft in den Suchergebnissen angezeigt. Wenn die Schlüsselwörter darin enthalten sind, zeigt das dem Suchenden, dass er gefunden hat, was er sucht. 
  6. Das wichtigste Keyword/Keywordkombination sollte nach Möglichkeit in der Hauptüberschrift und möglicherweise in Zwischenüberschriften ganz vorne platziert werden. Überschriften sollten - wenn möglich - mit den entsprechenden Tags (h1, h2 ...) oder wenigstens mit Fettdruck ausgezeichnet werden.
  7. Das wichtigste Keyword/Keywordkombination sollte mit einem Bild-/Video-Dateinamen identisch sein und in dessen Alt- und Title-Text möglichst vorne auftauchen.
  8. Das wichtigste Keyword/Keywordkombination sollte in der Bildunterschrift enthalten sein.
  9. Das wichtigste Keyword/Keywordkombination sollte oft, aber auch nicht zu oft im Text enthalten sein.
  10. Das Thema eines Blogposts sollte ausführlich textlich behandelt werden - auch wenn im Mittelpunkt vielleicht eine Applikation (Bankenvergleich, BMI-Rechner ...), ein Film (animiertes GIF, Flash, Video ...) o. ä. steht.
  11. Den Text mit Zwischenüberschriften (die Keyword/Keywordkombinationen enthalten) und Listen gliedern.
  12. Keywords/Keywordkombinationen vereinzelt im Text auszeichnen (z. B. durch Fettdruck)
Die Herausforderung für den Online-Redakteur/Blogger besteht darin, den Text so zu verfassen,
  • dass er trotz aller SEO-Maßnahmen angenehm für den Leser zu lesen ist und
  • dem Leser einen Mehrwert bringt,
    so dass er den Artikel/Blogpost
    • positiv bewertet (Like etc.),
    • die positive Erfahrung mit anderen teilt (Facebook-Share, Retweet/Twitter etc.),
    • den Artikel in seine Favoritenliste oder
    • in die Social Bookmarks aufnimmt (Mister Wong, Delicious etc.)
  • und den Leser so zum Wiederkehren animiert etc.

SEO für Blogs - Tipp 2
Auf blumige oder bildhafte Sprache im Titel und in den Überschriften verzichten - zugunsten der Keywords.

SEO für Blogs - Tipp 3
Meiner Erfahrung nach hat man mit langen Texten, die das Thema sehr ausführlich beleuchten und dazu noch gut mit Bildern, Grafiken und langen Listen ausgestattet sind (ohne dass die Ladezeit zu lang wird), die besten Chancen auf einen vorderen Platz.

Es müssen nicht immer alle Tipps umgesetzt werden - äußerst wichtig sind meiner Erfahrung nach aber der Titel (Title-Tag), die Beschreibung (Meta-Tag Description) sowie die Hauptüberschrift.

SEO für Blogs: Offsite-SEO

Vor allem Linkaufbau (Backlinks, Linkbuilding) spielt bei den Offsite-Aktivitäten der Suchmaschinenoptimierung eine wichtige Rolle. Mehr dazu bei Blogs bekannt machen

SEO für Blogs - Tipp 4
Meiner Erfahrung nach braucht es manchmal viel Geduld und Nachfeilen, bis der Blogpost oder die Webseite weit vorne gelistet wird. Das ist immer auch eine Frage der Konkurrenz. Apropos Konkurrenz: Es lohnt sich zu schauen, welche SEO-Maßnahmen die Konkurrenz anwendet - das inspiriert manchmal zu neuen Ideen.

SEO verändert sich

Eine Garantie, dass man mit diesen SEO-Maßnahmen in den Suchmaschinenergebnissen nach vorne kommt, gibt es nicht. Google bewertet zunehmend auch das Nutzerverhalten auf einer Seite (weswegen neben guten Inhalten auch die Usability/Nutzererfahrung wichtig ist). Auch wird Nutzern häufig nicht eine "neutrale" Suchergebnisliste, sondern individuelle/personalisierte Suchergebnisse präsentiert. Google schraubt permanent an seinem Such-Algorithmus und anderen Aspekten der Suche, daher muss man die Enwicklung der SEO im Auge behalten (Blog bekannt machen - Fortsetzung).

Wie man erreicht, dass man auf den Suchergebnisseiten und in der Vorschau bei verschiedenen Sozialen Netzen besonders einladend dargestellt wird, erläutert Carola Heine im Buch Blogging für Profis: Blogpost-Anatomie - Content Hacks to go 1* (zur Buchvorstellung und Review) erläutert.

* Werbelink

Mit welchen Maßnahmen habt Ihr/haben Sie gute Erfahrungen gemacht? Bitte nutzt/nutzen Sie die Kommentarfunktion und fügt eure/Ihre Erfahrungen oder Meinung hinzu. Wenn der Blogbeitrag euch/Sie inspiriert hat, abonniert/abonnieren Sie den Feed oder per E-Mail.

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Sonntag, 23. Juni 2019

Blogging für Profis: Blogpost-Anatomie - Content Hacks to go 1 von Carola Heine (Buchvorstellung und Review)

Das dürfte auch andere BloggerInnen interessieren: Blogging für Profis: Blogpost-Anatomie* von Carola Heine. Das Buch ist das erste einer Reihe namens Content Hacks to go. Es geht in dieser ersten Folge um effiziente Blogpost-Briefings, Verbesserung der Sichtbarkeit von Blogposts im Internet allgemein und in Social Media im Speziellen. Kurze Buchvorstellung und meine persönliche Bewertung.**


Blogging für Profis: Blogpost-Anatomie - Content Hacks to go 1* von Carola Heine ist am 14.6.2019 als Taschenbuch und E-Book bei Amazon* erschienen.

Wer selbst bloggt oder anders online veröffentlicht, weiß, dass es selten reicht, ein interessantes Thema toll aufzubereiten und mittels Blogsystem o. Ä. online zu stellen, in der Hoffnung, die Welt wird das Werk schon entdecken. So funktioniert Sichtbarkeit im Internet nicht. Es ist ein wenig Know-how nötig, damit man von Suchmaschinen gefunden, in den Suchergebnissen auf den vorderen Plätzen platziert und dann in diesen auch noch ansprechend und zum Klicken anregend dargestellt wird.

Erfolgreich bloggen


Aber was genau ist bei der Arbeit für einen Blog und an dem jeweiligen Blogartikel zu bedenken, einzuplanen, vorzubereiten und je nach Arbeitsteilung zwischen Auftraggeberseite (Agentur und/oder Marketing/Sales und/oder Online-Redaktion) und Auftragnehmerseite (Blogger, TexterIn) später auch umzusetzen, um die Sichtbarkeit nach Erscheinen zu fördern? Und wie baut man diese zusätzlichen Erfordernisse in den Workflow ein, damit die Zusammenarbeit für alle Beteiligten erfolgreich wird? Diese Fragen beantwortet Carola Heine, Autorin und Digital Marketing Professional, in diesem Buch.

Carola Heine


Die Autorin ist eine bekannte und erfolgreiche Bloggerin. Sie bloggt seit etwa 25 Jahren sowohl privat als auch beruflich - letzteres nicht nur für eigene Blogs, sondern im Auftrag von Unternehmen für deren Corporate Blogs. In diesem Buch über die Blogpost-Anatomie teilt sie ihre Erfahrungen, gibt Tipps und liefert für die verschiedenen Beteiligten praktischerweise auch Checklisten mit.

Meinung zum Buch


Carola Heine weiß, wovon sie redet, und meine Erwartungen an das Buch - ihr mal bei der Arbeit über die Schulter schauen zu dürfen - wurden voll erfüllt. Zwar richtet sich das Buch eher an Blogger, TexterInnen, Agenturen etc. mit wenig Wissen zum Drumherum des erfolgreichen Online-Publizierens, aber auch mir, die ich selbst seit über 20 Jahren online publiziere, tat die Auffrischung gut beziehungsweise bekam ich an manchen Stellen den notwendigen Tritt in den Allerwertesten, mich bei meinen persönlichen Blogs endlich um das ein oder andere Plugin zur Onpage-Optimierung zu kümmern. Bezüglich Wordpress-Plugins hätte ich Interesse an weiteren Empfehlungen, am liebsten sogar Vergleiche, was welches kann. Aber vielleicht kommt das in den weiteren Folgen. Mein Appetit auf mehr ist jedenfalls geweckt.

Blogging für Profis: Blogpost-Anatomie - Content Hacks to go 1:
Effiziente Blogpost-Briefings. Erhöhte Online-Sichtbarkeit. Erfolgreicher bloggen.*
Carola Heine
Verlag: one-trick-pony.de, 14. Juni 2019
Taschenbuch
ca. 126 Seiten
ISBN 3-9480-3308-0


auch als Kindle-Edition (ASIN: B07T2JGV45)*

* Werbelink
** Buch selbst gekauft, Review not sponsered!


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Montag, 10. März 2014

Browser-Top-Ten Anfang 2014: Mein Gewinner heißt Firefox!

