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Sonntag, 3. Juni 2012

Monopolstellung + Richtlinien = Macht

Monopolstellungen und Richtlinien von Mega-Unternehmen sollten unter die Lupe genommen werden, denn Quasi-Monopolisten wie Google (mit einem Marktanteil von 96 %) können ihre Richtlinien wie Gesetze durchdrücken und behindern damit den freien Wettbewerb.

Google's Monopolstellung verleiht zu viel MachtUm es gleich vorwegzunehmen:
Ich führe keinen Feldzug gegen Google. Google ist eine tolle Firma, die sich durch innovative Ideen, geschicktes Vorgehen und gute Produkte einen Platz als Marktführer in der Suche erobert hat. Die, die schneller auf Veränderungen in der Welt reagieren müssten, sind Politiker, Gesetzgeber, Kartellwächter und ähnliche. Sie müssen die gesetzlichen Rahmenbedingungen setzen, damit nicht am Ende die Welt den Megaunternehmen gehört und diese ihre eigenen Richtlinien zu Gesetzen machen können. Ach, ich vergass: Das ist doch, was bereits passiert!

Die meisten Internetnutzer wollen Geld sparen und Informationen ohne monetäre Bezahlung nutzen und es ist ja auch toll, dass das Internet Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten unabhängig vom Einkommen bietet. Aber irgendwie müssen auch Publisher ("Veröffentlicher im Internet" - also Betreiber von Informations-, Schulungs-, und Themen-Webseiten/-Blogs) überleben. Also finanzieren sie ihre Webseiten und Blogs über Werbung auf ihren Seiten - oder zumindest versuchen sie es. Dazu setzen sie Werbung ihrer Werbepartner auf die Webseite. Dies sind überwiegend keine herkömmlichen Werbebanner oder Werbetexte mit einem Link zum Angebot des Werbenden, wie man dies direkt mit einem Werbekunden vereinbaren könnte, sondern der Publisher platziert einen Code in den Quellcode seines Blogs oder seiner Homepage, den er von den Werbepartnerprogrammen (Google Adsense, Amazon Partnerprogramm, Affiliate-Plattformen etc.) erhält.

Doch dieser Code ist eben nicht nur ein einfacher Link, sondern ermöglicht es diesen Unternehmen, die Seiten des Publishers und seine Besucher zu tracken - also Daten zu sammeln, Profile zu erstellen und so z. B. personalisierte Werbung (z. B. über Google Adwords) seinen werbetreibenden Kunden anzubieten und (z. B. über Google Adsense) einzublenden. Wer einmal sehen möchte, wer alles mitliest, wenn er/sie eine Webseite besucht, sollte Ghostery (alle Quellen unten) ausprobieren. Denn da sind ja auch noch Twitter, Facebook, Google+ und Co., deren Knöpfe über ähnliche Codes in Webseiten und Blogs eingebaut werden und die genauso tracken.

Die Richtlinien von Google verbieten das Setzen von Links aus bezahlter Werbung auf die Webseite des Werbenden, wenn diese Links nicht im Code mit "nofollow" gekennzeichnet werden - doch das möchten die direkten Werbekunden nicht: Sie wollen den Werbeeffekt plus die Backlinkwirkung von einer guten Seite, dafür sind sie bereit zu zahlen. Google aber droht Publishern und Werbern bei Zuwiderhandlung gegen ihre Richtlinien mit Abstrafung und Unsichtbarkeit in der Google Suche (also im äußersten Fall mit Existenzvernichtung, denn wer in der Google-Suche fehlt, ist praktisch nicht existent). Und nun ruft Google auch noch zur gegenseitigen Denunziation auf.

Als Grund für diese Paid-Links-Richtlinie von Google wird die Verhinderung von Spamming angegeben (in diesem Zusammenhang meint Spamming das Nachvornedrücken von Webseiten in den Trefferlisten der Suchmaschine durch viele gekaufte Links oder Links von eigens dazu generierten Linkschleudern). Ehrlich gesagt, glaube ich diesen Grund nicht mehr, denn Google sollte längst in der Lage sein, schlechte Links von unbrauchbaren Seiten ("Linkfarmen") herauszufiltern und diese entsprechend nicht als "Linkjuice" zu werten (das lernt man doch schon im Internet bei Udacity und Coursera).