Angeblich führt Chrome den europäischen Browsermarkt an, aber auf meinen deutschen Webseiten ist Chrome schon fast abgeschlagen auf Platz 4. Mein Gewinner heißt Firefox. Safari und Internet Browser schlagen sich um Platz 2 und 3.

Internet World Business hatte gestern die Schlagzeile, dass Google Chrome im europäischen Browsermarkt die Nase vorn habe, und beruft sich auf das Browser-Barometer des Webanalyse-Anbieters AT Internet. Ich konnte es gar nicht glauben und guckte mir sicherheitshalber meine eigene Webstatistik für die letzten 30 Tage an. Und da sieht es völlig anders aus: 

Meine Browser-Top-Ten der letzten 30 Tage (7.02.2014 bis 9.03.2014 und gleicher Zeitraum im Vorjahr) bei tinto.de:

Top-Ten-Browser 2014
Platz 1:
Firefox 30,95 % (Vorjahr: 37,57 %) 

Platz 2:
Safari 20,95 % (Vorjahr: 16,41 %)

Platz 3:
Internet Explorer 20,81 % (Vorjahr: 25,12 %)

Platz 4:
Chrome 14,56 % (Vorjahr: 12,18 %)

Platz 5:
Android Browser 9,91 % (Vorjahr: 5,52 %)

Platz 6:
Opera 1,91 % (Vorjahr: 1,81 %)

Platz 7:
Safari (in-app) 0,35 % (Vorjahr: 0,85 %)

Platz 8:
Amazon Silk 0,18 % (Vorjahr: 0,00 %)
Das ist der Browser des Kindle Fire Android Tablet

Platz 9:
Blackberry 0,10 % (Vorjahr: 0,00 %)

Platz 10:
Opera Mini 0,09 (Vorjahr: 0,08 %)

Da es sich bei tinto.de und seinen Projekten überwiegend um Informationsseiten für Verbraucher (Garten-, Geld-, Gesundheits- und ähnliche Themen) handelt, sind die Besucher nicht allzu technikaffin im Vergleich zu Entwicklern oder anderen möglichen Zielgruppen.

Ich selbst praktiziere Multi-Browser-Browsing - ich setze zum Browsen Firefox, Opera, Internet Explorer, Chrome und Safari ein - eigentlich jeden für einen anderen Zweck, aber ich komme auch mal aus dem Takt. Und ich ärgere mich sehr, wenn ich auf eine Webseite komme, die mir sagt, sie mag meinen Browser nicht, ich solle Chrome nehmen. Ziemlich arrogante Art mit seinen Besuchern umzugehen!

Firefox und Internet Explorer haben im Vergleich zum Vorjahr zwar ordentlich Federn gelassen, aber davon hat Chrome laut meiner Webstatistik nur mit knapp 2,5 % hinzugewonnenem Marktanteil profitiert. 4,5 % hat sich dagegen Safari gekrallt. 

Ich kann nur raten, sich als Website-Betreiber oder Blogger mit eigenem Blog nicht von Schlagzeilen manipulieren zu lassen und statt dessen vor der Änderung seines Webdesigns bzw. der Seitenoptimierung zu gucken, wer die eigene Zielgruppe ist, was sie mag und was sie macht.

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www.kabeldeutschland.de

Ich würde mich freuen, wenn andere Webseiten- und Blogbetreiber auch Einblicke in ihre Browserstatistiken gewährten.

Sonntag, 16. Februar 2014

Der Corporate Blog (Unternehmensblog) als Teil der Kommunikationsstrategie

Vorbei sind die Zeiten, als Informationen fast ausschließlich thematisch sortiert und hierarchisch strukturiert ins Internet gestellt wurden, und ohne dass ein Austausch zwischen Autoren und Lesern stattfinden konnte. Heute sucht man als Freiberufler oder Unternehmen den Kontakt zu Kunden und Netzwerk-Kollegen und den Austausch mit ihnen. Man will ihre Reaktion, will mehr über sie wissen – entweder um besser auf sie eingehen zu können oder um voneinander zu lernen, letztendlich um zusammen und bei beidseitiger Zufriedenheit weiterzukommen.

Viele Freiberufler und Unternehmen wählen den Weg über die sozialen Netzwerke, um diese Kontakte zu knüpfen und zu pflegen, dort bereiten sie Themen mit aktuellem Bezug auf und bringen sich über sie ins Gespräch mit ihren Zielgruppen. Doch haben diese Social-Media-Plattformen ihre eigenen Interessen und es kann gefährlich sein, sich zu abhängig von ihnen zu machen. Facebook, Twitter, Google+ und Co. können jederzeit ihre Spielregeln ändern – und das tun sie auch laufend - und dann können die investierte Zeit, aufwendig erstellte Inhalte und damit jede Menge Geld fehlinvestiert sein.

Hier kommen Blogs ins Spiel, insbesondere der Corporate Blog: Blogs bieten die Möglichkeit Informationen und andere Inhalte mit Zeitbezug ausführlich auf einer eigenen Plattform, dem Unternehmensblog, aufzubereiten. Neue Gesprächsthemen stellt man zwar in den sozialen Netzwerken vor, verweist aber auf den ausführlichen Blogbeitrag im Corporate Blog. So behält man die Kontrolle über die eigenen Inhalte und die Leser haben die Wahl, in den sozialen Netzwerken oder direkt im Blogartikel zu kommentieren und zu diskutieren.

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Für Einsteiger: Was sind Blogs überhaupt?

Das Wort Blog ist eine Verkürzung des Begriffs Weblog und steht für Web-Tagebuch. In einem Blog werden mehr oder weniger regelmäßig Artikel, auch Posts genannt, geschrieben, wobei die neuesten als oberste angezeigt werden. Ein Blogartikel kann Text, (interaktive) Grafiken, Fotos, Videos und andere Medien enthalten. Blogartikel sind üblicherweise mit einem Datum versehen und haben einen aktuellen Bezug. Sie werden oft aus persönlicher Sicht geschrieben, und sie sind meistens, aber nicht immer, interaktiv und bieten dann eine Kommentierfunktion und Empfehlungsmöglichkeiten an Freunde/Follower/Abonnenten in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, Google+.

Sortiert sind die Blogartikel eines Blogs zwar zunächst durch ihr Datum, doch da jedem Artikel Kategorien und/oder Begriffe (Tags) zugeordnet werden können, kann man sie über diese auch nach Themen zusammenfassen – und da diese Bündelungen eine Web-Adresse haben, kann man auf sie verlinken und so beispielsweise eine Navigation nach Themen erstellen. (Hier findet man zum Beispiel alle Artikel mit dem Tag Blogs in diesem Blog: Blogs).

Die Blogtechnologie wird oft auch als ein einfaches Web Content Management System (CMS) verwendet, welches verschiedene Autoren mit Texten, Fotos und anderen Inhalten befüttern, ohne dass in jedem Falle auch die interaktiven Möglichkeiten aktiviert werden. Auf manchen Websites wird die Blogtechnologie auch nur für Teilbereiche genutzt, z. B. für die Veröffentlichung von Unternehmensnachrichten, Pressemitteilungen oder eben dem Unternehmensblog (Corporate Blog) als Ergänzung zu den Ratgeberseiten, zum Online-Shop und anderem.

Sehr praktisch an Blogs ist, dass zusätzliche Funktionen über Plug-ins, kleine Software-Bausteine, hinzugefügt werden können.

Corporate Blog versus Homepage

Wer Internet hat, der sucht heutzutage nicht mehr im Telefonbuch oder ruft bei der Auskunft an, sondern schaut im Internet nach. Unternehmen, die nicht im Internet zu finden sind, existieren für einen Großteil der Menschheit nicht. Zwar gibt es viele Verzeichnisdienste im Internet, bei denen man sich als Unternehmen eintragen kann, aber mal ehrlich: Bei den meisten findet man den gesuchten Eintrag vor lauter Werbung nicht.

Auch der Weg, sich über soziale Netzwerke online zu präsentieren, ersetzt die eigene Homepage nicht, sondern macht von den Plattformen abhängig.

Die eigene Homepage mit oder ohne Online-Shop bietet die beste Möglichkeit, sein Unternehmen zu präsentieren. Aber ein Corporate Blog, der dieses Zentrum umkreist, erweitert die Möglichkeiten mit (potenziellen) Kunden und anderen zu kommunizieren, die eigene Kompetenz durch gute Inhalte und Tipps vom Profi zu untermauern sowie sich durch den aktuellen Bezug regelmäßig in Erinnerung zu bringen. Und nicht zu unterschätzen ist die positive Wirkung auf das Ranking der Homepage bzw. des Online-Shops durch die Verlinkungen aus dem Blog zu eben diesen.
Das Zentrum des Online-Auftritts sollten Homepage und Online-Shop sein. Sie werden von einem oder mehreren Corporate Blogs umkreist. Statt alle hochwertigen Kommunkationsinhalte mit Zeitbezug in die Social-Media-Plattformen zu legen, werden sie besser überwiegend in dem/den Corporate Blog(s) veröffentlicht und von Twitter, Facebook, Google+ & Co. aus jeweils mittels Teasern darauf verwiesen. Diskussion und Austausch können auf den Social-Media-Plattformen und in den Corporate Blogs stattfinden. In den Über-Mich-Bereichen der Social-Media-Plattformen führt man aber auch die direkten Links zur Homepage, eventuell zum Impressum (falls nicht anders gelöst) und zum Online-Shop auf. Der oder die Corporate Blogs verlinken natürlich auch regelmäßig auf die Homepage und den Online-Shop. Die Kunden oder eine andere Zielgruppe müssen an allen Stellen die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme haben und es muss zeitnah auf sie eingegangen werden!

Mit (Corporate) Blogs in Verbindung bleiben (Feedreader & Co.)

Neben der Kommentierfunktion und der Möglichkeit, Blogartikel über die Social-Media-Funktionen (eingebundene Social Plug-ins) im Freundeskreis oder Netzwerk weiterzuempfehlen, haben Blogs für die Leser auch den Vorteil, dass sie sich sehr einfach über neue Blogartikel und Kommentare auf dem Laufenden halten können – beispielsweise, indem sie sie sich in einen E-Mail-Verteiler eintragen oder den RSS-Feed abonnieren.

Beim Internet Explorer findet man das RSS-Symbol oben in der Befehlsleiste.
Bietet eine Webseite oder ein Blog einen RSS-Feed, ist das Symbol orangefarben.

RSS steht für Really Simple Syndication, also für "wirklich einfache Verteilung", z. B. von Blogartikelinhalten. Für das Abonnieren und Lesen von RSS-Feeds wird ein RSS-Feedreader benötigt, der aber oft bereits im Browser enthalten ist oder als Browser-Plugin ergänzt werden kann. Ob ein Blog einen RSS-Feed liefert, erkennt man am orangefarbenen Feed-Symbol oder einem RSS-Icon entweder im Blog selbst und/oder in den Browser-Feldern.
Corporate Blogs sollten das Abonnieren
der Blogartikel per E-Mail und per RSS
leicht machen.


Lesen kann man die Feeds dann mit dem Feedreader – entweder dem zum Browser gehörenden oder einem externen. Bei Firefox findet man den Feedreader und seine Verwaltungsmöglichkeiten beispielsweise unter Lesezeichen, bei Opera im Hauptmenü unter Feeds und beim Internet Explorer bei den Favoriten unter dem Reiter Feeds. Chrome- und Safari-Nutzer nehmen meist externe Feedreader, die man als Browsererweiterung einbinden kann.

Sehr praktisch ist der webbasierte Feedreader Feedly, der alle abonnierten Blogs sehr übersichtlich darstellt.

Unternehmensblog (Corporate Blog)

Ein Unternehmensblog ist der Blog eines Freiberuflers oder Unternehmens, mit dem ein geschäftliches Ziel verfolgt wird, beispielsweise:
  • Kunden mit Nachrichten aus dem Unternehmen versorgen, mit Informationen zum Sortiment neugierig machen, mit besonderen Tipps zur Verwendung von Produkten begeistern.
  • Meinungen und Feedback von Kunden/Lesern zu Themen und Produkten einholen 
  • Das Unternehmen, sich und/oder die Mitarbeiter, als Experten und Ansprechpartner positionieren 
  • Mit Branchenkollegen Branchenthemen diskutieren und Strategien finden 
  • Die Unternehmens-Homepage und/oder den Online-Shop stärken 
Voraussetzungen für einen erfolgreichen Corporate Blog:
  • Einbindung des Corporate Blogs in eine übergeordnete PR-/Marketing-/ Kommunikationsstrategie
  • Erscheinungsbild des Corporate Blogs passend zum Unternehmen/Marke gestalten 
  • Selbst erklärende Nutzeroberflächen und kurze Ladezeiten 
  • Themen wählen, die für die Kunden o. a. Zielgruppe relevant sind und einen Mehrwert bieten
  • Authentisch und kompetent sein 
  • Mit Begeisterung anstecken 
  • Inhalte fachlich korrekt darstellen
    (keinesfalls bei Nicht-Fachleuten billig eingekaufte Texte online stellen) 
  • Den Ton der Zielgruppe treffen 
  • Rechtschreibung und Zeichensetzung sollten i. d. R. perfekt sein
  • Inhalte müssen internetgerecht aufbereitet werden
  • Regelmäßige Veröffentlichungen und zeitnahe Beantwortung von Kommentaren schaffen Vertrauen 
Ein Corporate Blog kann die Kundenbindung verbessern und neue Kunden anziehen, die Marke bekannt machen, den Online-Shop unterstützen und vieles mehr. Wenn man vom Unternehmensblog aus auf das Zentrum seiner Internetpräsenz verlinkt (das sollte die Homepage oder der Online-Shop sein), stärkt man dieses – das kann auch zu einem besseren Platz in den Suchergebnissen der Suchmaschinen verhelfen.

Eines sollte man aber wissen: Ein guter Blog macht in der Regel viel Arbeit.

Der Weg zum eigenen Blog

Was das Konzept, das technische Aufsetzen und die optische Gestaltung betrifft, kann man all dies mehr oder weniger mühselig lernen oder dafür einen Fachmann/Fachfrau engagieren. Was beim kleinen Hofladen vielleicht sympathisch unperfekt und authentisch wirken kann, signalisiert bei einem anderen Unternehmen Schlampigkeit, Inkompetenz und Unzuverlässigkeit. Beim Corporate Blog darf man nicht am falschen Platz sparen.

Das müssen Sie oder Ihr(e) Dienstleister idealerweise können:
  • "Technische" Einrichtung und Administration eines Blogs 
  • Optische Gestaltung entwickeln und ins Web und/oder für mobile Geräte transportieren
  • Ihr Unternehmen, die Produkte und Kunden kennen 
  • Draht zur Zielgruppe haben
  • Fachkenntnisse über die Produkte und ihre Verwendung haben
  • Für das Internet schreiben können: den richtigen Ton treffen, begeistern, sehr gute Rechtschreib-, Grammatik- und Zeichensetzungskenntnisse haben 
  • Kenntnisse der Suchmaschinenoptimierung 
Als Redaktionssysteme eignen sich beispielsweise:
  • ExpressionEngine für professionelle Corporate Blogs 
  • Wordpress ist das gebräuchlichste Redaktions-/Blogsystem für private und Corporate Blogs (Beispiel: tinto bloggt
  • Concrete5 ist ein Redaktionssystem für Einsteiger 
  • Kostenlose Blogs kann man auf Blog-Plattformen wie blogger.com (Beispiel: Gartentipps), wordpress.com und tumblr.com (Beispiel: Blog für alle Fälle) einrichten. Sie eignen sich hauptsächlich für Hobby- und halbprofessionelle Blogs 

Weitere Informationen im Internet

Sonntag, 2. Februar 2014

Blogger-Ethik: Transparenz muss sein!

Blogger dürfen meiner Meinung nach fast alles, nur nicht ihre Leser hinters Licht führen - erst recht nicht böswillig. Insofern sind Blogger meiner Meinung nach wie Journalisten der Wahrheit verpflichtet.

Eigentlich wollte ich bei der Blogparade Blogger und Ethik von WebLogMarketing aus Zeitmangel gar nicht mitmachen, aber das Thema ist einfach zu spannend.

Was darf ein Blogger und was nicht?


Außer wissentlich falsche Informationen verbreiten, dürfen Blogger meiner Meinung nach fast alles:
  • ihre Meinung mehr oder weniger begründet raushauen, 
  • Erfahrungen teilen, 
  • Stimmung anheizen, 
  • unterhalten. 
Aber auch:
  • Fakten informativ und wertfrei präsentieren  oder
  • Zeitthemen sachlich analysieren. 
Und genauso:

Jeder Blogger, jede Bloggerin und jedes bloggende Unternehmen entscheidet selbst, wie und über was gebloggt wird, und ob er/sie/es das als Hobby, zum Geldverdienen, zur Kommunikation mit Kunden oder aus anderen Gründen tut.