Ich habe den Verdacht, Google will seine Monopolstellung ausnutzen, um selbst das Eingangstor zu Werbevereinbarungen zu bleiben/werden und Publisher zur Nutzung von Google Adsense zu manipulieren - denn wenn Publisher mit Google Adsense zusammenarbeiten, anstatt direkt mit Werbekunden Vereinbarungen zu treffen, macht Google dabei seinen Schnitt.

Dabei würde ein verantwortungsvoller Publisher doch nur Werbekunden akzeptieren, die er selbst gut und zu seinen Inhalten passend findet (was den Dofollow-Link rechtfertigt), während er bei Google Adsense weniger bzw. nur komplizierte oder nachträgliche Kontrollmöglichkeiten hat und sich oft genug über die eingeblendete Werbung die Haare rauft. Und natürlich würde ein verantwortungsbewusster Publisher Werbung aus Verbraucherschutz- und Transparenzgründen als solche kennzeichnen - wie es in Deutschland ja auch gesetzlich vorgeschrieben ist.

Durch den Druck jedoch, den Google durch seine Monopolstellung und seine Richtlinien auf Publisher ausübt, treibt das Unternehmen vermutlich etliche Publisher dazu, Werbetexte mit Do-Followlinks nicht als solche zu deklarieren - zum Nachteil des Verbrauchers, der einen Anspruch auf Transparenz hat.

Witzigerweise fand t3n Anfang des Jahres Hinweise, dass Google selbst seine Richtlinien bei Werbung für seinen Chrome Browser missachtete und Werbelinks nicht als Nofollow-Links ausgewiesen wurden. Doch ich finde das eigentlich irrelevant, denn meiner Meinung nach gehört diese Richtlinie grundsätzlich verboten.

Google's Quasimonopolstellung und seine Richtlinien sollten endlich rechtlich unter die Lupe genommen werden und Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Denn solche Richtlinien und Strafandrohungen eines Unternehmens mit einer dominanten Marktstellung behindern den freien Wettbewerb und schwächen Publisher.



Quellen und weiterführende Informationen


Freitag, 13. Januar 2012

Wordpress-Kommentare-Links von "nofollow" auf "dofollow" umstellen


Das geht auch ohne Plugin

Wordpress-Kommentare-Links sind
standardmäßig auf "nofollow"
gestellt. Das kann man ändern.
wordpress-vgwortWordpress hat - genauso wie Blogger.com - die Links aus den Kommentaren standardmäßig auf "nofollow" gesetzt. Das bedeutet, dass diese Links nicht von Suchmaschinen verfolgt werden. Sie bringen dann zwar neue Besucher, aber bringen nichts hinsichtlich Suchmaschinenoptimierung (SEO), denn sie haben keinen (umstritten) oder zumindest weniger Backlink-Effekt.

Viele Blogbetreiber mögen das nicht: Sie wollen diejenigen, die mit interessanten Kommentaren wertvollen Inhalt beitragen, die Diskussion anregen und damit den Blog aufwerten, mit einem Dofollow-Link belohnen. Wie man Blogspot.com-Blogs umstellen kann, habe ich bei Blogkommentare-Links von "nofollow" auf "dofollow" umstellen beschrieben. Inzwischen habe ich mir auch einen Wordpress-Blog (tinto bloggt) eingerichtet und stand wieder vor dem Problem, denn auch bei Wordpress ist "nofollow" für die Kommentare-Links voreingestellt. Bei der Recherche nach einer Möglichkeit, das umzustellen, fand ich Plugins gibt, die man installieren kann, um dies umzustellen, doch suchte ich eine Lösung ohne Plugin. Fündig wurde ich bei WordPress Dofollow ohne Plugin". Aus den Tipps habe ich eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Einsteiger gebastelt.

In Wordpress Kommentare-Links von "nofollow" auf "dofollow" umstellen

Anleitung Schritt für Schritt (Nachmachen auf eigene Gefahr): 

  1. Auf dem eigenen Rechner in der Wordpress-Installation im Ordner wp-includes die Datei comment-template.php suchen und davon sicherheitshalber eine Kopie machen. Dann die Datei comment-template.php öffnen. Das geht z. B. mit PSPad - einem kostenlosen Editor für Programmierer und Webdesigner (der Windows Editor ist dafür nicht geeignet). 
  2. In der Datein comment-template.php nach dieser Zeichenfolge suchen:

    $return = "<a href='$url' rel='external nofollow' class='url'>$author</a>";

    Die Zeichenfolge definiert, wie der Code von Links ausgeworfen wird. Der Abschnitt
    rel='external nofollow'
    macht die Kommentarlinks zu Nofollow-Links. Um die Links automatisch als Dofollow-Links zu generieren, muss man diesen Abschnitt nur entfernen. Mehr nicht. Die Zeichenfolge lautet dann:

    $return = "<a href='$url' class='url'>$author</a>";
     
  3. Datei comment-template.php speichern und schließen. 
  4. Die Datei comment-template.php auf den Webserver in den Ordner wp-includes des Blogverzeichnisses hochladen. Dabei wird die alte Version überschrieben. 
Hinweis: Das muss nach einem Update eventuell wiederholt werden.

Wem es zu heikel ist, in einer Datei etwas zu verändern, der kann statt dessen auch ein Dofollow-Plugin für Wordpress installieren. Man findet sie mit der Suchmaschine, wenn man "Wordpress Plugin dofollow" eingibt. Plugins haben oft zusätzliche Features.

Problem SEO-Spammer

Wer die Umstellung von "nofollow" auf "dofollow" umsetzt, sollte sich aber bewusst sein, dass er dadurch auch manchen Suchmaschinenoptimierer anzieht, den die Themen des Blogs nicht interessieren, sondern der nur des Links wegen kommt. Abgesehen davon, dass deren Kommentare meist ohne Informationen sind, führen sie manchmal zu Webseiten, mit denen man nichts zu tun haben möchte. Um hier eine gewisse Kontrolle zu haben und einen gewissen Anspruch durchzusetzen, empfiehlt es sich, Kommentare erst nach einer Prüfung freizugeben oder zumindest Kommentare zumindest regelmäßig zu kontrollieren.

Montag, 20. Juni 2011

Blogkommentare-Links von "nofollow" auf "dofollow" umstellen


Blogkommentare von nofollow auf dofollow umstellen
Blogkommentare von nofollow auf dofollow umstellen
Blogs als Web-2.0-Anwendung wollen ihre Leser nicht nur informieren, sondern zu Kommentaren und Austausch anregen. Wer selbst einen Blog oder eine Webseite betreibt, nutzt die Gelegenheit, bei der Kommentarabgabe die Adresse (URL) seiner Website, Webseite oder seines Blogs einzugeben. Die meisten Blogs haben dafür ein Feld vorgesehen.

Die Angabe einer URL bei der Kommentarabgabe hat für den kommentierenden Blogger/Webseitenbetreiber zwei Vorteile:
  • Er kann Besucher gewinnen.
  • Er erhält einen Backlink von einer fremden Domain zu seiner Seite, was seinen Platz in den Suchergebnissen von Suchmaschinen verbessern kann.
Umgekehrt hat auch der Blogbetreiber, in dessen Blog kommentiert wird, Vorteile - beispielsweise:
  • Sein Blog wird belebt.
  • Sein Blogartikel und sein Blog erhalten Relevanz, werden verlinkt und empfohlen.
  • Mit mehr Blogbesuchern kann er seine Monetarisierung - z. B. Werbeplatzvermietung - verbessern.

Nun gibt es bei vielen Blogs eine Voreinstellung, die jeden Kommentarlink mit dem Zusatz rel="nofollow" versieht. Dieser Zusatz sagt den Robots der Suchmaschinen, dass sie den Link nicht beachten sollen. Manche tun es zwar trotzdem, aber die meisten Fachleute für Suchmaschinenoptimierung (SEO) sind sich einig, dass ein derartig gekennzeichneter Link zumindest minderwertig, wenn nicht unbedeutend oder - wenn es zu viele davon gibt - schädlich ist.