Doch bei allem, was sie tun, sollten Blogger ihren Lesern (nicht zwangsweise den Suchmaschinen) gut erkennbar offenlegen:
  • ob es im jeweiligen Blogartikel um Fakten und sachliche Analyse oder um Meinung, Stimmungsmache oder sogar Verteufelung ("Rant") geht,
    Um dem Leser Orientierung zu bieten, setzt man einen kleinen Zusatz wie "Kommentar", "Feuilleton", "Analyse" o. ä. Hinweise in die Überschrift oder in den ersten Abschnitt, falls die Überschrift als solche ("... ist das Letzte") nicht schon den eindeutigen Hinweis gibt. 
  • ob ein Artikel gesponsert ist,
    Blogartikel, die man für eine Gegenleistung geschrieben hat und in seinem Blog veröffentlicht, muss man als gesponserte Artikel oder Werbung kennzeichnen.
    Auch Blogartikel, die man von anderen erhält und die man gegen eine Gegenleistung in seinem Blog veröffentlicht, müssen als Werbung, Gastartikel-Veröffentlichug gegen Bezahlung o. ä. erkennbar sein. Auch überlassene Produkte oder Artikel für Verlosungen sind Gegenleistungen!
  • Jede Art von Werbung einschließlich gekaufter Links sollten für die Blogbesucher und Leser gekennzeichnet sein. 
Als Blogger ist man seinen Lesern verpflichtet, aber nicht in dem Sinne, dass man ihnen nach dem Mund redet, sondern dass man sie nicht wissentlich und erst recht nicht böswillig hinters Licht führt. Insofern ist ein Blogger, wie auch der Journalist, mit seinen eigenen Inhalten (Texte, Bilder, Videos etc.) der Wahrheit verpflichtet. Natürlich wäre es gut, wenn immer alle Fakten überprüft würden, aber wenn man das nicht kann/will, sollte man auch nicht so tun, als ob. Verweise auf Quellen und weitere Informationen helfen den Lesern, sich selbst ihre Meinung zu bilden.

Im Grunde entspricht mein Anspruch an die Transparenz der Ziffer 7 des Pressekodexes, der besagt, dass redaktionelle Veröffentlichungen nicht von eigenen oder fremden, wirtschaftlichen und anderen Interessen beeinflusst sein sollen bzw. dass redaktioneller Inhalt von Werbung getrennt bzw. Werbung und eigenes Interesse kenntlich gemacht werden müssen.

Transparenz schafft Vertrauen


Zusätzlich zur Information über den Blogartikel selbst (ob es sich um recherchierte Information, eigene Erfahrung, Rant, Satire oder anderes handelt) und zur Information, was Werbung/gesponsert ist und was nicht, möchte ich (und bestimmt viele andere Blogbesucher) zumindest den Namen des Bloggers wissen und, wenn möglich, ein paar Hintergrundinformationen über ihn/sie erhalten - auch bei einem Unternehmensblog. Man möchte wissen, wer den Blog befüttert, an wen man seine Kommentare richtet, mit wem man diskutiert und wodurch er sich qualifiziert.

Es gibt sicher noch viele Details, die man in eine Blogger-Ethik einarbeiten könnte - ein Vorbild könnte der Pressekodex sein. Doch Transparenz ist für mich das oberste Gebot, dem ich versuche in meinen Blogs, Social-Media-Beiträgen etc. gerecht zu werden.

Weitere Informationen

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Links im Artikeltext oder Links ans Ende setzen?

Einer der Vorteile von Texten im Internet oder in anderen digitalen Medien wie E-Books sind die durch Hypertext Markup Language (HTML) ermöglichten Querverweise (Hyperlinks oder kurz Links genannt). Informationen werden auf diese Art nicht nur linear dargestellt, sondern sind durch Verlinkungen miteinander vernetzt. Die Frage ist: Was ist lesefreundlicher - Links in den Fließtext einzubauen oder gesammelt ans Ende zu setzen?

In den meisten Blogartikeln und anderen Online-Veröffentlichungen werden die Links in den Fließtext gesetzt. Doch die Möglichkeit, mitten aus dem Text heraus zu anderen Dokumenten zu springen, hat auch Nachteile, vor allem, wenn ein Text viele Links enthält: Sie verleiten die Leser dazu, jede Nebenbaustelle anzuschauen und dadurch den Faden im Hauptartikel zu verlieren, und oft genug finden sie den Weg nicht mehr zurück zum Ursprungsartikel.

Ich bin als Leserin von Blogartikeln und anderen Veröffentlichungen inzwischen dazu übergangen, Texte, in denen es darum geht, Gedankengängen zu folgen, erst von vorne bis hinten durchzulesen oder zumindest soweit zu überfliegen, bis ich sicher bin, alles, was mich interessiert, auch abgegrast zu haben. Dann scrolle ich wieder nach oben und gucke, was es an Links gibt und ob da vielleicht auch der Link dabei ist, auf den ich nach dem Lesen Wert gelegt hätte. Die Scrollerei nervt mich aber ziemlich. In so einem Fall wäre es mir wesentlich lieber, erst am Ende eine Linkliste zu weiterführenden Informationen zu finden, damit ich mir das Scrollen ersparen kann. Außerdem sind im Blogartikel-Text selbst wichtige Links oft hinter blöden Linktexten verborgen und bei längeren Texten kaum wiederzufinden.

Anders geht es mir bei Blogartikeln, die irgendetwas vorstellen - z. B. eine Liste "Die zehn besten kostenlosen Bildbearbeitungsprogramme". In so einem Fall wünsche ich mir den Link zum jeweiligen Programmanbieter o. Ä. gleich dort, wo das Programm vorgestellt wird. Bei einem Fachbuch als E-Book würde ich mir beides wünschen - die Möglichkeit zu springen, aber auch Link-Übersichten (Links aus dem Inhaltsverzeichnis, Listen mit verlinkten externen Quellen/Lesetipps etc.).

Bei meinen eigenen Blogartikeln, die ja selten über 5.000 Zeichen lang sind, bin ich dazu übergegangen, die meisten Links (Quellen und weiterführende Informationen) ans Ende zu setzen - jedenfalls dann, wenn es mir wichtig ist, dass meine Leser den ganzen Artikel lesen oder zumindest anschauen. Das beinhaltet aber auch eine gewisse Bevormundung.

Wie steht ihr als Leser dazu - nervt das oder findet ihr das in Ordnung?

Noch ein Aspekt: Nach wissenschaftlichen Anforderungen müsste man möglicherweise bei jedem Gedanken auch die Quelle der Inspiration angeben, um sich nicht irgendwann Plagiatsvorwürfen ausgesetzt zu sehen, doch würde das meiner Ansicht nach Blogartikel unlesbar machen - weshalb ich die Quellenangabe im Text nur bei gravierender Bedeutung der Quelle für meine eigenen Gedankengänge mache. Was meint ihr bzw. wie handhabt ihr das in euren Blogs?

Sonntag, 13. Januar 2013

Social-Media-Analyse: Facebook, Google+, Twitter & Co. bringen kaum Webseitenbesucher

Meine Social-Media-Analyse der letzten 12 Monate zeichnet ein noch trüberes Bild, als die Social-Media-Analyse, die ich Ende August 2012 veröffentlicht habe: Es fanden - im Vergleich zu anderen Traffic-Quellen - nur wenige Besucher über Facebook, Google+, Twitter und Pinterest zu meinen Webseiten und Blogartikeln - jedenfalls auf dem direkten Weg. Wie ist das bei anderen?

Ich habe Webseiten und Blogs zu ganz unterschiedlichen Themen - von Verbraucherthemen wie Garten oder Geld bis zu netzpolitischen und Kommunikationsthemen wie in diesem Blog. Ich wollte wissen, wie viele Besuche meiner Webseiten und Blogartikel über Verlinkungen in Social Media zustande kamen (Traffic-Analyse).

Für Webanalysen meiner eigenen Domains (Verbraucherthemen, überwiegend statische Webseiten, seit 1998 gewachsen) nutze ich Google Analytics (IP-Adressen anonymisiert).

In Google Analytics ist eine beschränkte Social-Media-Analyse enthalten, mit der man Social-Media als Traffic-Quelle für Websites und/oder Blogs untersuchen kann: Über Besucherquellen -> Soziale Netzwerke -> Netzwerkverweise erhält man eine Liste mit den sozialen Netzwerken (Facebook, Google+, Blogger, Twitter, Pinterest etc.) und der jeweiligen Anzahl der Besuche, die über sie zustande kamen. (Google Analytics wertet dabei auch Blogger, also seine eigene Plattform für Blogs, mit deren Hilfe auch dieser Blog existiert, als soziales Netzwerk.) Klickt man auf den Namen einer Social-Media-Plattform in der Liste, so erhält man eine Aufstellung der einzelnen Verweise (Links) und die dazugehörende Zahl der Besuche.

Meine Ergebnisse für die vergangenen 12 Monate:

Besucherquellen bei Verbraucherthemen (tinto und tinto-Projekte)

  • 74,43 Prozent der Besuche von tinto und tinto-Projekten kommen über eine Suche auf meine Webseiten (bzw. einige wenige Blogartikel, die in dieser Statistik enthalten sind)
    - davon 93,57 Prozent über die Google-Suche, 2,22 Prozent über Bing und 1,33 Prozent über Yahoo, 
  • 16,54 Prozent kommen über Verweise (Verlinkungen)
    Hierin sind auch die Verweise von den Social-Media-Plattformen zu meinen Webseiten enthalten. 
  • 9,03 Prozent kommen direkt - die Besucher kennen also die entsprechende URL.

Besuche, die durch Verweise von Social-Media-Plattformen (soziale Netzwerke) auf meine Webseiten zustande kamen:

1,07 Prozent der Besuche kamen durch Links von Social-Media-Plattformen (ohne Blogger) zu tinto und tinto-Projekten.

Bezogen auf die Gesamtzahl der Besuche ergibt sich folgendes Bild:
  • 0,7 Prozent der tinto-Besuche kamen durch Links von Facebook, 
  • 0,22 Prozent der Besuche über Google+, 
  • 0,08 Prozent durch Twitter und 
  • 0,01 Prozent durch Pinterest.
Besucherquellen für tinto und tinto-Projekte
Soziale Netzwerke sind bei tinto und den tinto-Projekten (fast ausschließlich statische Webseiten) im Vergleich zur Google-Suche oder den direkten Zugriffen als Traffic-Quelle fast bedeutungslos - jedenfalls auf den ersten Blick.

Besucherquellen dieses Kommunikationsthemen-Blogs

Zu den Themen dieses Blogs gehören Social Media, Suchmaschinenoptimierung (SEO), Netzpolitisches und andere Themen. In diesen Blog habe ich Google Analytics nicht eingebaut und daher nur eine rudimentärere Blogstatistik. Doch kann ich ersehen, dass hier immerhin fast 5 Prozent der Besuche über Verweise bei Google+ zustande kommen und 1,07 Prozent über Links bei Facebook.

Auch bei meinen Themenblogs wie gartensaison-gartentipps.blogspot.com oder beste-geldanlage.blogspot.com spielen Social Media eine größere Rolle als oben bei den überwiegend statischen Webseiten von tinto und tinto-Projekten.

Wie ist meine Social-Media-Analyse zu bewerten?

Meine kleine Social-Media-Analyse, eigentlich eine Traffic-Quellen-Untersuchung, ist natürlich nur ein winziger Bruchteil dessen, was alles zu einer Bewertung von Social Media für einen Freiberufler oder ein Unternehmen gehören würde.

Als Besucherquelle für meine tinto-Verbraucherthemen-Webseiten haben die Social-Media-Plattformen nicht wirklich überzeugt - von den verschiedenen Social-Media-Plattformen schnitt hier Facebook noch am besten ab. Allerdings sind die Zahlen relativ - d. h. es kann auch sein, dass, weil die Suche als Besucherquelle so erfolgreich ist, Social Media nur im Vergleich dazu schwach ist. Ich kann auf jeden Fall große Unterschiede zwischen verschiedenen Themen feststellen. Zum Beispiel: Während ich mich mit dem Thema Garten bei Facebook gut vernetzen konnte, klappt das beim Thema Geld nicht so gut - auch weil meine Ansprüche da sehr hoch sind, da ich Verbraucher aufklären möchte und nicht mit Zockerplattformen kooperieren möchte.

Im Vergleich zu den statischen Themenseiten spielen auch bei meinen Themenblogs die sozialen Netzwerke eine größere Rolle als Besucherbringer.

Auffällig ist, dass Google+ bei meinen Artikeln über Urheberrecht, Social Media und Kommunikationsthemen wesentlich wichtiger zu sein scheint als Facebook. Allerdings sollte man in diesen Vergleich nicht zu viel hineinlesen, denn ich verhalte mich in den verschiedenen sozialen Netzwerken und zu den verschiedenen Themen nicht identisch. Doch passt zu dieser Beobachtung, wie rege bei der Einführung von Communities bei Google+ der Zulauf bei Online-Marketingthemen war (wozu auch Social Media Management und Suchmaschinenoptimierung gehören) und wie schwach bei normalen Verbraucherthemen.

Interpretationsmöglichkeiten für meine Ergebnisse gibt es viele - vom Zweifel an meiner persönlichen Social-Media-Strategie bis zum Zweifel an Social Media als geeignete Besucherquelle für Websites und Blogs.

Allerdings sollte man nicht vergessen, dass erstens die Zahlen relativ sind und zweitens, dass Social Media nicht hauptsächlich dazu da sind, Besucher auf Webseiten und Blogs zu holen, sondern zur Kommunikation - von der freundschaftlichen und/oder beruflichen Vernetzung bis zu Kundenservice und Unternehmenskommunikation.

Darüber hinaus bewerten Suchmaschinen - so weit man über die Algorithmen weiß - auch die Aktivitäten von Autoren in Social Media, so dass diese zu einer besseren Platzierung von deren Artikeln in den Suchergebnissen führen können, was dann über Umwege auch zu mehr Besuchern führt - genauso wie auch die Vernetzung in Social Media zu einer Verlinkung durch andere Teilnehmer führen kann, was sich natürlich auch auf die Besucherzahlen auswirken würde.

Mich interessiert, ob andere Blogger und Webseitenbetreiber ähnliche Beobachtungen gemacht habt oder ob ich mit meinen Zahlen eine Ausnahme von einer ganz anderen Regel bin.

Sonntag, 11. November 2012

Neues von der SEO-Front: WDF*P*IDF und Relevanz

"Content is King" lässt der Quasi-Suchmaschinenmonopolist Google immer wieder verkünden. Aber das wussten wir Autoren, Journalisten und Blogger auch vorher bzw. wir schreiben, weil wir was zu sagen haben. Allerdings: Seit wir für das Internet schreiben, wissen wir auch, dass Schlüsselwörter (Keywords) richtig gewählt und eingearbeitet werden müssen, dass Verlinkung eine Rolle spielt und Ähnliches mehr, damit die Suchmaschine mit ihrem beschränkten Algorithmus unseren schönen Online-Artikel nicht auf Platz 5.345.789 ihrer Ergebnisliste aufführt - quasi unsichtbar für alle, die über Suchmaschinen nach Inhalten suchen (siehe auch: Blogs bekannt machen). Nun gibt es neben Keyword-Optimierung und Backlink-Aufbau wieder neue Buzzwords in der Suchmaschinenoptimierungs- (SEO) Welt - und die heißen WDF*P*IDF (Gewichtungsformel) und Relevanz. 

Ich schreibe und veröffentliche auf meinen Webseiten und in meinen Blogs über Themen, die mir am Herzen liegen und/oder zu denen ich selbst jahrelang Erfahrungen gesammelt habe. Ähnlich der philosophischen Frage um den Baum, der im Wald umfällt, ohne dass es jemand hört: Bin ich ein Autor/Journalist dadurch, dass ich schreibe? Oder werde ich erst dazu, wenn jemand meine Artikel oder Bücher liest?

Ich jedenfalls möchte, dass die Ergebnisse meiner Schreibarbeit, die ich liebe, die aber oft auch mühselig ist, gelesen werden. Deshalb befasse ich mich mit Suchmaschinenoptimierung (SEO). Um von meiner Online-Schreiberei (vielleicht irgendwann) einmal leben zu können, platziere ich zudem Werbung auf meine Webseiten.

Es gibt aber auch eine andere Herangehensweise: Menschen, die nicht selbst das Bedürfnis zu schreiben haben (außer über SEO), aber Geld im Internet verdienen möchten, prüfen mit verschiedenen Tools (beispielsweise mit dem Google Keyword Tool), mit welchen Themen man prinzipiell hohe Werbeeinnahmen via Google Adsense o. a. erzielen kann. Dann lassen sie zu dem Thema bzw. zu einem bestimmten Keyword oder einer Keyword-Kombinationen möglichst preisgünstig und suchmaschinenoptimiert einen Text schreiben und veröffentlichen diesen auf einer Webseite. Sie platzieren Werbung auf der Seite, sorgen für Verlinkung und ergreifen weitere SEO-Maßnahmen, damit sie mit dem eingekauften Text Geld verdienen können.

Man mag von dieser Vorgehensweise halten, was man will - es gibt nicht nur Schwarz und Weiß -, man kann von diesen SEO- und Online-Marketing-Profis einiges lernen. Ich habe damit zuerst aus Verzweiflung begonnen, als ich feststellte, dass ich durch deren Webangebote zunehmend von meinen guten Positionen im Internet verdrängt wurde, die ich hatte, weil meine Seiten schon sehr alt aus Zeiten ohne Konkurrenz waren (und zugegebenermaßen auch eine Überarbeitung nötig hatten). Inzwischen befasse ich mich unregelmäßig mit dem Thema SEO, auch wenn ich SEO nur in Maßen anwende, weil ich mich nicht von einer Suchmaschine und ihren Algorithmus-Updates (Panda, Penguin und wie sie alle heißen) gängeln lassen möchte.

Relevanz - was ist das?

Die Relevanz eines Textes ist der Mehrwert, den er einem Leser zu einem bestimmten Suchwort bietet. Das hört sich zunächst gut und leserfreundlich an. Doch die Relevanz von Texten im Internet wird von einem Suchmaschinenalgorithmus berechnet, der simple Eckdaten miteinander verrechnet, die Ergebnisse miteinander vergleicht und dementsprechend die Suchergebnisse sortiert. Hier hat sich insofern etwas getan, dass es nicht mehr nur auf das Haupt-Keyword ankommt, sondern auch auf verwandte ("relevante") Keywords im gleichen Artikel.