Ich persönlich habe mich bisher nicht darum gekümmert, wenn ich irgendwo etwas kommentiert habe - wenn ich etwas zu sagen habe, dann sage ich es, egal welche Art Verlinkung dort vergeben wird. Aber durch einen Artikel bei Webmaster-Zentrale Links sollen nicht durch nofollow kastriert werden habe ich mir mal den Quelltext meiner eigenen Blogs angesehen. Ich war davon ausgegangen, dass meine Kommentarlinks natürlich ohne Nofollow-Kennzeichnung generiert werden, denn schließlich hatte ich dazu nichts eingestellt. Falsch gedacht! Nofollow ist offensichtlich die Voreinstellung bei blogger.com, wo meine Blogs liegen.

Blogs bei blogger.com können sehr einfach an die Blogbetreiberwünsche angepasst werden. Doch da ich keine Einstellmöglichkeit zur Entfernung der Nofollow-Kennzeichnung fand, musste ich ein wenig recherchieren. Danke an Annyxxx's Welt - mit ein paar Anpassungen hat es dann gefluppt. Hier nun meine Anleitung (ohne Gewähr, Haftung o. ä.)

---------------- Anleitung ist veraltet, siehe Nachtrag unten -------------------------
Blog bei Blogger.com von "nofollow" auf "dofollow" umstellen - so geht's
  1. Anmelden
  2. Nach der Anmeldung landet man im Dashboard. 
  3. Im Dashboard im Feld des zu bearbeitenden Blogs auf "Design" ("Vorlage") klicken.
  4. Unterhalb des Reiters "Design" auf "HTML bearbeiten" klicken (bei der neuen Blogger-Oberfläche gibt es keine Reiter, aber es gibt bei "Vorlage" unterhalb von "Live im Blog" einen Button "HTML bearbeiten". Danach "Fortfahren" klicken).
  5. Oberhalb des großen Code-Feldes "Widget-Vorlagen komplett anzeigen" aktivieren (Haken in die Checkbox setzen).
  6. Mittels Strg+F die Suchfunktion aktivieren (oder über  "Bearbeiten"
    - > "Auf dieser Seite suchen") und in das Suchfeld "nofollow" eingeben. Ich erhielt zwei Treffer.
  7. An den beiden gefundenen Stellen " rel='nofollow" löschen.
  8. Vorlage speichern.
Durch diese Maßnahme werden nun die Links von den Suchmaschinen verfolgt - sie sind nun "Dofollow-Links". Hinweis: Ich habe allerdings bei mir " rel='nofollow" durch " target='_blank" (man beachte jeweils das Leerzeichen und die Anführungsstriche) ersetzt, weil ich möchte, dass einerseits die Links hochwertig sind, sich aber ein neues Fenster öffnet, wenn jemand den Link zu einer externen Seite anklickt.

Problem: SEO-Spammer in Blogs

Auf der Suche nach guten Backlinks ziehen leider auch viele durch die Blogs, die eigentlich nicht am Austausch und dem Netzwerken mit anderen, sondern ausschließlich an Backlinks interessiert sind. Das wird natürlich von Blogbetreibern nicht gerne gesehen und verstopft die Kommunikation. Doch wenn man als Blogbetreiber eine Freigabeprozedur zwischenschaltet, kann man die "SEO-Spammer" herausfiltern.

Wie ist eure Meinung? Ich freue mich über jeden Kommentar, der etwas zum Thema beiträgt. Mit der Möglichkeit zum suchmaschinenverfolgbaren Backlink möchte ich mich für die Mühe, die sich da jemand macht, bedanken.

Nachtrag 05.07.2013
Gerade habe ich festgestellt, dass in allen meinen Blogger-Blogs die Blog-Kommentarlinks wieder automatisch mit dem "nofollow"-Attribut versehen werden, ohne dass ich etwas geändert habe! Ich hatte überall das "nofollow" entfernt. Also hat Google den Code umgestellt. Ich habe versucht, das wieder zu ändern und es gelingt mir nicht. Sowohl meine Anleitung als auch die Anleitungen, die ich woanders gefunden habe, sind veraltet. Nachdem Google die Umstellung auf "dofollow" nun noch mehr erschwert oder möglicherweise ganz unmöglich gemacht hat, hadere ich, ob ich mich dem Giganten wirklich weiter entgegen stemmen soll, auch wenn ich es nicht richtig finde, wozu er Blogger zwingt. Die Alternative wäre, mit allen Blogs umzuziehen - was aber auch sehr schmerzlich wäre. Natürlich weiß das Google. Jedenfalls werde ich keine weiteren Blogs bei Google hochziehen.