Aus SEO-Sicht heißt das: Statt wie bisher ein Keyword zu bestimmen und dieses in einer bestimmten "Keyword-Dichte" im Text und außerdem im Seitentitel, in Meta-Descriptions, Überschriften, Bildunterschriften, Bild-Title-Tags etc. unterzubringen, müssen nun zusätzlich Relevanzwerte berechnet werden. Die Relevanzwerte des eigenen Artikels müssen besser oder in einem besseren Verhältnis zueinander sein, als die in Artikeln von den Mitbewerbern, sonst reicht es nicht in die Sichtbarkeitszone der Suchmachinenergebnisse. Ein Aspekt der neu entdeckten Relevanz ist, dass nicht nur das Haupt-Keyword ausreichend oft im Text vorkommen muss (wie oft "oft genug" oder "zu viel" ist, weiß man nicht wirklich), sondern auch andere Keywords, die einen Bezug zu diesem Keyword haben - allerdings dürfen sie dem Haupt-Keyword auch nicht zu viel Konkurrenz machen, wie man weiter unten sieht.

Statt Keyword-Dichte lieber Gewichtungsformel?

Mit einem Keyword und der Keyword-Dichte kommt man nach Aussagen einiger SEO-Profis, so z. B. Karl Kratz (Links siehe unten) heutzutage nicht mehr weit. Mehr Aussagekraft habe die Gewichtungsformel oder WDF*P*IDF.

Die Gewichtungsformel WDF*P*IDF ist das Produkt von
WDF, IDF und einem Korrekturfaktor P

WDF und IDF sind Begriffe aus der Textstatistik:
  • WDF steht für Within-document Frequency (Dokumentspezifische Gewichtung).
    Die WDF beschreibt die Häufigkeit eines Wortes i im Verhältnis zur Gesamtzahl aller Worte L in einem Dokument j - bzw. in unserem Fall: die Häufigkeit eines Keywords bzw. einer Keyword-Kombination im Verhältnis zu allen Keywords/Keyword-Kombinationen im Text. Je öfter ein Keyword bzw. eine Keyword-Kombination in einem Text vorkommt, desto größer ist der WDF-Wert. Das ist im Prinzip nichts Neues. Im Gegensatz zur Keyword-Dichte wird der WDF mit Logarithmen berechnet. Mehr Details z. B. bei Wikipedia. 
  • IDF steht für Inverse Document Frequency (Inverse Dokumenthäufigkeit).
    Der IDF setzt die gesamte Anzahl ND von Dokumenten einer Datenbank zur Anzahl f der Dokumente, die ein bestimmtes Keyword/Keyword-Kombination t enthalten. Je größer der IDF, desto weniger Dokumente gibt es in der Datenbank, die das Keyword/Keyword-Kombination enthalten. 
Das Produkt WDF*IDF für ein Keyword ist also rein rechnerisch am besten, wenn das Keyword-/Keyword-Kombination oft im Text vorkommt, es aber gleichzeitig noch wenig andere Dokumente mit diesem Keyword/Keyword-Kombination gibt.

P ist nur ein Gewichtungswert (Korrekturfaktor).

Kratz hat festgestellt, dass es eine Relation zwischen WDF*IDF und der Position in den Suchmaschinenergebnissen (Search Engine Results Position, SERP) gibt. Je höher WDF*IDF, desto besser i. d. R. die Position in den SERPs. Das ist jetzt eigentlich nicht überraschend oder neu, sondern wird nun eben mathematisch ausgedrückt. Kratz hat außerdem bemerkt, dass viele zu einem Keyword gut positionierte Seiten eines gemeinsam haben: dass der WDF*IDF für dieses Keyword deutlich höher ist, als für andere Keywords/Keyword-Kombinationen in dem Text. Eindeutigkeit ist also Trumpf.

Grundlegend neu sind diese Erkenntnisse nicht, man kann jetzt nur alles genauer berechnen. Man sollte bei aller Rechnerei nicht vergessen, dass man ein Keyword auch zu oft einsetzen kann und der Text dann möglicherweise von Google als Spam gewertet wird. Und wie Kratz auch sagt, gibt es ja auch noch andere Faktoren, die die Position in den Suchergebnissen beeinflussen können.

Beim Wettbewerber abgucken

Die neue Onpage-Optimierung mit dem Ziel der Verbesserung der Relevanz führt vor allem über die Mitbewerberbeobachtung - wie das geht, führen Karl Kratz und Philipp Helminger vor (Links unten). Sie analysieren die Mitbewerber-Webseiten und berechnen die WDF*IDF-Werte für die wichtigsten Keywords/Keyword-Kombinationen für die Seiten, an denen sie vorbeiziehen oder zumindest mithalten wollen. Aus den Ergebnissen der Mitbewerberbeobachtung erstellt beispielsweise Kratz die Vorgaben für seine Internettexte. Dann noch die restlichen SEO-Maßnahmen umgesetzt und fertig ist Platz 1 in den SERPs. Schön wäre es - oder auch nicht. Also wird noch weiter gefeilt: Keyword-Abstand, Keyword-Verteilung, partielle Keyword-Häufung, gezielter Einsatz artverwandter Keywords ... Ich frage mich, wo da bei all den Vorgaben noch Raum und Zeit für Inhalte und Sprachliches bleibt.

Noch interessant zu wissen: Helminger hat in seinen Untersuchungen festgestellt, dass bei manchen Keywords bzw. Keyword-Kombinationen die vorderen Plätze inzwischen mit sehr langen Texten belegt sind. Bei seinem Beispiel "HochgeschwindigkeitsSEO" liegen auf den ersten fünf Plätzen Texte mit 3.000 bis 8.000 Wörtern! Seine Empfehlung außerdem: Die Häufigkeitsverteilung relevanter Keywords sollte man an die der Top-Positionen für sein Haupt-Keyword anpassen.

Den Google-Algorithmus füttern - will man das?

Als Autorin, Journalistin und Bloggerin, die ich schon lange auch für das Internet schreibe, gefällt mir diese Entwicklung nicht und ich hoffe, dass sie nur vorübergehend ist. Es kann doch nicht sein, dass das gesamte "Schreibhandwerk" immer mehr, statt endlich weniger dem Algorithmus einer Suchmaschine untergeordnet werden muss, wenn man sichtbar bleiben möchte. Was ist mit der Verwendung von Synonymen, sprachlichen Bildern, etc.? So wichtig eine simplifizierte Sprache in der Technikdokumentation ist, wenn sie zur Alltagssprache wird, dann führt das zu einer Verarmung - nicht nur der Sprache, sondern auch des Denkens.

Ich möchte doch Wissen weitergeben, Diskussionen anregen, unterhalten, mich auf Recherche und das Schreiben konzentrieren, kreativ sein und mich, wenn überhaupt, dann nur am Rande mit SEO beschäftigen müssen.
Zum Glück gibt es noch einige gute Medien, für die es Spaß macht, zu schreiben, und die es aufgrund ihres Markennamens oder eben weil sie Printmedien sind, nicht nötig haben, mit Algorithmen-Fütterei zu buhlen und dafür Sprachvielfalt und -kreativität zu opfern. Doch für uns kleine Blogger und Webseiten-Publisher sind das gerade sehr schwere Zeiten - und sich als SEO-Texter ausbeuten zu lassen, kann auch nicht die Alternative sein. Dann doch lieber sich weiter selbst ausbeuten und Spaß haben.

Ansonsten bin ich der Meinung: Suchmaschinen müssen besser werden und Google braucht stärkere Konkurrenz, damit da mal was vorwärts geht.

Quellen und weiterführende Informationen

Donnerstag, 30. August 2012

Wie viele Seitenbesucher kommen durch Facebook, Google+ und Twitter?

"Vergebliche Mühe" titelt internet WORLD BUSINESS heute und meint damit die Jagd nach möglichst vielen Facebook-Fans. Das machte mich neugierig und ich konsultierte die Quelle und meine eigene Statistik des vergangenen Monats.

Der Online-Artikel von internet WORLD BUSINESS bezog sich auf eine Untersuchung von BuzzFeeD (alle Quellen unten), die nach einer Korrelation zwischen der Anzahl von Facebook-Fans von Verlagen und dem Traffic suchten, den diese Verlage über Verweise in Facebook auf ihre "Sites". BuzzFeeD kam zu dem Schluss, dass es keine bis wenig Korrelation gibt: Viele Fans bedeuten nicht unbedingt viele Besucher (= mehr "traffic"). Dabei dürfte es keine Rolle spielen, ob diese "Sites", die verlinkt wurden, als statische Webseiten oder als Blog realisiert sind.

Nach der Lektüre dieses Artikels schaute ich mir meine eigene Statistik vom vergangenen Monat für tinto.de und andere eigene Domains hinsichtlich Besucher-Quellen an. Meine Inhalte befinden sich vorwiegend auf statischen Seiten, die ich seit 1998 betreibe, aber es ist auch ein auf eigener Domain integrierter Blog dabei.

Das Ergebnis für diese selbstgehosteten Inhalte:
  • < 2 % der Besuche kommen über Facebook 
  • ~ 0,5 % der Besuche über Google+ 
  • ~ 0,2 % der Besuche über Twitter 
Zum Vergleich:
  • ~ 72 % der Besuche kommen über die Google-Suche 
  • ~ 7,5 % der Besuche waren direkt
  • ~ 2 % der Besuche kamen über die Bing-Suche 
  • ~ 1 % der Besuche über Blogger (Blog-Plattform)
Traffic-Quellen Social Media
Herkunft der Webseiten-/Blogartikel-Besuche in Prozent
(Ausgesuchte Traffic-Quellen: Social Media u. a.)


Zähle ich die Besuche über Facebook, Google+ und Twitter zusammen, dann kommen ca. 2,2 % meiner Domain-Besuche über diese drei Social Media-Plattformen zustande. (Ich stelle in Social Media allerdings auch Artikel vor, die sich auf Blogger-Blogs (als nicht auf einer eigenen Domain) befinden - diese Verweise sind in dieser Statistik nicht enthalten, da sie extern gehostet sind.)

Jedenfalls kommen knapp 2 % der Seitenbesuche auf meinen eigenen Domains von Facebook - und da hauptsächlich von meiner Gartensaison-Facebook-Page, wo die "Fans" und ich eine rege kleine Austauschgruppe von Garten- und Pflanzenfreunden bilden, die sich gegenseitig unterstützen.

Der Traffic von Social-Media-Plattformen ist nur ein Kriterium von vielen

Die Zahl der Besucher, die über Facebook kommen, ist nicht wirklich beeindruckend. Es wäre noch interessant zu wissen, wie sich die Fan-Zahlen und die Interaktionen mit den Fans auf den Google-Algorithmus (und damit die Sichtbarkeit in den Sucherergebnissen der Google-Suche) auswirken. Doch leider werden solche Algorithmen nicht offengelegt.

Überrascht bin ich, wie wenig Seitenbesuche über Google+ und Twitter zustande kommen, obwohl dort meine Follower-Zahlen ein Vielfaches betragen - das bestätigt allerdings die Ergebnisse von BuzzFeeD, auch wenn die sich nur auf Facebook bezogen: Mehr Fans, Einkreiser oder Follower bedeuten nicht unbedingt mehr Traffic.

Circa 1 % der Besucher auf meinen Domains finden über Blogs bei Blogger zu mir. Blogger ist eine kostenlose Blog-Plattform für Anfänger aus dem Hause Google. Auch in diesem Fall sind es hauptsächlich Garten-Interessierte und teilweise an Geldthemen interessierte Besucher, die über die Links von dort zu meinen Webseiten kommen. Die Verweise stammen zum Teil von eigenen Blogger-Blogs, die ich als Ergänzung zu den Websites auf meinen Domains führe. Inzwischen habe ich allerdings auch einen Wordpress-Blog auf der eigenen Domain (weshalb der nicht als externe Quelle geführt wird).

Wenn ich nur den Zeitaufwand für meine Social-Media-Aktivitäten und die dadurch generierten Besuchszahlen ("traffic") gegenüberstellen würde, dann würde ich diese wohl einschränken und meinen Fokus noch stärker auf Seiten-/Artikel-Erstellung und Suchmaschinen-Optimierung legen müssen. Doch möchte ich zum einen die Abhängigkeit von der Google-Suche (-> Machtkonzentration) verringern und zum anderen die Inspiration (einschließlich der täglichen Aufreger) und die Kommunikation mit den Menschen aus aller Welt nicht missen.

Quellen

Freitag, 13. Juli 2012

Blog bekannt machen - Fortsetzung

Was sich durch die Google Algorithmus Updates Panda und Penguin verändert hat.

Dies ist eine Ergänzung zu den Blog-Posts vom vergangenen Jahr:
Blog bekannt machen Fortsetzung
Im ersten Blogbeitrag werden die Möglichkeiten beschrieben, wie man seinen Blog bekannt machen kann - denn wer schreibt, der will in der Regel auch gelesen werden. Im zweiten Blog-Post geht es speziell um die Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization, SEO) mit seriösen Mitteln - denn wer in den Suchergebnissen nicht vorne gelistet ist, ist im Internet praktisch unsichtbar. Wegen ihrer Quasi-Monopolstellung wird besonders auf die SEO für die Google-Suche eingegangen, denn wer keine gute Position in den Sucherergebnissen (Search Engine Results Positions - SERPs) von Google hat, dem fehlt eine wichtige Möglichkeit, Leser für seine Blogbeiträge zu finden.

Die Möglichkeiten, wie man einen Blog bekannt machen kann, sind zwar im Wesentlichen die gleichen geblieben und die wichtigste Voraussetzung für den Erfolg eines Blogs oder eines anderen Webangebotes ist immer noch Content, der einzigartig ist und dem Nutzer einen Mehrwert bietet - also informative und gut geschriebene Texte, Bilder, Videos, Anwendungen etc. Trotzdem sollte man ein paar Fallen kennen, die sich durch die Veränderungen des Google-Algorithmus aufgetan haben, damit man nicht von Google abgestraft wird (Google Penalty). Denn es kann auch Unschuldige treffen.

Blog bekannt machen
Achtung: Google Algorithmus Updates

Google möchte mit den Updates seines Suchalgorithmus die Suchergebnisse verbessern. Zum einen wurden das Suchverhalten und Bewertungen der User in den Algorithmus integriert. Zum anderen sollen Manipulatoren, die mit unlauteren Methoden (Black Hat SEO) arbeiten, von den vorderen Plätzen vertrieben oder ganz ausgeschlossen werden.

Die wichtigsten Google-Algorithmus-Updates heißen

Google Panda (begann im Februar 2011)
Durch die verschiedenen Google Panda Updates soll die Qualität der Blogs oder der Webseiten (Onsite-Kriterien) gecheckt und in den Algorithmus integriert werden: Ist der Content gut und einzigartig? Bietet er einen Mehrwert? Bleiben die Besucher auf der Seite oder fliehen sie gleich wieder?

Google Penguin (bekannt gegeben am 24. April 2012)
Durch Google Penguin wird neben Onsite-Kriterien wie Keyword-Stuffing (unnatürliche Wiederholung des Keywords im Text oder in den Meta-Tags) die Verlinkung (Offsite-Kriterien) gecheckt. Massenhaft Links von minderwertigen Domains/Seiten (z. B. von Linkschleudern - das sind Verzeichnisse, wo jeder Links eintragen kann, ohne dass es eine Qualitätsprüfung gibt) können sich negativ auswirken. Google bestraft auch, wenn Inhalte mehrmals im Netz vorhanden sind - ein Problem, wenn ein Unternehmen mit örtlichen Filialen die gleichen Texte (bis auf Anfahrtsinformationen o. ä.) auf alle lokalen Seiten stellt - was sachlich völlig logisch wäre. Aber auch für den normalen Blogger kann "duplicate Content" zum Problem werden, wenn die gleichen Inhalte über verschiedene URLs zu erreichen sind oder auch wenn Inhalte unberechtigt wiederverwendet wurden (Content-Klau) - wegen letzterem sollte man regelmäßig überprüfen, ob Inhalte des Blogs oder der Webseite kopiert und woanders noch einmal ins Netz gestellt werden (dafür gibt es Werkzeuge, z. B. Copyscape).

Leider zeigen Google's Maßnahmen zur Verbesserung der Suchergebnisse bisher nur mäßigen Erfolg, denn bei manchen Suchbegriffen (Keywords) sind immer noch einige nahezu inhaltslose Seiten voller Werbung auf den vorderen Plätzen vertreten. Andererseits wurden schon "unschuldige" Webseiten und Blogs abgestraft und flogen aus dem Index. Auf jeden Fall bibbern auch ganz normale Webseitenbetreiber und Blogger vor Angst wegen der Google Algorithmus Updates, denn Sichtbarkeit oder Unsichtbarkeit kann über die Existenz entscheiden - und am Drücker sitzt das Mega-Unternehmen Google mit seiner Quasi-Monopolstellung.

Manche Google Maßnahmen haben außerdem böswilligen Wettbewerbern, die Möglichkeit eröffnet, Blogs und Webseiten aus dem Index zu katapultieren, die sie loshaben wollen - z. B. indem sie massenweise Links von minderwertigen Linkschleudern zu einer konkurrierenden Seite setzen (was dann durch das Google Penguin Update geahndet wird) oder indem sie den Mitbewerber bei Google denunzieren - wozu Google aufgerufen hat.

Ergänzungen und Meinungen können gerne über die Kommentarfunktion hinzugefügt werden.

Quellen und weiterführende Informationen


Donnerstag, 5. April 2012

Social Media -
wie fängt eine Firma damit an?

Dieser Artikel stammt vom 11.05.2011 und wurde aktualisiert. Er gibt einen Einblick für Neueinsteiger. Eine ausführlichere Fassung finden Sie bei akademie.de: Social Media für Unternehmen: Einsteigen nach Plan
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Social Media - VG-Wort-Pixel
Kommunikation pflegen wie einen Garten
Text und Kommunikation - evaschumann.biz
Mit dem Thema Social Media muss sich heutzutage jede Firma auseinandersetzen - selbst wenn sie nicht mit eigenen Profilen (Accounts)/Markenseiten (Fan-Pages) aktiv werden möchte. In jedem Fall sollte man wissen, was in Social Media über das Unternehmen geschrieben wird, und es muss festgelegt werden, wie die eigenen Mitarbeiter in Social Media über die Firma kommunizieren dürfen (Social-Media-Richtlinie).


Social Media - wie geht man vor?

Zunächst wird ein Social-Media-Beauftragter bestimmt bzw. ein Social-Media-Team zusammengestellt. Diese Personen(en) sollte(n)
  • bereits über Erfahrung mit Social Media verfügen oder
  • diese während eines definierten Zeitraums sammeln -  unterstützt von entsprechenden Schulungen, Fachbüchern/Fachpublikationen und Fachleuten.
  • Alternativ stellen Sie einen Social-Media-Manager ein oder 
  • vergeben die Aktivitäten komplett als Auftrag an externe Dienstleister/Freiberufler - in diesen Fällen müssen die entsprechenden Schnittstellen ins Unternehmen festgelegt werden, denn schließlich geht es bei Social Media um Kommunikation zwischen dem Unternehmen und der Zielgruppe der jeweiligen Aktivität.

Social-Media-Richtlinie

Jedes Unternehmen benötigt eine Social-Media-Richtlinie (Social Media Policy). Der Social-Media-Verantwortliche bzw. das Team sollten die Richtlinie ausarbeiten. Sie muss u. a. auch mit der Corporate Identity abgeglichen und vom Firmeninhaber/Geschäftsführer abgesegnet werden. 

In der Social-Media-Richtlinie wird zum Beispiel festgelegt:


  • Bezug zur Unternehmensidentität (Corporate Identity) - die eventuell sogar überarbeitet werden muss, 
  • wer unter einem Firmen-Account schreiben darf (falls entsprechende Accounts eingerichtet werden sollen, um ein aktives Konzept umzusetzen) und worauf bei der Kommunikation Wert gelegt werden soll (Ziele, Authentizität, Verantwortung etc.),
  • ob und wie sich Mitarbeiter, die nicht Social-Media-Beauftragte sind, in Social Media über die Firma äußern dürfen bzw. wie sie sich abgrenzen müssen (Themen: Geschäftsgeheimnisse, Social-Media-Nutzung während der Arbeitszeit, persönliche Meinung vs. offizielle Firmen-Statements etc.).

Aktiv werden in Social Media

Wer als Unternehmen in Social Media aktiv werden will - z. B. mittels Twitter-Account, XING-Firmenprofil, XING-Gruppen-Moderation, Facebook-User-Account, Facebook-Firmenpage, Google+ Personenprofil (Profilierung als Experte, Google+ Markenseiten/Unternehmensseiten, Wikipedia-Profil etc. -, muss zuerst eine Strategie entwickeln. Das kann das Social-Media-Team je nach Erfahrung alleine anstoßen und mit Vertretern der einzelnen Abteilungen ausarbeiten oder man nimmt einen externen Social-Media-Berater hinzu. Die Strategie sollte darauf abzielen, dem Kunden einen Mehrwert zu bieten und muss daher tief im Unternehmen und seinen Prozessen wurzeln (z. B. Informationen über neue Produkte - in Zusammenarbeit mit Produktentwicklung, Marketing, Vertrieb; Beratungsdienstleistungen direkt in Social Media -  in Zusammenarbeit mit Support, Projekt-Consulting und/oder Sales). Die Strategie muss vom Marketingleiter oder der Geschäftsleitung abgesegnet und vom Social-Media-Team mit dem ganzen Unternehmen umgesetzt werden. 

Fragen, die zur Konzept-/Strategieentwicklung gestellt werden sollten, sind BEISPIELSWEISE:
  • Was wird bisher über die Firma/das Unternehmen in Social Media verbreitet?
    Äußern sich Kunden über Produkte, den Service etc.? Auch wenn Sie als Unternehmen bisher nicht aktiv waren, so waren es aber möglicherweise Ihre Kunden oder Geschäftspartner. Vor der Konzeptentwicklung sollte man den Status Quo kennen.
  • Warum will man überhaupt in Social Media aktiv werden?
    Passt das zur bisherigen Corporate Identity - oder muss man auch die neu überdenken? Sucht man Kunden-Feedback, will man neue Kunden gewinnen, intensiveren Kontakt zu Geschäftspartnern, Informationen verbreiten, die Marke stärken, mit anderen im gleichen Interessenverband netzwerken, direkt in Social Media Dienstleistungen anbieten, Personal finden? 
  • Welches soziale Netzwerk (Twitter, XING, LinkedIn, Facebook, Google+,  Yahoo-Social-Media-Anwendungen, Foren, Blogs, Frage-Antwort-Portale, Social Bookmarks etc.) eignet sich für welche dieser Absichten? Wer ist im jeweiligen sozialen Netzwerk meine Zielgruppe, was will ich von ihr und wie/über was spreche ich mit ihr? 
  • Welchen Mehrwert bieten meine geplanten Social-Media-Aktivitäten gegenüber anderen Kanälen?
  • Wie werden die Social-Media-Aktivitäten ins Marketing-Konzept eingebunden und z. B. an die Firmenwebsite gekoppelt (Gefällt-mir-Knöpfe, +1-Symbole etc. müssen umgekehrt auch in den Datenschutzrichtlinien berücksichtigt werden, Kosten für den Website-Relaunch etc.). Wie werden ansonsten Freunde, Fans, Followers etc. geworben? Budget für entsprechende Werbemaßnahmen?
  • Wer soll wofür zuständig sein (Kompetenzen, Kapazitäten), welche Abläufe braucht man und wo sind die Schnittstellen?
    Zum Beispiel: Wer informiert den Social-Media-Beauftragten über Neuigkeiten, die kommuniziert werden sollen bzw. mit wem entwickelt er eine Strategie zur "Verbreitung gesprächswürdiger Themen"? Wo findet er/sie Unterstützung bei komplexen fachlichen Fragen etc. Wenn beispielsweise über Twitter vorwiegend News (neue Produkte, Nachrichten aus der Firma, Sonderaktionen etc.) verbreitet werden sollen, dann muss geklärt werden, wer dem/den Twitter-Verantwortlichen den Input liefert (Marketing?) bzw. wo sie ihn recherchieren können, um dann selbst zu entscheiden, ob sie ein Thema übernehmen und wie sie das formulieren. Prozesse müssen evaluiert und festgelegt werden.
  • Wie will man sich in problematischen Situationen verhalten, z. B. wenn ein neues Produkt von Kunden massiv kritisiert wird oder wenn Mitbewerber Gerüchte streuen etc. Gerade in solchen Situationen ist Professionalität gefragt - und das schafft man am besten mit Vorbereitung.
  • Was machen die Mitbewerber oder Firmen mit ähnlichen Geschäftsfeldern? Hier kann man sich Anregungen holen.
  • Wie und wann will man die Social-Media-Aktivitäten bewerten?
    Zum Beispiel: Welche Benchmarks legt man für Erfolg/Misserfolg fest? Wie oft und wie überprüft man Erfolg/Misserfolg bzw. passt die Benchmarks wegen gewonnener Erfahrungen an?
Der Social-Media-Beauftragte bzw. das Team setzen das Konzept/die Strategie mit den entsprechenden Abteilungen um und kommunizieren ihr Vorgehen und ihre Erfolge im gesamten Unternehmen (z. B. über das Intranet oder eine Mitarbeiterzeitschrift) und eventuell auch nach außen.

Fazit

Man muss sich als Firmeninhaber, Geschäftsführer oder Marketingleiter von vorneherein klar sein, dass aktiver Social-Media-Einsatz 

  • zum Unternehmen passen muss und in ihm und seinen Prozessen wurzeln sollte,
  • anspruchsvoll und gleichzeitig zeitaufwändig ist,
  • man ein ausgereiftes Konzept braucht, um mit planbaren Ressourcen angestrebte Ziele zu erreichen.
  • Social-Media-Kommunikation i. d. R. Kontakt mit Kunden und Geschäftspartnern bedeutet und dass für diese Tätigkeiten Mitarbeiter/Teams eingesetzt werden sollten, die sehr gut schriftlich kommunizieren können und gleichzeitig fachlich einigermaßen kompetent sind - zumindest wissen, wann sie fachliche Kompetenz hinzuholen müssen.
  • Wer sich auf Social Media einlässt, sollte wissen, dass es um Kommunikation geht und Kommunikation hat viel mit Zuhören und Vertrauen zu tun. Es sollte, wo immer möglich (z. B. bei Facebook-, Google+ Seiten), offengelegt werden, wer die Personen sind, die unter dem Unternehmens-Account posten.
Unternehmenskommunikation muss - in Social Media und anderswo - wie ein Garten geplant, gehegt und gepflegt werden. Nur so gedeiht sie und beschenkt Sie mit Erfolgen, z. B. mit einer Steigerung Ihres Bekanntheitsgrades, Vertrauen von potenziellen Kunden in Ihr Unternehmen und seine Produkte und vieles andere. 
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